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Exumer - Interview mit Mem von Stein von Exumer


[b] Interview mit Mem von Stein von EXUMER [/b]



MF: Hi! Hier ist David von Metal-Fanatics, ich sitze hier mit Mem von Exumer, Hi MEM!

Mem: Hi!

MF: So, erste Frage. Schön euch auf Tour zu sehen! Auch für die jüngere Generation, die nicht die Chance hatte euch zu sehen, weil sie zu jung waren. Ihr habt euch erneut zu einer Reunion zusammen getan…

Mem: Es ist keine Reunion, es ist eine Art Comeback! Es ist jetzt nicht so, dass wir nur alte Songs spielen. Wir spielen zwar jetzt das meiste von „Possessed by Fire“ und „Rising from the Sea“, aber wir arbeiten gerade an einer neuen Platte. Die wird dann Ende diesen Jahres, bis Anfang nächsten Jahres kommen.

MF: Ihr habt ja noch eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt! Wenn ihr jetzt wieder aktiver werdet, habt ihr dann vielleicht auch wieder größeres vor? Vielleicht auch wieder Touren in Südamerika?

Mem: Ja ja :) Wir haben jetzt gerade auf dieser Tour Bulgarien, Norwegen, Deutschland drei Konzerte und dann Italien! Letztes Jahr hatten wir in Holland, Deutschland, Griechenland und Los Angeles gespielt. Wir gucken das wir im Sommer nach Süd Amerika kommen :) Vielleicht dann über L.A. auf dem Rückweg oder auf dem Hinweg! Und ansonsten wird das meiste Touring stattfinden wenn die neue Platte draußen ist!

MF: Kannst du uns vielleicht auch sagen, ob es auch dieses Jahr mit Festivals klappt in Deutschland oder sonst irgendwo?

Mem: Wir wollen die Band wenig auf Tour schicken im Vorfeld, bevor die Platte rauskommt. Wir wollen zwar präsent sein, aber nicht überpräsent! Also, wenn wir jetzt alle zwei Wochen hier her kommen, dann kommt ja niemand mehr! Und das ist dann ja auch nichts Besonderes. Und wir haben ja schon einen gewissen Kult-Status, den wir uns auch weiterhin beibehalten wollen! Deshalb sind wir nicht ständig auf Tour und nicht ständig am präsent sein.

MF: „Waking the Fire“ ist ja euer erster neuer Song seit 23 Jahren! Soundtechnisch ein bisschen moderner, bisschen an den neueren Thrash angelegt. Was kannst du uns über das neue Material sagen und was noch kommen wird?

Mem: Es wird zwar sehr Exumer mäßig sein, aber es wird sich trotzdem nach Heute anhören und nicht nach 1986! Wir werden nicht mit Analog Maschinen arbeiten ;) und auf Teufel komm raus versuchen das es schwer anzuhören ist. Wir werden unsere Philosophie von Old School Thrash Metal mit rein bringen und wir werden versuchen alles miteinander zu vereinbaren um alle Leute bedienen zu können!

MF: Du hast schon gesagt gehabt, ein neues Album ist in Planung, ein drittes. Kannst du da schon was verraten bezüglich Coverartwork, Release Date?

Mem: Also Release wird wohl später dieses Jahr sein. Ende des Sommers werden wir fertig sein mit den Aufnahmen, und dann gucken wir mal ob wir das bis Ende des Jahres rausbringen oder Anfang nächsten Jahres. Es wird dann Plus/Minus paar Monaten sein.

MF: Wie viel Spaß habt ihr an den Gigs in den letzten Jahren nach der langen Pause?

Mem: Also die Reaktionen sind immer umwerfend gut! Wir haben das letzte Mal auf dem Inferno gespielt, was ja eigentlich ein Black Metal Festival ist. Wir haben aber nicht erwartet das es den Leuten so gefallen wird! Wir haben da in so einem kleinen Raum gespielt, im John Dee, und der war total voll! Die Leute sind total mitgegangen und haben uns total abgefeiert! Wir wussten damit am Anfang gar nicht umzugehen! Weil ihre Art ist ja sehr zurückhaltend und wir dachten, WOW! Sie feiern uns ab, thrashen aber nicht so. Den Abend davor haben wir in Bulgarien gespielt und da war die Hölle los! Wir haben schon total viel Spaß! Es ist unglaublich gut für uns, dass wir auf so eine Resonanz kommen anstatt das wir die Sache mit gemischten Gefühlen angehen müssen.

MF: Was ja auch viele Fans interessiert, welche Bands findest du z.B. cool, wenn du jetzt frei aussuchen könntest, du planst eine Tour und könntest dir eine Band einladen oder Bands die du gerne dabei haben würdest, wer wäre dies? Support Bands beispielsweise?

Mem: Als Support Band? Mercyful Fate! Oder wenn Paul Baloff noch leben würde, Exodus! Schon so Old School Sachen. Wo wir aber in L.A. gespielt haben, haben wir mit Fueled by Fire gespielt. Die kamen mit uns und haben uns supported und auch Merciless Death. Die waren total geil! Es war total locker mit denen.

MF: Welche Alben haben dir in den letzten Jahren gut gefallen? Oder diesem Jahr, letztem Jahr? Was hast du angehört?

Mem: Was hab ich den gehört? Ich fand die Onslaught, die Killing Peace, diese Comeback Platte von Onslaught ziemlich gut! Die neue Heathen gefällt mir gut! Die Platte von Exodus, Tempo of the Damned. Danach hat es mir nicht mehr so gut gefallen. Es ist halt Geschmackssache.

MF: Was inspiriert dich zum Songwriting? Wie schreibt ihr Songs?

Mem: Mich inspiriert alles was in meiner Umwelt passiert. Ich wohne seit zwölf Jahren in Amerika. Ich bin mittlerweile Amerikaner. Und alle Sachen die dort passieren und die auf mich einwirken durch die Medien, die inspirieren mich dazu Sachen zu schreiben. Ob es jetzt gute Sachen sind, schlechte Sachen oder böse Sachen. Das Thema ist glaube ich schon sehr…sagen wir mal…außergewöhnlich. Seien es Leute die andere Leute umbringen, oder ob es etwas mit Geisteskrankheit zu tun hat...oder auch Sachen die in Afrika passieren, das interessiert mich auch. All das wo Menschen leiden zieht mich an. Weil es mich interessiert. Aber nicht als Zuschauer, sondern als jemand der gerne wissen würde was da passiert!

MF: Welche Songs spielst du am liebsten Live?

Mem: Von uns?

MF: Ja!

Mem: Journey to Oblivion, Fallen Saint, den neuen Song Waking the Fire spiele ich auch sehr gerne!

MF: Die letzte Frage, was war das verrückteste was euch je auf Tour passiert ist? Oder auf einem Konzert?

Mem: Ich glaube das was uns am meisten überrascht hat, war diese Reaktion von den Fans in Los Angeles! Damit haben wir nicht gerechnet! Weil, warum sollte unsere kleine Band aus Deutschland irgendjemanden interessieren? Wir haben den Veranstaltern gesagt, pass auf: Ihr müsst uns dann die Flüge bezahlen, ich müsst dann das bezahlen und das…und die haben immer nur gesagt: Ja, ja, kein Problem! Da habe ich gedacht, entweder haben die zu viel Geld, oder die denken es kommt jemand und es kommt dann aber niemand! Die haben dieses Festival schon mal gemacht, aber nicht in dieser Größenordnung! Dann haben sie gesagt wir wären der absolute Headliner uns so weiter…und ich dachte dann, wenn die da sind, gehen die nach Hause! Wir haben 13 Vorgruppen! Als wir angefangen haben zu spielen, war der Saal mit fast 500 Leuten überverkauft! Normalerweise gehen 850 Leute rein, aber es waren dann 1300 Leute! Und die Leute sind von de Balkonen runter gesprungen, „Gedived“! Es war ziemlich verrückt!

MF: Ich danke dir für das Interview, es war mir eine Ehre! Vielen dank!




Enrichment - Interview mit Martin Kesici


MF: Hi Martin

Martin: Moooooin

MF: Martin wie siehts aus? Gehst du jetzt in Deutschland auf Tour, oder ist das hier in der RockFabrik heute eine einmalige Geschichte?

Martin: Das ist jetzt ne einmalige Geschichte weil ich Hasche und so schon lange kenne und hier in der RoFa hab ich schon zwei mal als „Martin Kesici“ gespielt, aber noch nie als „Enrichment“ und die Metalband hab ich jetzt schon seit zwölf Jahren, und das ist eher so Static X-, Pantera- und Metallica-Zeugs. Und heut hat mans erstmal wieder gesehn das die Leute sich erstmal fragen „Oh, wer isn da auf der Bühne?“ Und ich wollte halt das die Leute mal sehen wo ich wirklich herkomme. Da laufen einfach zwei eigene Sachen, „Martin Kesici“ und „Enrichment“ trenne ich komplett.

MF: Ja, aber wenn überhaupt kennen dich die Leute ja sowieso nur aus dem Fersehn.

Martin: Ja, „Angel of Berlin“ (gröhlt)

MF: Da wirst du doch immer sofort in diese Ecke gesteckt, oder?

Martin: Naja gut, ich hab dazu ja jetzt auch grad mein Buch „Sex, DrugsCastingshows“ rausgebracht, und werd da von überall immer nur angepisst, und das is für mich so ne Art Genugtuung. Alle regen sich drüber auf, aber es ist eigentlich wirklich so. Hier in Deutschland wird kein Künstler mehr ordentlich unterstützt. Du gewinnst so ne Show, musst ein Karaokesänger werden, weil die Plattenfirma das will, und danach „Fuck You!“ Und genau vor sowas will ich die Kids eben bewahren.

MF: Und Leute wie z.B. Dieter Bohlen verdienen dann Geld an euch?

Martin: Ach, Bohlen isn Wichser!

MF: Das war kurz und bündig. Wie geht’s jetzt weiter mit „Kesici“, oder „Enrichtment“?

Martin: Mit „Enrichment“ kommt 2010 noch ne Demo raus, und mit „Martin Kesici“ werd ich jetzt das dritte Album machen. Mit Kesici is immer mehr so Rock, Hardrock. Schwer das in ne Schublade zu packen. So Korn, Soundgarden, SOAD. Und „Enrichment“ ist einfach mit drei Mann geradeaus auf die Schnauze. „Static X“- und „Motörhead“-mäßig, ohne Solos, voll drauf!. Und dann mach ich noch ein drittes Projekt, das heißt „Bazooka“, das ist mehr so „Limp Bizkit“-Style. Einfach absolut gegens System. Ich denk mal das kommt im Sommer, so im Juli. Ehemals komm ich ja mit 14 eher ausm Death Metal-Bereich, bin auch ein absoluter „Slayer“-Fanatiker. Ich find das mit Bazooka aber nicht verwerflich oder so, viele meinen in Deutschland müsstest du dich für eine Stilrichtung entscheiden, aber auch die Amis machen Nebenprojekte und ich weiß nicht warum die Deutschen sich da immer so aufregen. Typisch deutsche Mentalität, zum Kotzen!

MF: Hast du dann auch mit deinen Nebenprojekten Auftritte geplant, eventuell sogar bei Festivals?

Martin: Also für 2010 hab ich da noch gar nix, das ist halt das Problem wenn du mit den ganzen großen Plattenfirmen nicht zusammenarbeiten willst. Auf Universal oder BMG hab ich einfach kein Bock.
Nach dem Buch würden die mich sowieso nicht mehr nehmen, weil ich da drin ja auch die Verträge abgedruckt hab. Ich denk aber das man als Rockmusiker viel Live unterwegs sein muss. Scheiß auf Fernsehen, das ist ein gutes Medium um Werbung zu machen, aber wichtiger ist Internet, und vor allem Liveauftritte.. Jetzt 2010 wird dann auch mit „Martin Kesici“, „Enrichtment“ und auch Bazooka was kommen. Da werd ich drei-gleisig fahren, das hört sich jetzt hart an und nach viel, aber ich schaff das, und mir macht das auch Spaß

MF: Wie finanzierst du das Ganze? Musst du nebenher noch arbeiten?

Martin: Bis jetzt noch nicht. Ey hallo, ich bin nicht reich. Ich muss echt zusehen, das ich meine Miete irgendwo herbekomme grade. Hab aber genug Kohle beiseitegelegt.

Ich zitier mal Tarja von Nightwish: „Was habt ihr denn gegen den Typen, Martin singt doch gut.“
Aber in Deutschland ist das so, dass du extreme Vorurteile gegen die Leute hast, die aus so einer Show kommen. Ich versteh das auch, weil Kübelböck und sowas sind halt scheiße. Aber hey hallo, ich war arbeitslos, bin da hin, und dann machst du auch mit, und machst weiter. Man muss nicht reich und berühmt werden, aber das geilste im Leben ist, wenn du von deinem Hobby leben kannst.
Ob du jetzt Maler oder Musiker bist ist egal, wenn du damit deine Fixkosten, sprich Auto, Miete und so bezahlen kannst, dann bist du schon echt weit oben.

MF: Du lebst jetzt also nur von deinem Ersparten?

Martin: Naja, heute hab ich hier zum Beispiel kein Geld gekriegt in der RockFabrik, nur die Unkosten bezahlt. Ich hab gesagt ich machs, denn ich liebe die RockFabrik, ich bin so oft abgestürzt hier.
In Berlin kannst du nicht spielen, da gibt’s 1500 Clubs, da spielst du vor 100 Leuten, und hier spielst du halt vor 800 Leuten, das is schon ein tierischer unterschied. Berlin ist so ne Musikerpolizei. Wenn du dich mal versingst bist du gleich scheiße Berlin is kein gutes Pflaster mehr, grade für Heavy Metal.

MF: Wie bist du eigentlich auf die Idee mit „Bazooka“ gekommen?

Martin: Naja ich stand schon immer auf „Limp Bizkit“ und so Sachen. Ich komm ja eher aus dem Death Metal. Meine erste Death Metal-Scheibe war die „Black Metal“ von „Venom“, dann von „Death“ „Leprosy“ und „Scream Bloody Gore“. Das waren meine ersten Scheiben, das war der Metal mit dem ich aufgewachsen bin, und da bin ich auch hingegangen. Dann hab ich Opernsänger gemacht, bin eher zum True Metal gegangen, hab aber auch den alten Oldskool HipHop gehört.
Ich sag nur „Public Enemy“ mit „Anthrax“ - „Bring the Noise“. Hammer Stück! Hier in Deutschland sagen alle „das kannst du doch nicht machen! HipHop und Metal verträgt sich nicht!“
Drauf geschissen Alter! Als Künstler musst du das machen was Bock bringt. Und im Endeffekt wirst du halt sehen, ob die Leute das mögen, oder eben nicht!

MF: Was hältst du dann allgemein von der Metal-Szene hier in Deutschland? Du klingst ja nicht so begeistert.

Martin: Wacken is natürlich geil, aber ich und mein Management haben da mal nen fatalen Fehler gemacht.
Ich hab da 2006 zwischen Equilibrium und Finntroll als „Martin Kesici“ gespielt. Ich wollte meine Jungs mitnehmen, aber ich durfte nur Mietmusiker nehmen, und ich hatte da 10.000 Mittelfinger vor der Bühne, und die haben sich alle umgedreht. Das war hart, das war der härteste Auftritt meines Lebens. Da sind Matschkugeln und alles geflogen. Aber ich denken, wenn ich selber im Publikum gewesen wäre, hätte ichs genauso gemacht. „Wat willn der Casting-Futzi da oben, alta?“
Es war schon krass. Und Wacken ist eher so ein True-Metal-Festival, ich denke Korn und Limp Bizkit und sowas wären damals ausgepfiffen worden. Aber auch grad „With Full Force“ und so, sind so Festivals die ich mag.


MF: Wart ihr auf dem „With Full Force“ auch schon mal auf der Bühne?

Martin: Nur vor Zwei Jahren als Besucher. Warst du schon mal da? Das geile am WFF in Leipzig ist diese Käferinvasion, da fliegen jedes Jahr tausenden von Käfern rum, da hebst du nur den Finger in die Luft, und schon landet einer auf deinem Finger. Das ist Hammer. Da hat dann auch Ektomorf gespielt, und Static X haben die Anlage gesprengt, war sehr geil! Das sind halt so Bands die ich mag.

Oder nehmen wir jetzt mal die neue „World Painted Blood“ von Slayer. Das ist für mich endlich mal wieder eine CD die ordentlich Richtung „Reign in Blood“ geht.

MF: Bist du also selber auch so ein Festival- und Konzertgänger?

Martin: Eigentlich schon, aber 2009 war ich nicht so viel unterwegs, aber 2010 will ich wieder ein Paar mitnehmen.

MF: Ja 2010 hast du dann ja wieder Glück mit Slayer.

Martin: Hoffentlich, die haben ja grad erst ihr Konzert in Berlin verschoben.

MF: Stimmt, weils Tom Araya scheiße geht.

Martin: Ja, der hat genau wie ich Hexenschuss grade.

MF: Slayer sind jetzt ja auch heftig unterwegs, die haben ja auch einige Festivalgigs in Planung.

Martin: Ich hab sie das letzte mal gesehn auf der „Unholy Alliance“-Tour mit Amon Amarth. Diese alten Leute kommen da auf die Bühne und machen den jungen Bands noch Richtig was vor, die müssen nicht growlen. Slayer lebt davon, dass Tom Araya so schreit, als würde er grade seiner Alten auf die Schnauze haun. (Schreit: „Halt die Schnauze“) So ist das halt. Ich glaube das macht Slayer halt aus. Das neue Album und „Reign in Blood“ haben einfach den selben Stil, nur der Sound ist anders. Und das seit 20 Jahren! Das bewunder ich ohne Ende!

MF: Wenn wir grad bei Alben sind, was war für dich 2009 der beste Release?

Martin: Also für mich wirklich die „World Painted Blood“! Rammstein find ich aber auch cool, ich kenn ja die Jungs. Die spielen jetzt vier ausverkaufte Shows in Berlin. Ich sags euch aus interner Quelle, das ist ihr letztes Album unter Universal, und deswegen haben sie es gemacht. Und das wars dann. Aber Pussy z.B. ist Scheiße. In Deutschland ist der Scheiße, aber international geht der steil ohne Ende.

MF: Was war dein verrücktestes Erlebnis auf der Bühne?

Martin: Na grade Wacken. Ich würde da nur noch als „Enrichment“ spielen, aber nicht mehr als „Martin Kesici“. Das ist schon übel, aber du musst deinen Gig dann trotzdem irgendwie durchziehen, ist ja internationale Presse und alles da.

MF: Hast du den Gig dann tatsächlich durchgezogen?

Martin: Ich habs durchgezogen, ja!

MF: Ok Martin, als abschließende Frage:
Was war für dich das beste Game das 2009 rausgekommen ist?

Martin: Ich hab auf Call of Duty: Modern Warfare 2 gehofft... Fürn Arsch. Gibt kein dedicated Server.
Dann hab ich gehofft auf Operation Flashpoint.... Auch Scheiße, auch kein dedicated Server, scheiß Netcode, hoher Ping. Scheiße
Wir zocken immer noch Team Fortress 2 und Day of Defeat: Source, aber mehr Team Fortress 2.
Und jetzt im März warten wir auf Battlefield: Bad Company 2 und dann kommt im Mai Battlefield 3. Endlich gibt’s weniger Waffen.

MF: Spielst du immernoch bei Sons of Steel?

Martin: Immernoch Clanleader, immer noch alles beim Alten. Logisch! Wir sind jetzt glaub ich 22 Mann.

MF: Spielst du auch noch Rune?

Martin: Rune haben wir grad nen Server, der is aber abgeschaltet. Rune hab ich aber noch auf der Platte, Rune geht niemals weg von der Platte, glaub mir. Das ist das geilste Vikingergame das es gibt. Da kommt nix ran. Geile Idee machen wir mal nen Runeabend! Ich schwör dir Alter, mit dem Sword hau ich dich so Weg!

MF: Nein machst du nicht, mit dem DWS mach ich dich kaputt.

Martin: Dann nehm ich eben die Hilde, weißt ja, die Axt.

MF: OK, dann Danke fürs Interview!

Martin: Ja bitteschön, kein Problem






KISSIN DYNAMITE - Interview mit Hannes von Kissin Dynamite vom 20.12.2009


Tonmittschnitt mit Bilderfolge wie immer auf
www.metal-fanatics.de unter Medien/Interviews




MF: Hi hier ist der Max von Metal-Fanatics. Ich bin jetz hier beim Interview mit dem Hannes von Kissin’ Dynamite. Hi Hannes

Hannes: Grüß Gott

MF: Ihr seid ja jetzt auf Tour gewesen, habt auch beim Bang your Head gespielt. Wie läuft es mit euren Festival Aktivitäten?

Hannes: Also momentan spielen wir relativ wenig große Festivals. Wie du sagtest Bang your Head und Masters of Rock dieses Jahr, letztes Jahr war es das Summer Breeze und Rock of Ages. Aber wir bringen am 26.März 2010 unser zweites Album raus und da wird dann sicherlich mehr gehen mit Festivals. Ansonsten hatten wir dann eher kleinere Gigs.

MF: Wie geht ihr momentan mit eurer steigenden Popularität um, da ihr ja noch eine sehr junge Band seid?

Hannes: Also mit unserer Popularität, wie du es nennst, gehen wir eigentlich ganz normal um. Jeder Musiker ist im Grunde immer ein Entertainer. Wir genauso wie irgendein Straßenmusiker, es ist einfach Entertainment und es ist unser Job den Leuten das zu geben, was sie erwarten. Von dem her sehen wir uns selber nicht als Stars, die auf der Bühne den Hero spielen. Sondern wir müssen die Leute unterhalten, das ist unser Job.

MF: Wie ist es bei euch im Moment mit Schule und Ausbildung? Wie bringt ihr das alles unter einen Hut?

Hannes: Wir sind gerade alle noch beim Abi, also ich bin ja jetzt der Jüngste mit 17, die Anderen sind alle 18 und 19 und sind jetzt schon in der 13. Klasse. Die haben dann nächstes Frühjahr ihr Abi rum, ich muss dann noch ein Jahr draufpacken. Wir bauen jetzt zunächst erstmal alles auf die Musik, Abi machen wir als Plan B, dass wir eben was in der Tasche haben, falls es mit der Musik nicht klappt. Ansonsten müssen wir nach dem Abi eben anfangen ne Ausbildung zu machen, aber wir werden trotzdem immer weiter Musik machen und das werden wir auch nie aufgeben.

MF: Was würdest du dann studieren wenn du dein Abi gemacht hast, oder machst du dann einfach eine Ausbildung?

Hannes: Studieren habe ich eigentlich nicht vor. Wenn ich müsste, dann würde ich auf jeden Fall Musik studieren, liegt ja nahe. Aber habe ich eigentlich keine Lust dazu. Ausbildungstechnisch würd ich auch am liebsten was in die Musikrichtung machen. Ich hab mir schon überlegt ob Toningenieur was für mich wäre. Ansonsten, gut bezahlte Jobs sind eben solche Geschichten wie im Tower am Flughafen zu arbeiten, hab ich mir auch schon überlegt. Aber nen richtigen Plan hab ich noch nicht. Ich weiß, dass unser Basser sich gerade an so ein Versicherungsbüro herantastet, was ich ziemlich spießig finde, aber gut wenn er meint.

MF: Wenn du es gerade von Musikalischer Ausbildung hattest, spielst du selber auch irgendwelche Instrumente?

Hannes: Proffesionell natürlich nicht. Ich kann halt ein bisschen Gitarre, ein bisschen Bass, Schlagzeug hab ich mir autodidaktisch beigebracht und Klavierunterricht hatte ich 6 Jahre lang. Aber ansonsten bei Blasinstrumenten und so kannst mich wegschmeißen.

MF: Wisst ihr schon wie euer neues Album heißen wird?

Hannes: Ja das wird Addicted to Metal heißen und da haben wir auch den gleichnamigen Titel als erste Single, den wir heut Abend auch live spielen werden mit dem Amboss auf der Bühne. Also, einer von unseren Roadies kommt verkleidet als Henker auf die Bühne und wird dann mit Hämmern auf den Amboss schlagen. Da werden dann Funken sprühen und es gibt ne richtig geile Show. Das Album wird dann wie vorher erwähnt am 26. März veröffentlicht werden.

MF: Wie waren die Aufnahmen zu euerm ersten Album? Ist da alles glatt gelaufen oder gab es da auch Komplikationen?

Hannes: Komplikationen in dem Sinne eigentlich nicht. Kleinere Schwierigkeiten wie Zeitverlust gibt es ja immer, aber es verlief im Grunde so, dass wir Etappenweiße, dass heißt in den Ferien, weil wir ja alle noch in der Schule sind, nach Flensburg geflogen sind, um da für ein zwei Wochen unsere Aufnahmen zu machen. Das hat sich dann auch über ein Jahr erstreckt, die ganze Album Aufnahme, da wir das dann nicht in 2 Monaten bewältigen konnten.

MF: Wer ist bei euch für das Songwriting maßgeblich verantwortlich?

Hannes: Das Songwriting machen wir mit unseren Produzenten gemeinsam. Unser Drummer, der Andi, macht zum Beispiel alle Texte. Das mach ich jetzt als Sänger, was man vielleicht denken würde, nicht. Er ist ein unheimlich guter Lyriker. Ich mache meistens die Melodien mit einem unserer Produzenten zusammen und unsere Gitarristen machen die Riffs. Da hat dann jeder so sein Spezialgebiet und da wird dann das Beste zusammengewürfelt. Da kommt dann am Ende auch normal was Gutes bei raus. Also es ist eine Zusammenarbeit mit der Band und den Produzenten.

MF: Beim Bang your Head Festival und auch sonst sieht man euch immer mit der Württemberg Flagge auftreten. Kommt ihr alle aus Schwaben?

Hannes: Klar. Zwei kommen aus Münzingen und aus der Nähe von Münzingen und die anderen Drei kommen aus Burladingen und Gammerdingen. Also alle zumindest noch am Rande der Schwäbischen Alb und sind dementsprechend auch Stolz, das mir Schwaben sin.

Wir haben auch in einem neuen Song namens “Iron Fist“ die Geschichte vom Götz von Berlichingen, den ja wahrscheinlich auch jeder kennt, verarbeitet. Also es wird wieder so eine gewisse Art Patriotismus zu spüren sein auf unserer neuen Platte. Nicht mehr so stark wie auf “Steel of Swabia“ weil es doch eine Band ein wenig provinziell macht.

MF: Was ist, wenn es in eurer Band mal personelle Veränderungen geben wird, würde ein “Badenzer“ bei euch in die Band kommen?

Hannes: Auf keinen Fall…Da kann ich auch eine lustige Anekdote erzählen. Wir haben dieses Jahr in Seelbach gespielt, das ist in der Nähe von Baden-Baden. Die Stimmung war bombastisch bis zum Song “Steel of Swabia“, wo ich dann unwissend mit der Württemberg Flagge auf die Bühne bin. In Sekundenbruchteilen sin die Münder nach unten gschnappt und mit offene Gosche sind se dannegstanden, total entsetzt. Bis ich’s geblickt hab und die Flagge weggeworfen hab, dann war wieder totale Party. Aber des ist ganz schlimm. Die Leute an sich, ich mein, man kann nix dafür wenn mer an “Badenzer“ ist. Aber so einer würd mir nicht in d Band kommen. Aber sie können gut Party machen.

MF: War das dann einer der krassesten Momente bei euch? Oder gibt es noch andere verrückte Geschichten?

Hannes: Ohje, da gibt’s so Einiges. Wir sind ja auch ne verrückte Truppe. Das ist jetz auch schon ne Weile her, da haben wir mal “Highway to Hell“ gecovert, da hats mich während der Show ins Schlagzeug geschlagen, ich bin so abgegangen und hab das Gleichgewicht verloren und Alles umgeschmissen. Da mussten wir dann erst mal ne Technische Pause einlegen, aber ich hab natürlich so getan als würd es zur Show gehören. Wär ja peinlich gewesen, wenn nicht. Aber sonst, von den normalen Stolperfallen auf der Bühne, bis hin zum kurz von der Bühne gehen um in einen Eimer zu kotzen hatten wir schon alles Mögliche. Ich wüsste gar nicht was das Schlimmste war.

MF: Was ist dir persönlich lieber, Festival Auftritte oder Tourgigs?

Hannes: Das ist ganz unterschiedlich, es gibt gute und schlechte Tourgigs. Es gibt aber genauso geile oder blöde Festival Auftritte. Zum Beispiel das Bang your Head war für mich dieses Jahr eins der Highlights dieses Jahr.

MF: War auch n cooler Auftritt!

Hannes: Danke. Da hat einfach alles gepasst. Das Wetter war bombastisch, es war zwar Mittags, aber da waren schon 5000 Leute versammelt um uns anzuschaun. Der Gig hat gepasst, es war einfach die Atmosphäre. Das spielt auch immer eine sehr wichtige Rolle und das hat einfach gepasst. Genauso geil kann es aber auch in einem verruchten Schuppen sein, wo man dann in der etwas düsteren Atmosphäre mit den Leuten Party machen kann. Ich will mich da nicht entscheiden. Es hat beides was Für sich.

MF: Was sind deine Lieblingsbands und was für Musik hat auf dich am meisten Einfluss genommen?

Hannes: In meiner Jugend war der Einfluss am Größten von ACDC, Iron Maiden und Teile von Scorpians, Manowar. Aber am Meisten eben ACDC, die auch unseren Musikstil ganz klar geprägt haben. Was ich momentan auch ganz geil finde ist Mötley Crüe, solche Sleaze Bands aus den 80ern wie Poison, Ratt, Winger, Guns n’ Roses, Skid Row und solche Sachen.

MF: Da kannst du dich ja aufs nächste Bang your Head freuen, da kommt ja Ratt auf jeden Fall.

Hannes: Da bin ich natürlich dabei!

MF: Was hältst du allgemein so von der Metal Szene hier in Deutschland?

Hannes: Die ist natürlich ziemlich gut ausgeprägt. Wir haben ja mit eines der Größten, wenn nicht das größte Metalfestival mit Wacken und da macht uns kein anderes Land so schnell was vor. Ich find außerdem dass das Metalvolk eine ziemlich tolerante Einstellung hat. Jemand der zum Beispiel Viking Metal mag hört sich uns auch an und kann uns genau so gut finden obwohl wir ja eher so Sleaze Rock spielen. Wenn ich da an andere Musikrichtungen und deren Hörer denke, dann ist Metal sicher das festere Publikum und ich fühle mich in dieser Szene auch am wohlsten.

MF: Mit wem würdet ihr mal gerne auf Tour gehen? Was wäre da so deine Traumvorstellung?

Hannes: Da gibt’s natürlich Einige! Ganz sicher mal mit Mötley Crüe. A wegen der Musik die die machen und B weil ich das mal Live erleben will wie die hinter der Bühne so abgehen und nicht nur aus irgendwelchen Büchern lesen will. Anderer Seits würd ich mal gerne mit Edguy auf Tour gehen, weil ich den Leadsänger der Band, Tobias Sammet, ganz arg mag. Er ist ein cooler Typ. Jetzt haben wir ja die letzten drei Tage mit U.D.O, also mit dem Udo Dirkschneider, getourt. Das war auch ziemlich Cool, weil ich mit ihm auch schon lange gerne touren wollte. Gut, mit den Großen würde man auch gerne touren mit ACDC oder Iron Maiden. Aber das ist schon irreal, das zieh ich gar nicht in Erwägung.

MF: Ob sich das nochmal ergibt kann man auch nicht sagen, ob es die Bands noch so lange gibt.

Hannes: Ja es kann sein das es das letzte Album von ACDC war.

MF: Du hast ja beim Bang Your Head von deinem Motorradführerschein erzählt. Du bist ja noch keine 18, wie stehts da im Moment?

Hannes: Nein, ich werde erst am 5. Mai 18. Daher muss ich leider noch n bissel warten. Dann werde ich das Thema aber sofort angreifen, sofern ich nicht zu sehr mit Gigs belastet bin. Da brauch ich dann auch Zeit für die Fahrschule. Das ist schon ein lange gehegter Traum. Mein Vater fährt auch Motorrad und Zwei aus unserer Band haben auch schon den Motorradführerschein und ich will den unbedingt auch.

MF: Was für ne Maschine willst du dir dann holen?

Hannes: Auf jeden Fall eine Chopper. So richtig Oldschool eben. Vielleicht später auch noch was zum heizen, aber in erster Linie ne coole Harley oder so.

MF: Alles Klar. Dann bedank ich mich mal für das Interview. Danke.

Hannes: Ja, ich Danke.





Leaves Eyes - Interview Mit Liv von Leaves Eyes vom 20.12.2009



Tonmittschnitt des Interviews mit Bilderfolge gibts wie immer auf unserer Seite www.metal-fanatics.de in der Rubrik Medien/Interviews



Phil: Hi Liv

Liv: Hi Phil. Freut mich hier mit dir in der Rockfabrik zu sitzen

Phil: Euer neustes Werk Njord ist ja toll eingeschlagen und in den Albumcharts sogar auf platz 30 gekommen, was denkst du selbst über euer neues werk

Liv: Ich find’s klasse, dass es endlich mal unter Leute kommt, denn wir haben wirklich sehr lange dafür gebraucht. Gut, das lag nicht allein an der Produktion und dem ganzen Liederschreibprozess, das war es eigentlich nicht, da waren wir fit und schnell. Aber wir sind von Fellbach umgezogen und haben unser gemietetes Studio in Fellbach aufgegeben um zu Hause ein studio zu bauen, und bis man eben die Baugenehmigung und alles hat, dauert’s ein bisschen. Aber dann hat letztendlich geklappt und dann haben wir gesagt, erstmal Studio fertig kriegen und die ganze Technik zum laufen kriegen. Die Technik ist immer eine große Sache, wenn irgend eine Kleinigkeit nicht funktioniert dann läuft gar nix mehr. Und eben das alles installieren und das ganze hat eben ein halbes Jahr in Anspruch genommen. Aber die platte ist draußen und ich freue mich das sie gechartet ist, und ja, wir schaffen schon am vierten Album.

Phil: Okay, cool! Wie war die Zeit wären den aufnahmen und die Zusammenarbeit mit dem Linguana Mortis-orchester und Viktor Smolski?

Liv: Das war natürlich eine super Sache. Wir haben den Viktor in Griechenland getroffen als dort Rage und Leaves' Eyes zusammen gespielt haben. Und wir kennen die Rage-Jungs halt sehr gut und haben dann gesagt: „Mensch Viktor, wir bräuchten dich eigentlich, wie viele Männer und Frauen hast du?“ - „Ja 40.“ - „Das würde reichen“ Und dann haben wir unsre Ideen einfach nach Weißrussland zu Viktors Orchester geschickt, und er hat es dann dort aufgenommen und uns die Files geschickt, und wir durften die dann mit in unsere Musik einmischen

Phil: Klasse! Wie würdest du die Veränderungen beschreiben die zwischen Njord und den vorherigen Alben deutlich zu hören sind?

Liv: Naja, Njord hat einen bombastischeren und klareren Sound als unsere früheren Werke. Mit Njord haben wir einfach unseren Stil gefunden. Wir sind nicht nur bessere Musiker sondern auch bessere Techniker geworden und das hört man auf dem Album, denn wir wollen ja immer alles selber machen. Mit Njord ist ein Traum in Erfüllung gegangen, wir haben einen Punkt erreicht den wir seit Jahren erreichen wollten.

Phil: Habt ihr am Songwriting auch irgendwas verändert, im Gegensatz zu früher, oder geht ihr da nach einem bestimmten Schema vor?

Liv: Eigentlich nicht. Wenn irgendjemand in der Band eine Idee hat dann geht er ins Studio und nimmt die Idee für die anderen auf, damit die das dann anhören können wenn sie ins Studio kommen.
Und so funktioniert es ganz gut, und es ist wenig druck dahinter. Und wenn die Idee nicht gut war dann können wir sie einfach wegschmeißen, ohne sagen zu müssen „Weltuntergang, wir haben jetzt ein Lied zu wenig für das Album“. Nein, so ist das nicht.. Wir haben immer genügend Material, und Tosso, Alex und ich sind immer fleißig am Schreiben.

Phil: Das ist dann auch eine Zusammengehörigkeit zwischen der Band, wenn jeder seine Ideen einbringen kann.

Liv: Absolut, aber der Tosso ist der Hauptsongwriter. Also Hut ab! Der Tosso kann in einer Woche einfach mal drei leider aus dem Ärmel zaubern. Der Tosso ist genial!

Phil: Wie bereitet ihr euch auf eure Live-Auftritte vor?

Liv: Was machen wir dann? Hmm... wir machen uns hübsch und dann gehen wir auf die Bühne. Und dann stehen wir immer neben der Bühne im Kreis und sagen „Slayer!“.

Phil: Slayer?

Liv: Ja, das hat sich irgendwie bei uns so... naja... Slayer!

Phil: Beim Metal-Camp und SummerBreeze 2010 seid ihr ja schon im Billing bestätigt. wird es 2010 noch mehr Festivalauftritte von euch geben?

Liv: Ja auf jeden Fall! Aber du weißt ja fast mehr als ich. Ich bin grad von einer Promotour aus New York zurückgekommen und du weißt wirklich mehr als ich.

Phil: Was mögt ihr lieber: Festivalauftritte oder Tourgigs?

Liv: Ja ich mag Festivals sehr gerne, weil man da andre Bands trifft und das find ich klasse. Auf Tour sieht man halt sieben Wochen lang die gleichen Leute. Gut, damit muss man auch klarkommen, man lebt auf engsten Raum zusammen, und jeder weiß dann so ziemlich das meiste über den andren. Und das ist schon eine besondere Sache. Wenn man auf Festivals geht hat man ja meistens ein Hotel und muss nicht immer gleich mit dem Tourbus weiterfahren, und kann dann auch ein bisschen feiern und sich mit Freunden treffen, und das find ich auch schön.

Phil: Es hat also beides seinen eigenen Charme?

Liv: Ja, das hat beides seinen Reiz.

Phil: Bei den Festivals spielt man ja auch vor einem viel größeren Publikum. Was hältst du von der Metalszene hier in Deutschland?

Liv: Also als Norwegerin muss ich sagen, dass ich begeistert bin. Ich bin vor zwölf Jahren hergezogen, und war damals noch in der Band „Theater of Tragedy“.
Wir hatten gleich beim ersten Konzert, damals als Vorband von „Atrocity“, über 800 Leute vor der Bühne. Und das war mein erster Gig. Und dann dacht ich: „Boah, hat’s viele Metalfans hier“.
Und seitdem haben wir ja bei Wacken oder M'era Luna vor Hunderttausend Leuten gespielt, und das war der Hammer! Wacken ist in Norwegen ja auch sehr bekannt, und wer nach Wacken geht ist cool, der macht genau das Richtige.

Phil: Welche Bands haben dich in deinem Leben am meisten inspiriert.

Liv: Also mich ganz klar Black Sabbath. Ich bin aufgewachsen mit Black Sabbath und Ozzy, Iron Maiden und Deep Purple, vor allem durch meinen Vater, meine Eltern haben mir aber auch die klassische Musik mitgegeben, also Edvard Grieg, Wagner und solche Sachen. Und das ist eigentlich das was ich immer machen wollte und auch tue mit „Leaves' Eyes“ und auch mit „Theater of Tragedy“. Eben Metal mit klassischer Musik verbinden.

Phil: Ja, das sind ja auch Zwei Dinge die echt gut zusammenpassen.

Liv: Ja, es passt richtig gut zusammen! Als ich aber damals mit 18 mit Theater angefangen hab sind wir Global von der ganzen Presse so dermaßen kritisiert worden, und wahren dann wenige Jahre später auf einmal in so vielen Zeitschriften Band des Jahres und haben wirklich plötzlich mal die Hunderttausend geknackt (?????????)

Phil: Ich denke, das sind dann halt auch Veränderungen im Metal in die man sich erstmal reinhören muss, bevor es akzeptiert und für gut befunden wird.

Liv: Absolut! Und das find ich eben gut am Metalpublikum, die sind offen. Manchmal am Anfang ein bisschen kritisch, aber wenn du deinen Platz gefunden hast, dann hast du den gewonnen, dann gehört der dir. Und deshalb spiele ich so gerne vor Metalpublikum, und nicht vor so typischem Poppublikum. Da kommt morgen jemand Anders, und dann warst du ebene die Eintagsfliege.

Phil: Und beim Metal hast du einfach treue Fans.

Liv: Absolut, und das spüre ich wirklich. Auch wenn du ein wenig zeit gebraucht hast, für ein neues Album, so wie wir bei Njord, sind die Fans trotzdem da, und da bin ich euch allen wirklich dankbar.

Phil: Vor allem hat die Warterei sich gelohnt, denn das neue Album ist ein riesen Schritt nach vorne. Ich hab den Review dafür gemacht und war richtig begeistert davon.

Liv: Vielen Dank, das freut mich echt!

Phil: Als abschließende Frage: gibt es besonders verrückte Dinge die euch auf Tour passiert sind?

Liv: Also gut, es gibt so lustige Geschichten wie zum Beispiel ein Fan der unbedingt meine Füße ablecken wollte und dann auf die Bühne gekrabbelt ist, und ich dachte: „wie soll ich jetzt singen wenn da jemand... ja... meinen Fuß im Mund hat. Und ich denke über sowas kann man einfach nur lachen.
Aber wir haben auch andere Sachen erlebt. Wir hatten mal einen Autounfall in Amerika auf dem Highway. Da ist der Fahrer eingepennt und ein LKW ist hinten drauf gefahren. Das war natürlich Katastrophal, und da können wir froh sein dass wir noch am Leben sind. Und wenn man Kinder daheim hat bringt es dich doch zum Denken. Und seither will ich wissen mit wem ich arbeite wenn ich auf einem andren Kontinent unterwegs bin. Ich will wissen wer das ist, denn das hab ich schon einmal erlebt, und mit dem Leben spielen sollte man nicht.

Phil: OK, dann bedanke ich mich für das Interview Liv!

Liv: Ich bedanke mich bei dir und ganz herzlichen dank für die netten Worte, und vielen Dank an all die Leute die heute trotz Schneechaos hier in der Rockfabrik waren.
Frohe Weihnachten und einen guten Metal-Rutsch!

Phil: Danke, wünsche ich dir auch!

Liv: Bis bald, Danke dir!










Six Feet Under - Interview mit Terry Butler von Six Feet Under beim Gig am 06.12.2009


MF: Hi here Is Phil from metalfanatics, i sit here with Terry Butler from Six Feet Under, hi Terry!

Terry: Hello

MF: What can you say about the upcoming Album Graveyard Classics 3 and the date of origin?

Terry: I believe it comes out in january , there are ten songs, metallica, anvil, slayer, exciter, twisted sister, the ramones, prong, van halen, mercyful fate, its a good mix of songs and bands that influenced us when we where younger.

MF: How was the time in the studios and the recording of the coversongs?

Terry: The recording went realy good, we did the drumtracks at redneck studios, and the guitartracks at DOI, it turned out great. Its a good production, we try to play the songs as precise as the originals. When some people play covers, they bring their own influence in and a lot of changes. We kept it just like the originals but It’s got our Stamp on it. Chrises Vocals, we turned down lower, you know.

MF: How did you choose the songs for graveyard classics 3?

Terry: We all like the same stuff, but each persons likes slightly different stuff. If I choose all the songs, it would be different as if Steve did. We talked about what songs would be cool, and we narrowed it down to eleven songs, and thats what we put on there

MF: There are many less famous songs of famous bands on it and thats really cool!

Terry: To me, the hits of a band aren't always the best songs they have, and thats kinda how we chose the songs.

MF: Will you perform some of the new songs tonight?

Terry: Not tonight, but we will tour with our new stuff in april.

MF: Some magazines say that your Graveyard Classics-set would be unimaginative, what do you think of people that have such a limited perception?

Terry: Bands have been doing covers since 40-50 years, its not something new, Iron Maiden did some back in the 80’s, and i dont think its a cheap way of putting a record out. Its just our tribute to the bands. The first two records have done well, so we decided to put a third one out.

MF: So on your new Record are Songs, that some people don’t remember, and when you put it on, they just think,”That song I know, but I don’t remember that in the present.”

Terry: Exactly. Some Fans of us are 15 and i don’t expect them to know BTO “Bachman Turner Overdrive” is. We do one of their songs on it, and it is very heavy. So maybe when they hear it, they think,”Oh lets check this band out!” They hear Prong and think,”Oh i remember that song when i was younger.”

MF: That’s a cool Thing i think.
The politicians often blame violent media like movies, games and music to be one of the reasons for killingsprees and Massacres all over the planet.
What do you as a former of brutal Death-Metal Band like Six Feet Under which is called so „brutal“ think about the statement that your music would be one of the reasons for those massacres?

Terry: I don’t believe that at all. To me life in general makes people crazy.Whatever it is, Your Job, stress at work, your wife may has left you, find your wife cheating on somebody, being fired... I think some people are easily influenced and they may be borderline going nuts. And they see something or hear something and just push them to it. But it’s totaly false. The brain is such a complex thing, who knows whats going on inside it? You wake up the next morning and its snapped, thats it.

MF: For the politicians it's the cheapest way to blame.

Terry: Of course.Going way back to the Beatles, all they had hippie long hair, well... no they didn’t...hahaha. The politicians had to blame something for it. The Worldwide now is very explosive. Every Country is pissed off America. There's a lot of Tension. I think that’s just the time we live in.

MF: Yeah that’s right.
What kind of Bands and Music had an Impact to you and your path of live?

Terry: Well, Thin Lizzy is my favorite Band of all time. And the Guitarplayer Brian Robertson is amazing. But early on, it was a lot of Classic Rock what I listen to as I was a little kid, like UFO, Uriah Heap, that kind of stuff. But what really started an influence of me was Venom, Hellhammer, Slayer, Possesed, the early heavy stuff. I still listen to a lot of that stuff.

MF: What do you think about the german Metal Scene?

Terry: Oh it’s great. It is amazing, one of our favorite places to play. Always good shows and loyal Fans. And they love metal and it’s great! I love it.

MF: Do you play some Festival Shows in Europe in 2010?

Terry: We hope so, Yes, and we working for that now.

MF: What was the craziest thing that happend you on Stage?

Terry: Oh let’s see here, one time for the Warpath tour, we had some Smokebombs. We had the whole Stage which looked like military style. A siren going off and Smokebombs and everything. We didn’t realize that the smokebombs were toxic. It was like Teargas. We waiting backstage for the siren and our drummer wait at the drumkit and we were reading the package and it says, don’t enhale, keep out of your eyes and they’re going off... The whole Crowd was like crying, we couldn’t see, it was bad. So for me this is our spinal tap moment on stage.

MF: Ok that’s a very crazy Moment. Cool!
Thank you for the Interview and I wish you a good Gig tonight.

Terry: Yes, thank you. I hope so.

MF: Enjoy it!

Terry: Thanks!



Den Tonmittschnitt mit Slideshow als Video gibts auf unserer Seite www.metal-fanatics.de unter der Rubrik Medien Interviews. Also wenn ihr Lust habt, schaut mal vorbei.


Euer Metal-Fanatics Team





In Flames - Interview mit Daniel Svensson von In Flames




Interview vom 07.12.2009 in Wiesbaden
bei der Taste of Chaos Tour 2009



MF: Hi, here is David from Metal Fanatics with Daniel Svensson from In Flames, Hi Daniel!

Daniel: Hello, hello!

MF: How are you on this tour, what are your feelings on this tour, on the "Tast of Chaos Tour"?

Daniel: It feels good! it's a great tour, especially in Germany. We know we have a lot of loyal fans here, the show is so big and there are good bands on the bill and we have a lot of fun!

MF: We are in the middle of the Taste of Chaos Tour, what do you think about your German support band Heaven Shall Burn?

Daniel: They joined us yesterday, I didn't have time to check them out. I heared they were getting really big in Germany and that they are a good live band so I will try to catch them now!

MF: You performe four gigs here in Germany on this tour, what do you think about the German Metal Scene here?

Daniel: I don't really know, I don't really have time to check out new bands and stuff like that. I mean, I don't really know actually. I know some younger bands. I cant really say something about the scene.

MF: The latest album was “A sense of purpose” in 2008, most fans and critic said that it was more influenced by metal core or modern metal instead melodic death metal. What do you think about this statement? Did you want to change something in your music stile?

Daniel: No, we write music as we always do. Write songs we wanna play ourselves, if people says this or that, we don't really care. This are songs we do enjoy to play and this is how In Flames sounds. We don't get influenced by other bands, we are doing this for so long. We released nine albums. We don't need to be influenced by others, we play our own ways.

MF: As said in the question before, “A sense of purpose” is out since april 2008. And you know fans are always hungry for new stuff. Did you already plan something new?

Daniel: Yeah! We probably will recorde it next year, after the summer. We've been touring now since almost two years. So we need some break, stay a couple of months off. And then hopefully start recording next fall!

MF: One of my favourite songs ever is “Trigger” from the “Reroute to Remain” album; do you have a favourite song or album ?

Daniel: It's not really fair asking that question now, because it's always the latest album. But if you ask me in twenty years, when I quit the band, maybe I have a different answere. Right now it's the "A Sense of Purpose". And the song, I don't know. I mean, it's different from day to day.

MF: Is there a possibility to see In Flames live in Germany on a festival in 2010?

Daniel: As it looks now, no. We take some time off, as we said. We already do two festival seasons with the "Sense of Purpose". I don't know if people want to see another one. But I mean, if we get a good offer, but if it seems like now, no.

MF: 2009 is nearly over, the fans got a lot of great metal albums, which album or albums where your highlights this year?

Daniel: My favourite album this year? The latest "Muse" one, I would say definitly!

MF: Now we are before a concert, what do you before a concert?

Daniel: Play video games, drink a couple of beers and hang out, That's basicly what we do, listen to music.

MF: Thanks for this interview!






Cannibal Corpse - Interview mit Paul Mazurkiewicz von Cannibal Corpse


Max: Hi Paul!

Paul: Hi, How are you doing Max?

Max: I'm very good, how are you?

Paul: I'm doing good man, thank you

Max: OK, let's just start with the first question: Did you expect that your new album could ever enter german album charts?

Paul: Not really, i mean we're just trying to do the best we can do, of course, at any given time.
It was a little crazy for us, the fact that our new CD did great in a lot of markets.
Hitting the charts in a lot of countries, germany of course being one of them, america, a bunch of the other ones. Yeah, it was a great feeling for us of course, to have those first weeks of solid sales, that we didnt really enticipate. We where hoping, but you never know
how that goes. Espacially with the way of recordsales these days, maybe being not the way
it once was. So for us to hit charts, is an amazing feedback i think so

Max: When did you finish the recordings of your ne album?

Paul: Ahh, well let's see, when did we start that? That was... gues we started recording september of 2008, and we recorded about two months or so... yeah it was beginning of september, we where done in like november of 2008. And it came out in february 2009.

Max: How long did it take to write all those songs?

Paul: About six or seven months i guess. I think we really started hitting it hard about february 2008. So then we wrote pretty solid and practiced, rehearsed up until september. About good seven months of writing and rehearsing.

Max: Do you have a certain writingsystem for your songs?

Paul: It has changed over the years of course. If you look at the credits you can see who wrote what song.

Max: Yeah, Alex wrote most songs

Paul: And there you go, thats the way its going nowadays. Every individual writes his own songs. And you can count: OK Alex wrote this song, Pat wrote that song, Rob wrote that song, I wrote that song. So its really more like an individual effort when it comes down to writing most parts of the song, other then getting together and writing it as a band. Nowadays most of our songs are made individually, one or two songs per CD might be collaborative efforts, like „Scalding Hail“ being written by Rob and Alex. That was a song written on the spot at the practicing facility by those guys having a couple of riffs, putting a song together, making it kinda oldschool on the way we used to write. Back in the old days we wrote more like „Hey who's got a riff?“ „Lets put that guys riff together with that guys“. Maybe four people contributed to a song, but rarely thats gonna happen these days with Cannibal Corpse.

Max: Isn't Corpsegrinder involved in songwriting?

Paul: No, he doesnt write any songs or lyrics.

Max: Not even lyrics?

Paul: No, he doesnt write lyrics, he doesnt write music. His job is to be the frontman of Cannibal Corpse, to go out on stage, and do what needs to be done. Myself and Alex write most of the lyrics, and we pretty much have, since George is in the band . He is just not a writer. He does a great job at what he does being the frontman, and thats probably the most important thing.

Max: What where your personal feelings during the production of „Evisceration Plague“ and what do you think of the result of your hard work.

Paul: It turned out great. Arguably our best produced record. Eric did an amazing job like he did with „Kill“ and he worked hard to make the best sounding CD possible, i think it turned out awesome. I am far away from the technical aspects myself, being the drummer.I just do my thing and i leave it up to Eric to make me sound as good as possible. It was a lot of work, but in the end it was worth it, and we released a great sounding disc.

Max: Whats your favourit song of the Album?

Paul: Thats a tough one, theres a lot of good stuff on the CD. I like „To Decompose“, „Priests of Sodom“ is a good song, „Evisceration Plague“ turned out great. I could name all the songs, but they are maybe my favourits.

Max: „Kill“ was a great album, do you think that „Evisceration Plague“ is even better?

Paul: Thats what you hope for, and thats what you try to do. „Kill“ is very great as well, and i think they are both very simular in a sense, songwritingstyle is simular. „Evisceration Plague“ is our tightest CD ever, but „Kill“ has lots of great songs on it as well and we all are very proud of it, and we all really loved how „Kill“ turned out , so „Evisceration Plague“ is just like the next step. We needed to release something like that, after we had a great CD like Kill. But yeah, „Kill“ is a great one as well!.

Max: Did you expect that your new CD could be better?

Paul: We tried to do better. We feel we did, and we thought when we wrote the songs. While writing we where very happy how the songs turned out. We thought people are gonna listen, and say we've done better than with „Kill“ You alway try to do better, and i think we did a little better than on „Kill“.

Max: Are you planning to play on festival in germany in 2010?

Paul: We are doing festivals troughout Europe in 2010. i dont know which festivals at this point, but we will be comming over to Europe and play on festivals during summertime, thats for sure!.

Max: How does the Band prepare for livegigs?

Paul: We are doing this for so long time now, you just have to get your sleep, to eat good. Just the normal things. We've been playing this songs every day for a long time. When i am ready to go, i just warm up, and thats it. Its the same thing with the other guys. Other than that you just need to eat, need to sleep. The basic things in live, that are gonna make you being able to function. Thats really all it is.

Max: What are your future plans?

Paul: Touring, and what the band has always done. We are very consistant in our way of working. We release a CD, we tour for it, we get home, and then we do it again. The touring is just relatively early on for this disc. It only came out in february, its not even out a year, we still got a lot of touring to do throughout the world. So we'll tour till the end of this year, do a bunch of gigs in 2010 and then we will start writing new songs again, get in the studio, and do it all over again

Max: And release an even better CD?

Paul: Hopefully! We'll try!

Max: Would be very cool! What are your favourite bands?

Paul: I love a lot of old hardrock, of course its a hard question. But my all time favourite band will be „Slayer“. They are a phenomenal band. And we were fortunate enough to go on tour with them in the states a couple of months ago. Being able to Play with them, meeting them, and see them play every night was just amazing. But these days i also listen to alot of older bands like „Steppenwolf“.

Max: Whats your impression of the German metalscene?

Paul: It's great, it's like no other scene in the world, where you can have a mix of many different kinds of metal and people are into all of it. You really dont see it that way in a lot of different countries. Germany is metal, thats for sure! We've always known and always seen that. Its great that many kinds of metal can work simultaneously here in germany, where it doesnt seem like it works in a lot of different countries that way. So we are really into the German metal scene, thats sure!

Max: Now we are already at the last question, maybe it's a tough one. All over the world and espacially here in germany more and more massacres take place, and politicians often blame
violent media like movies, games and music to be one of the reasons for these killingsprees.
What do you as a member of a so called „brutal“ band think about the statement that your music would be one of the reasons for those massacres?

Paul: Its definatly a whole different ara then we grew up with all those realistic videogames and guns being more prominent than ever. Its kinda crazy that things can be going on like that. It comes down to upbringing i think. It comes down to familyvalues, it comes down how you are raised as a person i believe. And if you were raised the right way, and you are doing these things, then somethings wrong with you. Then there is something wrong in your head and you have problems. Its tough like you've said. I didnt grew up in this ara with those videogames now and so many kids getting addicted to them. So maybe that could have some impact, i don't know, but you would hope it wouldn't, because they are just videogames. But like i've said, they are different videogames than i grew up with. But i believe if you where brought up properly with values and all that you are gonna be a generally good person, and dont walk into a mall or school and just kill people. It sucks that people always gonna try to blame things other than that. It's stupid, it's been tried before. The whole Judas Priest thing years before. Everyone said „Oh it was Judas Priest!“. Fuck no it's not! And it was prooven it wasn't. It's really ridiculous that it would get to that point, or even considered.

Unfortunately there are some cases like: „Yes they found this guy, he's murdered this person and he was wearing a death-metal-shirt! Or he was listening to this!“

Maybe we have some violence in our lyrics and all that, but if something like that happens, something is probably wrong with that person. And music ins't gonna make you do that. A lot of things have been going on over thousands of years in the world, and there was no music or videogames or movies for them to make them do that. A lot might be just human nature. But like i've said. There has to be something probably messed up in peoples heads!

Max: But music is the easiest one to blame.

Paul: Yeah, unfortunately yes!

Max: Ok. Thanks for the Interview, have a great Gig tonight!

Paul: Cool, thank you very much! Appreciate it.













Dying Fetus - Interview mit Sean von Dying Fetus


MF: Hi here is David from Metal-Fanatics with Sean Beasly from Dying Fetus, Hi Sean!

Sean: how you’re doing?

MF: The first question, the new album “Descend into Depravity” is out since September, when did you finish the recordings?

Sean: Ahmm, when do we finish recording? Trying to think. We were really busy, we were touring a lot. It took us about five weeks to record the album. It was in May, and April. So it was from April into May. So half way through April, halfway through May I guess.

MF: What do you think is the best song of the album or your favourite song?

Sean: Ahhhm, shit I even know, but “Your Treachery Will Die With You”, the first song, probably is my favourite right now. We’re playing that live a lot, since, this is our fourth tour since we’re playing that song live and it’s goes upper well, pretty much the first time. So that’s probably my song.

MF: Do you have a system to write the songs or is everything spontaneously?

Sean: It is pretty much spontaneous. We try to have more balance songs so we don’t want too much grind or to much gaitman riffs or being to technical. It’s only the formula try to not overdue one thing in each song. But everything else is spontaneous.

MF: The new album cover artwork and the video of “Sheperd’s commandment” remind me a little bit to the movie Sin City also the pig mask remind me to the horror movie Saw. How many influences did these movies have to your work and do you like movies like that? Or why did you the video and the artwork in this style?

Sean: Well, I like movies like that. But it’s not coming from horror movies or anything else like that. Orion went out from Relapse, actually he came up with all the artwork and the booklet. When he came up with the cover, and we saw the dark rain and this kind of Sin City style, and his idea was to keep through the whole booklet like that. So we liked that idea. And then we gave him suggestions through out pictures in the booklet and it just worked out. Some he did somebody came our with. He did the whole thing. And the video was totally sacred. It was more about, Kevin Koster did the video and he writes the lyrics of the song. That was his idea. And it wasn’t even tight together with the artwork at all. So it’s kind of a separate thing.

MF: The lyrics in your songs were often influenced by politics. Why do you sing about politic or what would you change in this world to make it better in politics?

Sean: In politics? That’s a good question, that’s a lot! That’s a loaded question! For one you know, politics in the states is the only one I can talk about. So we just need balance between parties. Forces debate and compromise, and right know there is one side that has too much power. And they can do anything they want. That’s what I would change. to have that balance back.

MF: What do you think about Germany and the metal scene here?

Sean: It’s great! It’s what, the fourth show in Germany on this tour. Germany is always great when you do tours in Europe. It’s a lot bigger than it is in the states. So it is always cool!

MF: Do you have some favourite bands?

Sean: Of course! Still love Decapitated, I even heard they coming back next year, it’s always one of my favourites. I like Vader, I like the old style Death Metal.

MF: Polish Death Metal Assault!

Sean: Oh yeah! Of course the old bands. I Love Maiden, Slayer and all that shit, like all we do. And a lot of old school stuff.

MF: What do you before a concert, chilling, special prearrangements or drinking something?

Sean: It’s different every day. I have no routine or formula. So every day is different. I can be sleeping or playing video games or having a couple of beers.

MF: What’s your favourite drink?

Sean: Favourite drink? Be there a Corona or a Becks! As long as it’s cold, yes!

MF: What do you plan for the future? A tour in Europe again or tour in America?

Sean: We have a week off when this tour is over, and we tour with The Faceless and Beneath the Massacre in the states for November, December and then we come back to Europe in March to do a headlining tour, next year March and the April a headlining tour in the states. And then we’re coming back to do the festivals this summer.

MF: So thank you for this interview and the possibility to make it! That was David and…

Sean: Sean!






Metalforce - Interview beim Meet and Greet am 03.10.2009


Max: Hi Tarek

Tarek: hi, grüß dich!

Max: Wann wart ihr mit den Aufnahmen vom neuen Album fertig?

Tarek: Also wir haben vor 1 ½ Jahren schon angefangen ein eigenes Studio aufzubauen, Jan und ich. Und haben dann schön langsam angefangen songs zu schreiben, Jams aufzunehmen, und eigentlich hat sich dass ganze über 1 ½ jahre hingezogen dass ganze, und sind im Mai/Juni des Jahres 2009 fertig geworden.

Max: Und welcher Song vom neuen Album gefällt dir persönlich am besten?

Tarek: Lieblingsfrage, kann ich dir echt nicht sagen. Ganz unterschiedlich, du hast jeden Tag andere Gefühle, und mal bock auf nen schnellen Song, mal lust auf nen mitjamsong.
Es klingt immer so klischeehaft wenn ein Sänger sagt: „alle Songs sind meine Kinder“ aber stimmt in dem fall wirklich so, da kann ich echt keinen rauspicken.
Es variiert auch teilweise, auch wenn du auf der Bühne stehtst und die Songs live runterspielst hat jeder Song nen gewissen Reiz vorm Publikum zu spielen und die Reaktion vom Publikum zu spüren.Ich kann dir echt keinen Lieblingssong sagen, selbst wenn ichs wollte, geht nicht.

Max: Wie lang habt ihr fürs Songwriting gebraucht, und wie lang fürs einspielen im Studio?

Tarek: Gute Frage, weils in Kombination war da wir das eigene Studio haben geht das Hand in hand
Also wenn ich morgens um 4 ne Idee hab lauf ich 400meter die Stra0e runter ins Studio und nehm den song gleich auf, nehm die Ideen auf.
Songwriting und die Aufnahmen sind eigentlich relativ Hand in Hand gegangen bei dem ganzen.
Ich hab teilweise auch ihn (zeigt auf Jan) mitten in der Nacht angerufen: „du musst sofort kommen und Schlagzeugtrack einspielen“ Hat er dann auch gemacht. Läuft halt!

Max: Dann ist meine nächste Frage praktisch hinfällig, weil ich fragen wollte ob ihr ein bestimmten System habt wenn ihr eure Songs schreibt. wies einfällt halt?

Tarek: Ja, wies einfällt, das kann mitten in der Nacht passiern, das kann morgens auffem Klo passiern, des kann Nachmittags mit der Akustikgitarre passieren. Sobalds n System wird, isses kein Metal mehr. Is echt so, wenn du dich hinsetzt und sagst: „ich mach heut um 4 nachmittags n song“ des kann n Popmusiker machen oder so. Aber Heavy Metal is gefühlssache, is ne Lebenseinstellung, und des kannst du nicht bestimmen nach dem Motto: „ich fang um 4 uhr nachmittags an und hör um 5 uhr auf.“ des geht nicht!

Max: Wie macht ihr das jetzt, werdet ihr euch jetzt erstmal n bisschen auf die faule Haut legen, weil das Album fertig ist, oder habt ihr schon wieder irgendwelche Arbeit anstehen die ihr jetzt erledigen werdet?

Tarek: Faule haut kennen wir nicht. Wir hatten jetzt die große Releaseparty am 12.9.2009 In Lauda mit freiem eintritt für die Fans, war sehr geil gewesen. Und wir planen jetzt schon wieder neue Songs, wir ham schon teilweise 30-40 Songs auf halde quasi die wir jetzt anfangen auszuarbeiten fürs nächste Album. Und wir werden jetzt versuchen auch wieder viel live zu spielen, wir werden jetzt demnächst auch wieder viel bekanntgeben mit livegigs. Also faule Haut, geht nicht, könnt ich garnicht


Ich kann leute nicht verstehen die nach Mallorca fliegen und sich 3 Wochen dort an den Strand legen und nichts machen. Geht nicht. Das wär der Tod für mich. 3 Tage vielleicht mal am Strand, aber dann wars das.

Max: Habt ihr also schon wieder touren geplant mit dem neuen album? Vielleicht auch irgendwann headliner tours?

Tarek: Wir sind grad in der Planung, und einfach in den nächsten Wochen auf die Page gucken, da wird großes bekanntgegeben. Mehr kann ich jetzt noch nicht sagen.

Max: Und wie wars für euch jetzt besonders beim Magic Circle Festival? Werdet ihr Zukünftig öfters Auf Festivals unterwegs sein?

Tarek: Magic Circle is immer ganz speziell weils wie ne Familie is das ganze. Wir sind ja auf dem Label Magic Circle Music und des is nicht irgendwie wie ne normale Firma wo du deine Alben ablieferst, es is wie ne Familie, jeder hilft sich gegenseitig, du wirst unterstützt bei allem was du machst, supported und alles
Und bei dem Festival isses eigentlich das gleiche, du kommst dort hin und bist gleich unter deinesgleichen, unter der Familie. Das macht dir dann gleich Dreimal so viel Spass dann auch zu spielen wenn du die Fans dann vor der Bühne siehst die einfach so dedicated sind und die haben dann auch immer diesen Blick in ihren Augen, ich sag immer die haben den Metalblick. Is echt so.

Max: Wart ihr jetzt schon in irgenwelche Verhandlungen verwickelt von andren Festivals? Deutschland-, Europa-, oder gar Weltweit?

Tarek: Wir planen für nächstes Jahr wieder einiges zu machen, wie haben noch nichts konkretes zur Zeit, aber wir planen schon wieder auf größeren Festivals zu spielen, gibt ja mittlerweile einiges, aber wir haben leider noch nichts konkretes bis jetzt, aber wir sind an mehreren dran.

Max: Wie siehts mit dem Keep it True Festival aus?

Tarek: Mit dort Spielen meinst du? Das problem is halt, als veranstalter wenn du dass organisieren musst und 4 tage im dauerstress bist, wir ham ja 3 mal dort gespielt, dann macht das auch irgendwann kein spass mehr. Wenn du seit 3 Tagen wach gewesen bist und dann noch auf die Bühne musst, dann kannst du den Leuten einfach nicht mehr 100% geben, und deswegen haben wir nach 3 mal damals dann gesagt dass wir nichtmehr dort auftreten weils den Fans gegenüber unfair ist.


Max: Und beim 2010er Billing seid ihr ja auch nichtmehr dabei oder?

Tarek: Ne da sind wir nicht dabei. Ne des wär einfach zu stressig einfach. Ich bin ja Organisator und des ist soviel Arbeit. Die zwar auch spass macht, aber das wär zu schwierig.

... Ich muss ganz kurz mal nen Schluck Bier trinken...Prost übrigens... is das Plastik???

Max: Ja Leider….






Max: Letztes Jahr beim MCF habt ihr ja angekündigt das ihr euch umbenannt habt vom Majesty zu Metalforce

Tarek: Ja ansich nicht umbennant, ist eher ne neue Band.

Max: Ja, aber meint ihr das die Fans das mittlerweile aufgenommen haben? Das war ja alles ein bisschen perplex weils überall mehr oder weniger als Umbenennung verbreitet war.

Tarek: Die entscheidung ging so schnell damals, aber ich mekrte es kann mit Majesty nichtmehr so weitergehen und ich hatte da die eingebung , das klingt echt wieder n bisschen blöd aber es is echt so, und ich hab damals das Logo „Metalforce“ nachts im Traum gesehn. Das is echt nicht blöd dahergeschwätzt, es ist wirklich so. ich hab gewusst es muss eine neue Band gegründet werden, Metalforce, um die Welt mit Heavy Metal zu beherrrschen. Is echt so, dazu steh ich auch. Andre hätten sich das so überlegt, buisnessmäßig... ich hab gesagt wir machen das und geben das am MCF bekannt, dann wissens gleich alle, die Fans hams auch gut aufgenommen, aber ein paar waren auch ein bisschen perplex, da haste recht, aber ich denke im endeffekt wissens allmälich warscheinlich wieder alle. Grade durch ne neue CD und die Gratisshow die wir gemacht haben, es hat sich allmählich das ganze rumgesprochen.
Aber ich bin ein Mensch der Schnell entscheidet, und es wäre falsch wenn du etwas fühlst und wirklich willst und dann nicht tust. Und das war auch der Ausschlaggeber für mich, ich muss meinem Herzen folgen, es muss die Band Metalforce gegründet werden, und wir haben jetzt endlich ein Lineup das wirklich ne Familie ist.Es ist keine Band, es ist ne Familie für uns einfach, und wir lieben alle das was wir tun, und ich freu mich schon dermaßen mit den Jungs hier On the road zu gehen hier, weil das einfach ein gigantisches Gefühl sein wird.

Max: Also wenn du sagst das Metalforce ne ganz andre Band ist, dann liegt also Majesty auf Eis, oder wie ist das zu sehen.

Tarek: Kann ich im Moment noch nicht sagen, weil meine ganze Energie zu 100% auf Metalforce geht.

Max: Du weisst also nicht, ob du in ein paar Jahren dann wieder Bock auf Majesty kriegst?

Tarek: Kann ich dir ehrlich noch nicht sagen. Es wäre auch Blödsinn momentan, denn wir führen ja auch die Tradition von Majesty fort.

Max: Klar das hört man ja auch am musikalischen.

Tarek: Ich schreib jetzt keinen HipHop oder so, wir führen die Tradition fort, und wollen das ganze einfach noch ne stufe größer, besser und wilder machen. Also es ist quasi keine andre Band stylistisch, sondern einfach eine Fortführung von dem, was mit Majesty angefangen hat. Auf einem noch höheren Level. Wir spielen auch die alten Klassiker und spielen dazu die neuen Songs. Aus welchem Grund sollte man noch irgendwas anderes machen als Metalforce? Die Leute nehmen es gut auf, wir lieben dass, was wir tun, wir haben ein geiles Lineup und ne gute Cd, denk ich mal, am Start. Es wird zeit abzutreten.

Max: War das für dich eine große umgewöhnung unter dem Namen MetalForce Majesty-Klassiker zu spielen, oder hattest du MetalForce von Anfang an verinnerlicht?

Tarek: Das ging eigentlich relativ schnell wie gesagt. Ich hatte diesen starken Traum, und dann hat sich das in mein Gehirn eingebrannt und ich hab tagelang nurnoch MetalForce vor mir gesehn. Und ich hab dann gesagt wir brauchen schnell das Logo und so weiter, und es war nix anderes mehr als MetalForce in meinem Kopf, deshalb konnte ich über das Ganze garnicht nachdenken eigentlich, weil wenn ich was mach, dann mach ichs volle Kanne richtig. Und diese Band ist jetzt für die ewigkeit bestimmt. Das hab ich im Gefühl irgendwie, es wir auch keinen andern namen mehr geben, keine andre Band mehr geben, das ist MetalForce und wir machen jetzt so weiter bis wir sterben!

Max: Ok, zu guter letzt: Was hörst du privat für musik, und was hat deine Musik die du heute machst am meisten beeinflusst?

Tarek: Eigentlich wie du dir denken kannst traditioneller Heavy Metal, sowas wie Manowar, Iron Maiden die alten sachen. Viele sachen die auch zum Beispiel beim Keep it True jetzt gespielt haben. Aber auch n bisschen klassische Musik nebenbei, wie viele Metalmusiker auch sagen, dass ist ne geile Kombination auch, wenn man Klassik und Metal verinnerlicht hat, dann weiss man wie man geile Songs zu schreiben hat. Is bei mir zumindest so!

Max: Ok, danke, dann wars das eigentlich!

Tarek: Ja gerne, wunderbar.




Unter www.metal-fanatics.de kann auch das Video vom Tonmitschnitt mit Bilderlauf von Fotos vom Interview angeschaut werden!

Von Metal-Fanatics






TANKARD - Interview vom Tankard Konzert am 11.10.2009


Phil: Hi hier is der Phil von Metal-Fanatics und ich sitz jetzt hier mit dem Gerre von Tankard und wir machen jetzt ein spontanes Interview.
Hi Gerre

Gerre: Hi

Soviel Spontanität bin ich nicht gewohnt…

Phil: Ja wir haben jetzt nichts vorbereitet

Gerre: Aber ich versuch mich zu Konzentrieren. Ich bin’s ja normalerweise Gewohnt von hübschen Damen interviewt zu werden und jetzt kommt son hübscher junger Knabe daher, da bin ich schon ganz verwirrt muss ich sagen.

Phil: Euer neues Album hat ja richtig gut eingeschlagen…

Gerre: Wieso is es bei dir durch die Scheibe geflogen?

Phil: Ja auf jeden Fall;)

Gerre: Weil unsere Plattenfirma sagt da was anderes. Wieso hast du dir eins gekauft?

Phil: Klar hab ich mir eines gekauft.

Gerre: Sensationell, das stand nicht auf der Abrechnung drauf, da stand irgendwas von Minus 500… aber Hauptsache dir gefällt’s.

Phil: Also mir gefällt’s auf jeden Fall richtig gut.

Wie war denn für euch persönlich die Entstehungszeit des neuen Albums?

Gerre: Es war ne Katastrophe, mehr kann ich dazu nicht sagen…Nein, also wie immer in den letzten Jahren bei Tankard, wenn’s ins Studio geht. Der Studio Termin steht ja immer schon ziemlich früh fest und wir sind dann sehr faul immer und gammeln rum. Bei dieser Platte war es Extrem und beim Andy kamen dann noch n paar private Probleme mit seinen Zwillingen dazu, die waren sehr krank und dann nebenbei noch ne Platte machen. Aber nach wie vor sind wir ne Band, die braucht son Druck zum Schluss, dann kommt was kreatives bei raus. Aber son Druck wie bei dieser Platte brauch ich glaub ich nich noch mal. Ich denke wir ham das ganz gut hingekriegt und mein Favorit auf der Platte is natürlich Sexy Feet under. Obwohl es um den Fetisch unseres Bassisten geht, aber ich muss mich dazu immer outen irgendwie. Also dass es mein Fetisch wär aber eigentlich is das n Song für den Frank.

Phil: Wie war es vom Ablauf im Studio, habt ihr einen bestimmten Stil oder seid ihr da eher spontan.

Gerre: Nee, also es geht immer ganz normal mit dem Schlagzeug los und dann je nach dem kommt der Bass gleich danach oder ganz am Schluss und der Gitarrist und ich wechseln uns dann immer ab. Wir sind noch nicht wieder dazu übergegangen etwas live einzuspielen. Ich wechsel mich meistens dann mit dem Andi ab, weil irgendwie 10 Stunden am Tag rumbrüllen is auch nicht so sinnvoll. Und der kann auch nicht länger als ne halbe Stunde Soli spielen, dann tut ihm wieder irgendwas weh. Wir sind halt schon ne alte Band geworden.
Phil: Aber deswegen nicht schlechter als früher.

Gerre: Nein, auf keinen Fall. Wir haben ja auch genug Studiomusiker am Start. ;-) Nein Spaß bei Seite, nicht wieder irgendwelche Gerüchte streuen.

Aber Eichbaum Export, das gibt n Schädel morgen…Danke Hasche.

Phil: Na dann, in diesem Sinne Mal Prost.

Habt ihr schon irgendwelche Festival Gigs für nächstes Jahr geplant?

Gerre: Ja, eher so n bisschen im Ausland n paar Sachen aufgerissen. Grasspop Festival steht relativ sicher fest, dann gibt’s noch n gutes Festival in Frankreich in der Nähe von Nantes. Und dann schaun wir mal weiter. Wir sind ja alle noch nach wie vor berufstätig und können halt nicht alles spielen, was wir angeboten bekommen. Aber ich bin eigentlich eher so der Festival-Fan. Also ich könnte eigentlich den ganzen Sommer auf Festivals spielen. Hallen Shows sind auch Ok aber Festivals haben halt irgendwie was. Da kannste schon mittags um 3 auf die Bühne und dich danach ordentlich zulöten, das is voll geil.

Phil: Man merkt bei dir auch dass du eher so der Festival Mensch bist. Du gehst ja auch auf Festivals wo ihr nicht spielt, zum Beispiel dieses Jahr auf m Bang your Head ham wir dich auch gesehn.

Gerre: Ja auf m Bang your Head bin ich eigentlich immer, wenn ich nich mit der Band unterwegs bin, weil das is schon mein Lieblings Festival. Da is alles so relaxt, nur eine Bühne, immer Lustig.

Phil: Da habt ihr ja auch schon öfters gespielt.

Gerre: Ja 2002, 2005 und 2008… Also meine grauen Zellen funktionieren noch halbwegs;)

Phil: Und wie war das mit dieser Tour jetzt, das Konzert heute sollte ja schon eigentlich im Frühjahr stattfinden und hat sich dann verschoben.

Gerre: Ja da haben wir alle nicht ganz aufgepasst, weil zeitgleich Judas Priest mit Megadeth und Testament hier in Stuttgart gespielt haben. Ich glaub das wär dann nicht ganz sinnvoll gewesen und dann ist halt auch schwierig n Termin zu finden und da hat das auf der Rückreise von Italien heute ganz gut gepasst.

Phil: Also ihr seid jetzt schon die ganze Zeit auf Tour, auch im Ausland?

Gerre: Ja also wir spielen halt immer so Wochenendsachen, da wir ja alle berufstätig sind. Ich muss ja morgen auch wieder arbeiten. Nichts desto Trotz trink ich heut Abend noch ein paar Bier mit euch. Wir spielen immer so 3 Shows, jetzt mal fünf am Stück in Griechenland, solche Sachen machen wir halt. Wir sind ja auch schon alle so um die 40 rum. Da noch mal 3 Monate auf Tour gehen, das ist schon hart. Das kannst du als 20 oder 30 jähriger machen. Aber ich finde auch immer, wenn ich privat irgendwo auf nem Konzert bin merkt man manchmal dass das jetzt schon der 48ste Gig ist den die Band da spielt. Da ist dann immer viel Routine mit dabei. Ich mag es lieber spontan und chaotisch eigentlich.

Phil: Was nehmt ihr persönlich von live Gigs mit, außer einem Kater?
Gerre: Das is schon irgendwie son Familienausflug. Man Trifft sich immer nach n paar Wochen und der Wahnsinn geht wieder von Vorne los. Man hat ne Supergute Zeit und am Montag wenn man wieder zur Arbeit geht hat einen der Alltag wieder. Und dann bleiben die Erinnerungen.
Der dicke Kater sei jetzt mal dahin gestellt, weil wir trinken jetzt ja nur noch Tomaten und Gemüsesaft, wenn wir auf Tour sind. Du musst mal auf unser Catering Liste kucken, da steht schon lang kein Bier mehr drauf. Aber wir kriegen immer wieder welches hin gestellt und dann trinken wir auch mal das Ein oder Andere.

Phil: Also ist das mittlerweile reines Klischee?

Gerre: Das ist reines Rumreiten auf Klischees und… Klischee über alles! So heißt dann die nächste Platte… Metal Klischees;)

Phil: Was arbeitest du privat denn?

Gerre: Was ich ganz privat arbeite, das ist nicht druckreif. Wo ich inseriere müsst ihr schon selber raus finden. Aber ansonsten bin ich in meinem ganz normalen Leben Sozialarbeiter.

Phil: Und was gefällt dir am Musikerleben am besten?

Gerre: Das ich die ganze Zeit so geile Interviews machen darf;)
Is einfach das geile an dieser Geschichte, das fast an jedem Ort auf der Welt es mittlerweile Metal Maniacs gibt. Das ist ja jetzt wirklich was Weltumspannendes. Das hört sich jetzt hochtrabend an, aber is halt geil. Du fährst irgendwo hin und überall der gleiche Metal Wahnsinn. Macht einfach Spaß. Wir machen natürlich auch gerne Sachen, wo wir bis jetzt noch nicht waren. Zum Beispiel im November spielen wir das erste Mal in Polen. Ich weiß auch nicht warum das bis jetzt noch nicht geklappt hat. Da freu ich mich persönlich schon total drauf. Da war ich auch privat noch nie. Oder als wir das erste Mal in Süd Amerika waren, das war auch der Hammer.

Phil: Trifft man auf Tour dann auch ab und zu mal alte Bekannte an die man sich noch erinnert, oder sieht man immer wieder neue Leute auf den Konzerten?

Gerre: Bei Tankard is das eigentlich ganz witzig. Das ist eigentlich immer ein ziemlich gemischtes Publikum. Zum Teil noch sehr junges Publikum und zum Teil auch Oldschool-Leute die dich schon seit denn 80ern begleiten und genau so alt sind wie du selbst. Und da trifft man ab und zu schon mal wieder das ein oder ander altbekannte Feiergesicht.

Phil: Was für Bands hörst du privat und welche Musiker haben dich in deinem Leben am Meisten beeinflusst?

Gerre: Ja also sagen wir mal so, der Frank und ich sind so mit der NWOBHM groß geworden. Anfang der 80er waren halt so Bands wie Motörhead da, wir haben mit ACDC Ende der 70er angefangen. Dann kamen dann so Bands wie Motörhead und Judas Priest, Tank, Jaguar und wie die Sachen alle hießen. Und dann kam irgendwann die erste Exciter und die erste Metallica. Wenn ich nach meiner Lieblingsplatte gefragt werde, is es immer Exciter – Heavy Metal Maniac. Weil das war die erste Platte die mich so richtig weggefegt hat. Also ich arbeite ja ab und zu noch als DJ und da läuft immer mindestens ein Song von dieser Platte, 100 Prozent garantiert.

Phil: Hat euch das auch als Band beeinflusst in eurer Schaffensart?

Gerre: Ja früher hat der Axel bei uns in der Band gespielt, der hat viel Punkrock gehört. Also es sind schon verschiedene Einflüsse. Der Andy unser jetziger Gitarrist, der auch schon 11 Jahre bei uns spielt kommt eher so aus der traditionellen Metal Schiene. Das ist immer n ganz guter Mix eigentlich. Ich hör privat halt auch bevorzugt eher so Thrash-, Speed- aber auch normalen Metal. Nur mit Black- und Deathmetal hab ich jetz nicht so viel zu tun. Das ist nicht so mein Ding, wobei ich das jetzt nicht schlecht reden will. Hat jeder ja seinen eigenen Geschmack. Aber Overkill ist jetz schon Einer meiner Lieblingsbands um mal ein Beispiel zu nennen.

Phil: Also kann auch jeder bei euch aus seiner speziellen Richtung etwas in die Band mit einbringen?

Gerre: Bei uns kann jeder einbringen was er auch will, das wird dann immer ausgearbeitet und gekuckt wies passt. Also wir setzen uns nicht vor ner Platte hin und planen wie es klingen soll.

Phil: Also wird das dann ganz spontan entschieden?

Gerre: Es werden auch Teile rausgeschmissen wenn uns was nicht gefällt. Wenn die Mehreheit sagt, hier der Teil oder der Song ist Scheiße, dann ist es halt so. Aber an sich die Grundideen sind immer da aber es ist halt immer ein Prozess bis das dann richtig ausgearbeitet ist.

Phil: Ok. Dann bedanke ich mich bei dir für das Interview. Dankeschön.





Auf www.metal-fanatics.de kann auch das Video vom Tonmitschnitt mit Bildlauf von Fotos des Interviews angeschaut werden!

Von Metal-Fanatics






HolyHell - Vom Meet and Greet am 3.10.2009


David: So here is david from metal-fanatics Fanzine with maria breon and francisco palomo from HolyHell.

And here is the first question from us:

What where your personal feeling during the productiopn of the new album, and what do you think of the results of your hard work?

Maria:Well during the production it was a lot of hard work, and a lot of dedication, and of course surviving the studio. With Joey DeMaio is amazing to accomplish this. It was a great experience and we are really really happy with the result of the record, its a very rewarding thing. Thats about it.

David:When did you finish the record of the new Album

Francisco:Well you know, it has been a very different process with this Album, we did first the EP, which was 2007, we were working and record some songs, and in after we did another set of songs. The reason it was done in this way, is because we went on the road a couple of times with manowar as an supporting act. In a way that kinda slowed down the process a little bit. And the other reason is because we wanted to work more in our Songs and create a strong writing unit.
So it was for us most logical to first release the EP and keep working on our core writing unit and i think that was worth it for the final result. So it has been a long process over the year, of coures its not gonna take that long for any other album, because now we have this process down, and know how to approach any other album. It took a little longer and it was a process in the stages and over the years but i think it was worth it, an we are very happy that the fans did await it too.

David:Do you have a favourite song of the Album?

Francisco:Its kinda difficult to say, its like someone asks you which one of your sons is your favourite, i mean you like em all, an we like all our songs in different ways. Maybe the lyrics work more for us, or the musical part works more for us. I think the whole album is a strong unit, you can see all songs as indipendent parts, where in the same time they are all parts of the same unit. There are Songs that defined the Sound of the Band, i dont want to say they are our favourites, but they are very specific in what holyhell is. like you have apocalypse in one side or you have the fall, which is the ballad in the other side, they are polarities. You have songs like angel of darkness which isnt common in the front female singer scene.

Maria:That actually is my favourite. I really like that, we did perform that at Lorely. I really liked that song live, but of course we like them all.

David:How long did it take to write all the songs, and how long did it take to record them?

Maria:We went trough a different process with holy hell, we went out live in 2005 without a record
We had only rehearsed with each other for a few short weeks, went out, and proofed ourselves to each other and the fans out there that we were serious about holyhell, from there we went back out in 2007 with an EP, so the really corewriting didnt start until after that tour, because we had songs, on the EP.one was written by joey. Actually 2007 is when we started writing our own music and not reaching out from outside sources. Once we started and got the corewriting unit together, things began to work very fast and smooth, an i think it wont be a problem in the future to keep that flow going.
David: Do you have a certain system for writing a song?

Francisco: The writing process isnt very well defined and i dont think theres a way to define it.
Sometimes its just something you hear, sometimes you just pick the guitar and play a riff and the riff will dictate the whole song. Sometime you create a vocalline and thats it. In holyhell theres many ways to approach the writing, but theres always a constant.
We dont do music with vocals, we dont do vocals with music, we do songs.

Maria: Maybe francis has an idea and brings it to life, same thing with Joe Stump. In the beginning they worked a lot together in the studio cultivating the songs. And alot of times, by the time it got to me they had had a heart and a soul started there, and i could listen to the music and hear where i wanted to go lyricly or what i heard the melody doing.
All the way to the opposit of francis maybe having a piece that was really open and then we had some lyric ideas and then he finished writing the music around it. So i think it kinda depends on the life of the songs.

it always starts as an seed of an idea, and kinda bringing it to life.



David: What are your impressions of the german fans and the german metalscene?

Maria: The german metalscene has been very good to us, as well as the german fans. We where very well received since the beginning, so in a lot of ways i look at this like our first homecountry.
Even though we played in the US first the taste in music and metal is not the same in the US.
The response was very good of course, but its not the same sort of passion and energy that comes from here in germany.


David: Will you play a european Headlinertour in the future?

Francisco: The next step is to do another tour with manowar, and its gonna be the last tour for holyhell with manowar. We all agree that we are on a point that we can start to do our own thing. Where going to do this first, then theres the possibility to do other tours with other bands as an supporting act, or maybe doing a clubtour at places that are less big.
So where open to that idea to go to smaller gigs and do our thing.
But the idea is to do this last tour with Manowar and then head out by ourselfs in any kind of configuratiuon we can work.

Maria: Whatever makes sense to the band and the fans, thats what matters.

David: How do you prepare for a livegig?

Maria: Before we go out on a tour we rehearse for a few weeks and then before the shows francis goes always warming up with his keyboards and with his shredboards he's shredding all the time anyways so he doesnt need to warm up because he's constantly playing.
And then of course Francisco and I have Vocal eases that we go through, exercises to warm up before the show. If I don’t do that, its not good.
Its very important to warm up the voice, we always do that.



David: Would you perform on Magic Circle Festival 2010, and do you know where it takes plake?

Maria: Not yet. It hasnt been announced, but it will definatly take place, and we would be honored to play at the festival again. Its been a really great result, and we where thrilled with loreley, unfortunatly we werent able to attend our appointed signing session, so we did a in prompt to signing session after the show, and we where thrilled when like 1200 people showed up for it. So we where really grateful for that, and i think that shows that germany has been very good to us.

David: What are your future plans?

Francisco: We have this last tour with Manowar, and then we have those two different ideas in front of us, which is to go on the road maybe with another band as an supporting act, or do this clubtour. And of course we want to keep this more networking and promotional activities, going to other countries especially of course germany, because its like our homecountry pretty much, and keep doing all these activities like meet & greet. Doing acousticsets maybe around different countries and trying to reach more and more people.
So thats what we are gonna be doing from now on until we decide to go for the second album which is not gonna be anytime.

Maria: But the good thing is, that we have the writingprocess continuelly going, so you'll never have to wait this long for a record again.


David: OK, thank you for this interview!


Bei www.metal-fanatics, kann zu diesem Interview auch ein Video vom Tonmitschnitt mit Bildlauf von Fotos vom Interview angeschaut werden!

von Metal-Fanatics









Stumpen - Interview mit Stumpen vom Metal-Fanatics Team


Über seine neue Show "Stumpen liest immer alles und singt vielleicht"

Es lief nicht ganz wie geplant, bei unserem ersten Interview, aber dennoch sehr unterhaltsam und informativ. Also lest es euch durch, es lohnt sich und weckt bestimmt auch bei euch die Lust, sich eine der zahlreichen Shows des Berliner Entertainers anzuschauen.

Da wir unsere Fragen für den Ex-Knorkator Sänger Stumpen per Mail ans Management geschickt hatten und dadurch in der 3. Person Formuliert haben, konnten wir uns auf einiges gefasst machen.

Als Interviewpartner stand uns dann bei diesem skurrilen Interview die Managerin Janet Gogow Rede und Antwort.

Und hier hätten wir das Ergebnis des netten und informativen Austausches.



MF: „Wie ist Stumpen darauf gekommen Vorlesungen zu machen, da es so etwas in dieser Form ja noch nicht gibt?“

Janet: „Sein wir doch mal ehrlich: allein der Fakt, dass die wundervolle Band Knorkator nicht mehr existiert ist doch schon schlimm genug. Dass aber mein Lieblingsentertainer auf keiner Bühne mehr stehen will oder wird, das konnte ich nicht zulassen. Also habe ich ihn mir gegriffen und gezwungen, sich etwas auszudenken, womit er wieder auf die Bühne kann. Nach ein paar Tagen kam er dann mit dieser Idee "Stumpen liest immer alles und singt vielleicht".“


MF: „Was kann man alles erwarten, wenn man eine der 19 Städte besucht, um eine der “Stumpen liest immer alles und singt vielleicht" Shows zu sehen?“


Janet: „Stumpen wird dort als Entertainer aller 2 Monate gastieren und das Publikum mit seiner köstlichen Art unterhalten. Aber um dein Frage zu beantworten: Stumpen liest immer alles und singt auch vielleicht.“

MF: „Also will man mal nicht zuviel Verraten. Da kann man die Shows nur mit Spannung erwarten und sich überraschen lassen.“

„Wird er die Vorlesungen auch so leicht bekleidet absolvieren, wie sonst die Knorkator Gigs und wird er auch mit Büchern aufs Publikum werfen ;-)?“

Janet:„Es ist schon komisch, dass man, wenn man an Stumpen denkt, immer auch leicht bekleidet assoziiert. Also nein, er hat Sachen an, wie jeder Andere auch. Vielleicht etwas ausgefallener, aber komplett bekleidet. Erwähnenswert ist, dass er bisher bei jeder Veranstaltung seine Garderobe gegen die eines anwesenden Gastes tauschen konnte.“


MF: „Von welchen Autoren liest Stumpen denn am liebsten etwas vor?“

Janet: „Stumpen ist absolut nicht festgelegt. Natürlich hat er einen Koffer voller lustiger und kurzweiliger Sachen dabei, aber er wünscht sich, dass die Gäste in ihren Schränken, Kisten und Koffern nach lesbaren Sachen suchen. Gerade das macht jede Veranstaltung zu einer anderen.“


MF: „Was plant er für die Zukunft noch so?“

Janet: „Ich weiß, dass er seit einem halben Jahr plant, sein Schlafzimmer zu streichen, das Weihnachtsfest mit seiner Ollen an der Ostsee zu verbringen und mit Alf endlich eine Martintorte zu backen. Das aber wird kaum jemanden interessieren. Also versuche ich, die Frage künstlerisch zu verstehen: Stumpen will innerhalb seiner Tour, die bis Ende März laufen wird, einiges an Material sammeln und einen USB Stick der besonderen Art herstellen. Darauf soll man dann gelesene Texte, gezeigte Filme und gesungene Lieder - alles kunterbunt zusammengestellt - finden, was man sich dann später zu Hause oder an einem ambulanten Computer anhören, ansehen und sich in Erinnerung an diese schöne Tour amüsieren kann.“


MF: „Was vermisst er an der Zeit mit Knorkator am meisten?“

Janet: „Das kann ich nicht beantworten, weil ich ja nicht Stumpen bin. Aber ich glaube, dass ihm die vielen Menschen und Freunde dieser einzigartigen Musik fehlen, das Lampenfieber und das Reisen.“


MF: „Hat er mit den anderen Ex-Bandmitgliedern von Knorkator noch Kontakt und wenn ja, arbeiten sie gerade auch an neuen Projekten?“

Janet: „Natürlich haben die Musiker Kontakt untereinander. Allein schon deshalb, weil man sich Sachen hin und herschickt, die man jetzt so macht, um den anderen neidisch zu machen. Es ist wie eine Art Wettkampf. Schon ihr Verhalten auf den eigenen Webseiten (www.stumpen.de und www.alf-ator.de) zeigt auf, dass sie sich nicht lumpen lassen, ihre Anhänger mit ihrer feingeistigen und zuweilen sehr klugen Kultur zu unterhalten. Da Stumpen weiß, dass Buzz Dee nicht so modern lebt (Buzz Dee hat zum Beispiel keinen Computer und kann somit gar nicht mithalten mit der digitalen Kommunikation) hat er sich vorgenommen, ihn ab und an auf seiner Lesetour mitzunehmen und mit ihm zu musizieren. So kann Buzz Dee zum einen öffentlich üben, andererseits aber auch etwas vom Knorkatordessert abbekommen, indem er sieht, dass es noch zahlreiche Knorkatorfans gibt, die jetzt zu "Stumpen liest immer alles und singt vielleicht" kommen.“


MF: „Was denn die verrückteste Show war, die er jemals gegeben hat?“

Janet: „Ich kenne keine Show, die nicht verrückt war.“


MF: „Danke nochmals für den netten Kontakt und die Möglichkeit ein Interview zu bekommen.

Janet: „Bitte, sehr gerne und keine Ursache.“


Dieses Interview wird ebenfalls auf unserer Page www.metal-fanatics.de zu finden sein.

Euer Metal-Fanatics Team













JESUS ON EXTASY - Interview von Kevin


Nachdem Soundcheck von JKESUS ON EXTASY schnappte ich mir den Frontsänger Dorian zu einem Interview. Er war von der Lokation, die die Rofa zu bieten hat fasziniert und findet sie ,,total geil“. Trotz Erkältung und den Ausfall von Bandmitglied Alicia legten sie einen genialen Auftritt hin.
Im Vergleich zum ersten Album sind die Gitarrenriffs härter geworden und über einen echten Schlagzeugsound verfügen sie dank BJ , dem neuen Schlagzeuger auch.
Auf die Frage, wie die Gründer Dorian und Chai auf den Bandnamen gekommen sind, grinste Dorian erstmals und erzählte, dass es am Anfang erst ein ,,Partyspaß“ vor drei Jahren war, der immer mehr und mehr ernst genommen wurde. [bild1]
Jedoch hatten sie wegen ihres Bandnamens schon Probleme mit einem Bürgermeister und Sponsor, wo sie nicht auftreten konnten…Begeistert waren sie nicht und fanden es einfach nur lächerlich, weil sie ja keine Tiere abschlachten oder irgendeinen anderen Unfug anstellen.
Stichwort Newcomer 2008: Es hat sich einiges in der Band verändert. Unter anderem der Platz im Tourbus, seitdem BJ mit am Start ist und das gesamte Leben dreht sich um die Band und um die Musik, die sie jetzt professionell Aufgreifen und zu nichts Anderem mehr Zeit haben.
Auf die Frage was nach der Tour mit EISBRECHER geplant ist, lachte Frontmann Dorian erst mal und sage ,,Ausschlafen und uns erholen“ und dass nichts geplant sei.
In welcher Szene sie sich zu Hause finden wissen sie selbst nicht genau, obwohl sie in der Gothicszene ganz klar die meisten Fans haben, dennoch ist ihre Musik mit vielen anderen Stilen miteinander vermischt ->Rock und Universal.
Auf die letzte Frage ob sie neidisch auf ihre Kollegen TOKIO HOTEL sind, die zurzeit die ganze Welt erobern, wurde mir von Dorian erzählt, dass er nicht weiß ob sie den gleichen Sound haben und dass TH eben eine große Plattenfirma hinter ihrem Rücken hat. [bild2]
Wie JESUS ON EXTASY seien TOKIO HOTEL allerdings eine eine Schülerband gewesen und nicht gecastet, das sollte hier mal klargestellt werden. Die Jungs haben halt nie aufgegeben und sich eben nach oben gearbeitet“ oder nach oben geschlafen, haha“
Kevin







TARJA - Interview von Tommy Becher


: Nightwish war gestern!

Nachdem Tarja Turunen mit ihren ehemaligen Mitstreitern bei NIGHTWISH die Szene komplett aufgerollt hatte und zu den Stars der harten Musik avancierte, kam völlig unerwartet das Aus für die Frontfrau. Dieser Schock scheint nun überstanden zu sein. NIGHTWISH haben mit „Dark Passion Play“ ein extrem gutes Album vorgelegt, aber die Fans warten sich noch gespannter auf das erste eigene Album von TARJA. Sie war es schließlich die aus NIGHTWISH eine wirklich innovative Band gemacht hat. Alle wichtigen Details zum Album „My Winter Storm“ hat mir eine sehr sympathische und gut gelaunte erzählt.

Wie würdest du deine eigenen Songs beschreiben?

Es ist wirklich schwer die einzelnen Songs der CD zu beschreiben, da ich viele verschiedene Sachen machen wollte und das dann auch getan habe. Ich wusste schon lange vor dem Songwriting das ich nicht in eine bestimmte Richtung gehen möchte, sondern all das umsetzen will was mir gefällt. Es sind natürlich Songs dabei die sehr Heavy sind, aber auch Balladen und Lieder die mit einem Orchester aufgenommen wurden. Ich konnte dadurch auch mehr mit meiner Stimme machen, eben weil die Musik nicht nur in eine Richtung ging. Obwohl die einzelnen Stücke wirklich unterschiedlich sind passen sie wirklich gut zusammen und man hat nie das Gefühl, dass es einfach eine CD mit 14 Songs ist, sondern wirklich ein Album.

Hast du die Songs selber geschrieben, oder hat das jemand für dich übernommen? Bei NIGHTWISH war das ja Sache der Band.

Von den 14 Songs der CD habe ich 8 zusammen mit anderen Leuten geschrieben. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich, da ich zuvor weder Texte noch Musik geschrieben habe. Es war wirklich ein tolles Gefühl als ich meine eigenen Visionen in Musik umsetzen konnte. Das konnte ich natürlich nur mit Hilfe von anderen Leuten machen, da ich es zuvor noch nie selber gemacht habe. Ich habe dann tatsächlich auch noch ein Lied ohne fremde Hilfe komponiert, nämlich „The Oasis“.
[bild1]
Was war den schwieriger für dich, über viele Jahre hinweg die Songs von jemand anderem zu singen ohne Einfluss darauf zu haben, oder eben jetzt deine eigenen Ideen umzusetzen?

Am Anfang hatte ich schon etwas Angst davor nun meine eigenen Ideen umsetzen zu müssen. Als wir dann aber begonnen haben war es viel einfacher als ich es vermutet hatte. Die Leute haben mir sofort die Angst genommen und mich wirklich optimal unterstützt ohne mir ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Vorher musste ich nur singen, das war einfacher. Wenn du selber an einem Stück arbeitest, bringst du ganz andere Emotionen mit hinein, die du dann hinterher auch singen musst. Das war das wirklich schwierige an der Sache. Wir haben einige Parts sogar im Wohnzimmer aufgenommen, weil es sich gerade so ergeben hat. Und ich denke genau das macht die Platte auch aus, sie ist überhaupt nicht erzwungen. Deshalb hat es auch so lange gedauert bis die CD fertig war. Die Aufnahmen und das Mischen waren trotz Orchester und all den Sachen sehr schnell fertig, aber die Planung und die ganze Entstehung haben wirklich sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Ich wollte wirklich ein sehr anspruchsvolles, zeitloses Werk erschaffen mit all meinen Visionen und Emotionen, und ich denke das ist uns absolut gelungen und die Fans werden die Platte mögen. Wie lange das dauert war zweitrangig.
[bild2]

Du hast ja wirklich keine Kosten und Mühen gescheut als es um die Produzenten und die Songwriter der CD ging. Da wären Hans Zimmer ("Gladiator", "Piraten der Karibik" oder "Black Hawk Down") und Daniel Presley, die sich durch ihre Arbeit bei vielen Soundtracks einen großen Namen erarbeitet haben. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ich hatte eine bestimmte Idee wie die Platte klingen sollte. Und vieles davon ging sehr stark in die Richtung der Filmmusik. Also war es logisch das ich mit Leuten aus diesem Bereich arbeiten wollte, sogar musste. Das war der einzige Weg diese Idee wirklich in die Tat umzusetzen. Ich bin ein großer Fan von vielen Soundtracks und immer wenn ich etwas besonders gerne mochte, standen dieselben Leute hinter der Musik. Als wir dann mit der Plattenfirma gesprochen haben habe ich ihnen gesagt welche Leute mich faszinieren und das ich gerne ein Team hätte welches im Stande ist das umzusetzen. Und sie haben es dann tatsächlich geschafft genau diese Leute mit ins Boot zu holen, was ich wirklich nicht für möglich gehalten hätte. Ich wäre schon glücklich gewesen ein Team zu bekommen wo ähnlich aufgestellt wäre. Als ich dann das erste Mal in L.A. war und das Team getroffen habe war ich sehr nervös. Es war genial zu sehen wie sie an den Sachen arbeiten. Normalerweise bekommen sie den Film zu sehen und müssen dann die richtige Musik dazu produzieren um gewisse Gefühle zu unterstreichen. Das war bei mir natürlich anders, ich hatte ja keinen Film, sondern nur meine Ideen. Und die habe ich ihnen erzählt und aufgeschrieben. Und wie schnell die das dann alles umgesetzt haben, und zwar genau so wie ich es mir vorgestellt habe, das war unglaublich. Sie waren auf der anderen Seite auch von meiner Stimme angetan, also steht einer weiteren Arbeit mit ihnen nichts mehr im Weg, was mich wirklich sehr stolz macht.

Viele der Songs erinnern aber nicht nur an Filmmusik, sondern auch an Musicals. Sehen wir dich vielleicht auch mal als Darstellerin in einem Musical?

Das wäre natürlich fantastisch. Als ich 18 Jahre alt war habe ich in Finnland schon einmal Romeo und Julia gespielt und das hat wirklich Spaß gemacht. Das würde ich wirklich gerne mal wieder machen. Und die Musik in Musicals spricht mich auch wirklich an. Ich bin damit schon als Kind aufgewachsen, da meine Eltern mich oft ins Musical mitgenommen haben. Mich haben auch schon einige Leute kontaktiert und mich gefragt ob ich eine Rolle annehmen würde. Aber das geht im Moment leider nicht, weil es sehr zeitintensiv ist. Aber auf längere Sicht mache ich da sicher mal etwas.


„My Winter Storm“ ist sicher kein einfaches Album geworden, aber ein verdammt gutes. Die Platte benötigt wirklich Zeit, aber wenn man einmal in die Songs eingetaucht ist, ist es wirklich schwer eine andere CD in den Player zu schieben.

Tommy Becher








NIGHTWISH - Interview von Tommy Becher


Das neue Gesicht von NIGHTWISH

NIGHTWISH ist wohl die Band, die gerade im Hard Rock und Metal am meisten Platten verkauft. Ob das nach dem neuen Album auch noch so ist, das wird sich zeigen. Es gibt nämlich die ein oder andere wirklich entscheidende Neuerung im Lager der Finnen. Da ist zum einen natürlich die neue Sängerin und zum anderen die etwas andere Ausrichtung der Musik. Die Band scheint wirklich an einem Punkt zu sein wo man entweder ganz groß wird oder wo es wieder zurückgeht. Da das neue Material eingängiger und nicht mehr so auf die Opern Stimme von Tarja Turunen ausgelegt ist, könnte sich die Band in Sachen Mainstream Radio deutlich leichter tun als bisher. Auf der anderen Seite fallen garantiert viele Leute weg, weil es einfach zu angepasst klingt und mit NIGHTWISH so wie sie es sich vorstellen eben nicht mehr so viel zu tun hat. Wir haben uns dazu entschlossen das vorliegende Interview mit der neuen Sängerin Anette Olzen zu führen und zwar mit ihr alleine, ohne das Tuomas hier die wirklich wichtigen Dinge beantworten konnte. Und natürlich wollten wir auch Anette die Chance geben sich bei euch vorzustellen, zumidest denen die sie noch nicht aus ihrer Zeit mit ALYSON AVENUE kennen. Das dieses Interview erst spät am Abend geführt wurde und der Arbeitstag der Schwedin bereits morgens um 4 Uhr begonnen hatte, war sie bereits sichtlich erschöpft, allerdings bliebe keine Frage unbeantwortet.

Seit wann wusstest du dass die Wahl der neuen Sängerin auf dich gefallen war und was ist in dieser Zeit alles passiert?

Ich habe es Ende Januar 2007 erfahren, allerdings hat es über ein Jahr gedauert bis ich die Info bekommen habe. Ich war eine der ersten Bewerberinnen um den Job. Ein Freund von mir hatte mich darauf aufmerksam gemacht das NIGHTWISH eine neue Sängerin suchen und meinte ich solle ihnen ein Demo von mir schicken. Das hielt ich Anfangs für keine gute Idee, da ich ja keine Klassische Sängerin bin und auch nicht dieselbe Ausbildung habe wie Tarja. Ich war mir aber auch nicht sicher in welche Richtung das neue Album gehen würde und haben dann doch beschlossen ein Demo aufzunehmen und es nach Finnland zu schicken. Als er das Demo bekommen hatte nahm er Kontakt mit mir auf und wollte mehr hören. Im März 2006 bekam ich dann allerdings die Absage und somit war das Thema für mich eigentlich erledigt. Ich war dann natürlich ziemlich niedergeschlagen und enttäuscht darüber. Ich wollte das so allerdings nicht stehen lassen. Ich habe dann noch mehr Songs aufgenommen und wieder ein Demo in die Post gegeben. Und daraufhin wurde ich tatsächlich nach Finnland eingeladen. Das war nur ein kurzer besuch und im Oktober gab es einen weiteren wo wir dann getestet haben ob wir uns alle gut verstehen und ob es wirklich passt. Und dann musste ich bis Januar warten bis dann die endgültige Zusage kam das ich den Job habe.
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Du durftest aber mit gar niemandem darüber sprechen, richtig?

Nein, das durfte ich nicht. Und das ist mir auch wirklich schwer gefallen. Es haben vom Start weg auch nur die Jungs mit denen ich die Demos aufgenommen habe überhaupt gewusst dass ich mich beworben habe. Ich habe es dann nur der Familie gesagt und meiner besten Freundin, sonst wusste in meinem Umfeld niemand etwas.

Es muss ziemlich schwer sein, zu wissen dass man in einer der größten Metal Bands tätig ist und darf aber mit niemandem darüber sprechen?

Ja, das ist wirklich schwer. Und ich konnte nicht einmal eine Party machen als ich es selber erfahren habe. Das war wirklich schade. Die werde ich aber definitiv nachholen sobald ich zeit dafür finde. Es hat aber auch eine gute Seite, ich weiß jetzt wie man Geheimnisse für sich behält, hahaha.
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Die meisten hätten darauf gewettet dass die neue Sängerin aus Finnland kommen würde. Du bist allerdings aus Schweden. Wie funktioniert die Kommunikation? Lernst du schon eifrig finnisch?

Im Moment sprechen wir noch englisch miteinander und die anderen können auch ein wenig schwedisch. Ich bin aber schon kräftig am lernen und besuche einen Kurs. Mittlerweile verstehe ich auch schon einige Dinge. Aber wenn die Jungs dann schnell sprechen komme ich nicht mehr mit, zumindest noch nicht. Ich bin aber sehr talentiert wenn es darum geht Sprachen zu lernen, ich kann zum Beispiel auch deutsch.
Na, dann können wir ja jetzt in Deutsch weiter machen.
Oh nein, bitte nicht. Ich würde zwar wirklich alles verstehen was du sagst, aber ich habe Angst davor deutsch zu sprechen. Ich denke immer dass es wirklich komisch klingt wenn ich das mache.

Ok, dann bist du entschuldigt. Kommen wir zu einer Sprache die international ist, nämlich der Musik. Was hat sich musikalisch verändert seit dem letzten Album?

Die größte Veränderung ist sicher meine Stimme. Musikalisch und bei den Lyrics sehe ich ehrlich gesagt keine große Veränderung, das ist die logische Weiternetwicklung zu „Once“. Wir haben ein größeres Orchester verwendet als zuvor und irgendwie ist die Produktion an allen Ecken gewachsen, würde ich sagen. Was auch noch ausgebaut wurde ist das Keltische in einigen Songs. Das war zwar auch schon vorher da, spielt nun aber eine tragendere Rolle als früher. Wir haben mit „The Poet And The Pendulum“ auch den längsten Song in der Geschichte der Band aufgenommen. Dieser Eröffnet gleich das neue Album. Genau genommen sind das fünf Lieder in einem verpackt.

Konntest du noch Einfluss auf die Songs nehmen oder war das alles schon im Kasten als du zur Band gekommen bist?
Nein, das war alles bereits fertig als ich kam. Als ich dort war um die Band kennen zu lernen habe ich auch schon einige der neuen Lieder ausprobiert. Da waren sie allerdings noch nicht komplett fertig, aber so gut wie. Ich musste die Platte also so nehmen wie sie war.

Das ist aber keine besonders schöne Situation, speziell für einen Sänger/in. Ist das Bei NIGHTWISH generell so?

Für die Texte ist ja eh der Tuomas zuständig und das wird er sich auch in Zukunft nicht nehmen lassen. Die Band hat auch einen kleinen Einfluss auf das Songwriting, aber in der Hauptsache ist auch dafür Tuomas zuständig. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Ich denke beim nächsten Album kann ich ebenfalls meine Ideen einbringen und die Musik wird mehr auf meine Stimme ausgelegt werden als es jetzt der Fall war. Wir haben eine lange Tour vor uns und werden uns danach sicher deutlich besser kennen als jetzt und Tuomas wird wissen wo meine Stärken liegen und welches meine Schwächen sind, und das dann auch berücksichtigen.

Was hättest du an dem aktuellen Material gerne anders gehabt als es jetzt ist?

Das ist eine gute, aber auch eine sehr schwere Frage! Ich bin mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden. Und ich glaube auch ich hätte gar nichts daran verändert. Für mich war es wirklich eine Herausforderung die Songs so zu singen wie sie sind. Ich denke aber trotzdem das Tuomas beim nächsten Album genau weiß was mir liegt und die Songs in diese Richtung komponieren wird. Er hat das ja bei Tarja auch so gemacht. Ich denke er hatte es dieses Mal extrem schwer, weil er eben keine Stimme im Kopf hatte an der er sich orientieren konnte.

Euer Bassist Marco Hietala übernimmt extrem viele Gesangsparts auf dem Album, was ich als wirklich störend empfinde. Wenn ich das hören möchte, dann kann ich mir auch eine Platte von TAROT in den Player legen. Ist dir das nicht auch ein bisschen zuviel?

Nein, überhaupt nicht. Ich finde er hat eine wirklich tolle Stimme und zu den Songs passt es auch. Ich finde die Mischung aus meinen Vocals und seiner Stimme bringt enorm viel Abwechslung für den Hörer. Wir haben auf der CD einige Parts die textlich einiges an Aggressionen zu Tage fördern und das bringt eine männliche Stimme sehr viel besser zum Ausdruck. Und er hat diese Aggression einfach in der Stimme. Der Song „The Islander“ stammt von Marco, also sollte er ihn natürlich auch singen. Mir gefallen seine Sachen ausgesprochen gut.

Mir ist aufgefallen das du Tarja überhaupt nicht kopieren möchtest und komplett dein eigenes Ding machst. Denkst du die Fans werden genau das vermissen?

Ja, das stimmt. Ich versuche mein Ding zu machen, eben das was ich kann. Natürlich wird es Leute geben denen Tarja fehlen wird und die genau ihre Stimme bei NIGHTWISH vermissen werden. Diese klassische Operetten Stimme wird es jetzt nicht mehr geben. Es wird aber auf der anderen Seite auch Leute geben die nun vielleicht eher einen Zugang zu der Musik finden und denen es vorher nicht so gut gefallen hat. Und es gibt Fans die zwar die alten NIGHTWISH vermissen werden, sich aber trotzdem mit den Neuen anfreunden können. Es ist an dieser Stelle wirklich schwer zu sagen was die Leute empfinden werden.

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Das bedeutet aber auch gleichzeitig das sich die alten Songs künftig auf der Bühne auch anders anhören werden, oder?

Ich werde die Songs in meinem Stil singen, ja. Die Sachen werden so umarrangiert das sie zu meiner Stimme passen werden. Aber es werden natürlich dieselben Songs bleiben, es wird nur so verändert werden das sie besser zu mir passen. Ich hoffe natürlich dass die Fans es mögen werden. Aber es sollte auch jedem klar sein das sie keine Kopie von Tarja bekommen werden, das wäre sicher nicht der richtige Weg.

Musikalisch möchtest du dich nicht anpassen, was ich auch wirklich gut verstehen kann. Optisch hast du es aber getan, wenn ich richtig liege warst du nämlich bisher Blond.

Ich habe meine Haarfarbe auch schon früher mal geändert, zum Beispiel als ich in einer ABBA Coverband gesungen habe. Als das mit den Jungs geklappt hatte, musste ich mich dem Outfit der Band natürlich anpassen. Und sind wir mal ehrlich, es hätte wirklich nicht gepasst wenn bei NIGHTWISH nun eine Sängerin mit blonden Haaren auf der Bühne steht.

Tommy Becher







FIREWIND - Interview von Eddy


Gus G. ist ein weitgereister Mann. Der Gitarrist war schon auf unzähligen Welttourneen mit Bands wie DREAM EVIL, NIGHTRAGE oder zuletzt ARCH ENEMY. Trotz alldem zieht es ihn immer wieder zu der band zurück, die er seit Jahren mit Leidenschaft und harter Arbeit immer führt und langsam die Ernte dessen einfahren kann-FIREWIND [bild1]
Mit einem neuen, stark Hardrock –lastigem Album stehen ihm und seiner Band auch alle Türen offen. „Natürlich hat das Album einen starken Hard- und Classic Rock Einschlag“, lies er mich gleich wissen, „aber hat auch mit Songs wie „Into The Fire“ oder „Circle Of Life“ einige der härtesten Songs am Start, die wir je geschrieben haben“. Die Frage, ob das eventuell an seinem Engagement bei ARCH ENEMY liegt, verneinte er deutlich, „da wir ja davor auch schon einige harte Songs aufgenommen hatten. Vielmehr ist es so, dass wir nun endlich als Band zusammengefunden haben. Nach vielen Personalwechseln in der Vergangenheit habe ich nun endlich das ultimative FIREWIND Line-up zusammen“ erzählt er nicht ohne Stolz. Das neue Album, welches auf den Namen „The Premonition“ hört, ist auch eine ganze Ecke stärker als der Vorgänger“Allegiance „ !
[bild2]Es scheint, als hätte sich Sänger Apollo Papathanaso mit seiner Classic Rock Stimme Marke RONNIE JAMES DIO stärker ins Songwriting eingemischt. „Das stimmt so nicht ganz“, widerspricht Gus energisch, „Apollo hat zwar deutlich mehr Anteile, aber die liegen eher bei den Lyrics. Wir hatten schon immer diese gesunde Mischung auf unseren Alben. Das war schon immer unsere Philosophie. Ich liebe Hardrock und Heavy Metal gleichermaßen und bin froh beides in der gleichen Band ausleben zu können“. Trotzdem wäre es finanziell wohl besser gewesen, das Angebot anzunehmen und bei ARCH ENEMY fest einzusteigen, oder? „Logisch, aber als lediglich angestellter Musiker kann man halt seine Kreativität nicht ausleben und das ist mir wichtiger als Geld. Ich mache Musik aus Leidenschaft. Natürlich muss ich mich davon auch ernähren können, aber in erster Linie muss ich damit glücklich sein und das bin ich bei FIREWIND“ erzählt der gerade von der Musikmesse Frankfurt zurückgekehrter Gitarrist, wo er einige Workshops abgehalten hat. „Wir haben das Glück, dass die Fans wissen, dass wir alle gute Musiker sind und das nicht mehr ständig beweisen müssen“ erklärt er mir das Phänomen, warum in der heutigen, schneller-härter-brutaler- Zeit eine Band wie FIREWIND noch eine Chance hat. Kommt da nicht vielleicht auch der Exotenbonus dazu, da ja schließlich noch keine band aus Griechenland internationale Erfolge feiern konnte. „So ganz stimmt das nicht“, erklärt Gus, denn ROTTING CHRIST werden hier als Helden verehrt. Okay, sie waren vom Sound einiges brutaler als wir, aber trotzdem auch außerhalb der Landesgrenze bekannt“. Wahrscheinlich wäre bei denen eine Hardrock Nummer wie die erste Single „Mercenary Man“ undenkbar gewesen. „Mit Sicherheit“, lacht der sympathische Vollblut Metaller“, aber wir stehen nun mal auf diese Doppellläufigen Gitarren und ihren unverwechselbaren Sound. Deshalb war das auch unser Favorit für die Single“.
Gute Wahl!!!
Eddy Freiberger







DEF LEPPARD - Interview von Eddy


Über die Jungs von der Insel braucht man eigentlich nicht mehr große Worte verlieren, haben sie doch mit „Hysteria“ eines der meistverkauften Rockalben aller Zeiten auf ihrer Habenseite. Anlässlich ihres neuesten Meisterwerkes „Songs From The Sparkle Lounge“ konnten wie Sänger Joe Elliot zu einem kleinen Plausch bemühen.

„Bevor du fragst, es läuft alles super“, schallt es mir aus dem Hörer entgegen. „Das Album bekommt überall sehr gute Reaktionen und wir sind in Ländern wie Amerika, Japan oder Kanada in den Top 5 der Charts. Europa ist ebenfalls super“. Was deshalb so erstaunlich ist, da es auf dem alten Kontinent in den letzten Jahren für die Band eigentlich nicht mehr so gut lief. „Ich weiß auch nicht, woran das liegt, aber genauso wenig kann ich dir erklären warum es in Amerika so bombig läuft für uns. Wenn ich da eine Erklärung hätte, dann würde ich die patentieren lassen und teuer verkaufen. Ich denke einfach, das DEF LEPPARD hier in Amerika einfach anders sind. [bild1]
Wir verkaufen CDs an IRON MAIDEN Fans genauso wie an welche von BOYS II MEN. Wir sind hier wohl echt so was wie Crossover. Wir haben auch Country Fans, die total auf uns stehen. Als wie letztes Jahr beim Superbowl gespielt haben und TIM MCCRAW mit uns „Pour Some Sugar On Me“ gezockt hat, sind Anhänger beider Lager ausgeflippt“. Kam es deshalb auf dem neuen Album zur Zusammenarbeit mit dem Country Superstar? „Tim war damals total begeistert und ist auch ein glühender Fan von uns. Trotzdem nahmen wir das nicht allzu ernst. In erster Begeisterung macht man immer mal so was aus und nichts passiert. Nun ist Ricks (DL Drummer) Bruder der Tourmanager von Tim und so ist man in Kontakt geblieben. Als wir dann das neue Album in angriff nahmen war er sofort dabei. Herausgekommen ist mit „Nine Lives“ eine richtige Hitsingle, die in den Staaten total abräumt“. Was hier in Europa aber nicht so richtig funktionieren könnte, wie Joe mir bestätigt. „Ja, in Europa dürfte „C’mon C’mon“ der Hit werden. Der Song ist europäisch mit seinem Siebziger Jahre Glam Einschlag“. Überhaupt ist das Album doch sehr unterschiedlich, eine art „Greatest Hits“ mit neuen Songs. Manche Songs könnten von „Hysteria“, andere wiederum von dem viel gescholtenen „Slang“ Album sein. Allerdings fällt hier auf, das bis auf eine Nummer alles Solokompositionen der Jungs sind. „Das hat sich so ergeben“, gibt der gutgelaunte Sänger von sich, „Jeder von uns hat in den letzten Jahren einiges an Material gesammelt und heraus kamen einige total unterschiedliche Sachen. „Love“ zum Beispiel ist eine Ballade, die wir als Hommage an QUEEN verstehen, in „Come Undone“ wollten wir das LED ZEPPELIN Feeling einfangen, „Nine Lives“ klingt wie wenn AC/DC einen DEF LEPPARD Song performen und „Hallucinade“ könnte auch auf „Hysteria“ stehen. Trotzdem wurden natürlich alle Songs erst mal durch den LEPPARD Filter gejagt. So habe ich einige Lyrics verändert und die Jungs bei meinen Songs hier und da ein paar Akkorde oder Riffs umgeschrieben. Wir haben auch früher schon so gearbeitet, nur haben wir da wegen Publishing Rechten immer alle als Komponisten angegeben“. Nun war zum neuen Album in Europa eine Tour mit WHITESNAKE angekündigt, welche sich aber doch nur auf Festival Auftritte beschränkt. [bild2]„Das war so nicht geplant. Als wir das Angebot bekamen fanden beide Lager die Idee klasse. Allerdings war das auch lange bevor das Album fertig war. Wenn ich ehrlich bin, wissen viele Musiker nicht mal, in welcher Stadt sie morgen sind, geschweige denn was in drei Monaten ist. Dafür gibt’s ja Manager und Booker. Nun spielen wir halt die Festivals zusammen, was auch okay ist. Dort erreichen wir auf einen Schlag ganz viele Menschen, um unser neues Album und DEF LEPPERD zu promoten. In Schweden z.b. sind wir Headliner und es sind bei uns 30 000 Menschen auf dem Gelände. Das ist schon klasse. Okay, das schaffen wir in Amerika bei einem Konzert von uns alleine, aber hier in Europa ist das für uns schon auch klasse. Natürlich sind da ganz viele Bands und verschieden Fanlager, aber wir sind Headliner“! Schon erstaunlich, dass eine Band wie ihr auf den ganzen Metal Festivals spielt, obwohl ihr ja immer betont eine Rock/Pop band zu sein. „Ja“, lacht der Fronter“ aber dahin werden wir halt gebucht. Die meisten Festivals haben ja nur so einen Namen. Meistens haben die einen Heavy Metal Tag und einen rockigeren. Wir spielen auf einigen Festivals mit Bands wie THIN LIZZY zusammen und die sind nun wirklich auch kein Heavy Metal. Früher gab es Festivals wie MONSTERS OF ROCK, was ich viel besser fand vom Namen her, weil es die unterschiedlichen Stile besser wieder gespiegelt hat. Trotzdem haben wir natürlich auch hier in Europa sehr viele Fans aus dem Heavy Metal Lager“ freut sich der Leoparden Leitwolf. Nun ist es ja so, dass DEF LEPPARD weltweit nicht weniger CDs verkauft haben als ihre Kollegen von BON JOVI, aber im Gegensatz zu den Jungs aus NEW JERSEY erntet man beim Anti Hardrock Volk im Allgemeinen und bei Hausfrauen im Besonderen ein Stirnrunzeln, wenn man die nach der Band fragt. „Ja, aber nur in Europa. In Amerika kennt uns aufgrund Songs wie „Pour Some Sugar On me“ wirklich jede Hausfrau mitsamt Kind. Ich weiß auch nicht warum das hier in Europa anders ist. Wahrscheinlich sind wir zwar poppig, aber nicht soft genug. Balladen nur mit Piano gibt es bei uns halt nicht. In dem Punkt sind die Jungs uns voraus. Wie gesagt, ein Rezept dafür gibt es nicht. Wir können nur weiterhin so oft wie möglich live spielen und uns damit noch bekannter zu machen“. Was können wir auf den Festivals von euch erwarten? Nur neues material? „Natürlich nicht, das wäre doch kommerzieller Selbstmord. Natürlich wollen wir das neue Album promoten, aber auch den Leuten, die uns nicht kennen, mit einigen Klassikern die band schmackhaft machen. Und auch unsere Fans erwarten einfach bestimmt Songs. Bei einer Spielzeit von nur 60 Minuten zum Teil muss man da vorsichtig sein“.
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Nun, ich bin mir sicher, dass die Jungs eine gesunde Mischung finden, denn live sind und waren sie schon immer eine Bank.
Eddy Freiberger







Iron Maiden - Interview mit Gittarist Jannick Gers von DJ Eddy


Über IRON MAIDEN braucht man wahrlich keine großen Worte mehr verlieren. Jeder, der sich auch nur im Ansatz mit Musik außerhalb der Castingshows beschäftigt, hat von dem britischen Heavy Metal Monster mit Sicherheit schon gehört. Nachdem die Jungs letztes Jahr ein polarisierendes Album und eine Diskussionswürdige Tour gespielt haben, kommen sie im Sommer noch mal für 2 Shows nach Deutschland. Zu diesem Anlass konnten wir eins der seltenen Interviews mit Gitarrist Janick Gers ergattern.

Eddy: Ihr seit gerade in Dubai, wo ihr ja auch noch nie gespielt habt. Ganz neue Erfahrung für euch, oder?

Jannick: Ja, und wir freuen uns schon darauf. Es gibt noch leider zu viele Länder, in denen wir Fans haben und noch nicht auftreten konnten. Wir hoffen dies alles in den nächsten Jahren nachzuholen. Außerdem finde ich viele dieser Länder auch sehr interessant.

Eddy: Habt ihr kein Schiss da unten, schließlich ist der nahe Osten doch politisch sehr unruhig. Obwohl, Dubai ist ja ein neutrales Land.
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Jannick: Ja, das ist es und außerdem wäre uns das auch egal. Wir sind Musiker und keine Politiker. Wir wollen auf die Bühne und mit unseren Fans Spaß haben. Alles andere interessiert uns in dem Moment wirklich nicht. Politik ist nichts, mit dem wir uns da beschäftigen wollen.

Eddy: Ist das eigentlich noch Teil der „A Matter Of Life And Death“ Tour oder ist das eine neue Episode?

Jannick: Nun, die Tour war letztes Jahr im Dezember zu Ende. Wir spielen dieses Jahr ein paar ausgewählte Festivals und auch noch ein paar Stadionshows in Deutschland. Dort werden wir dann auch wieder ein paar ältere Songs mehr ins Programm nehmen. Wir sind zwar immer noch sehr stolz auf das Album, aber nun wird’s mal wieder Zeit für die Klassiker. Allerdings werden natürlich auch einige neue Songs im Programm bleiben. Das ganze wird eine gute Mischung aus unserem kompletten Repertoire sein. Die Fans werden nicht enttäuscht sein.

Eddy: Das bringt mich zu meiner nächsten Frage. Viele Fans waren enttäuscht oder sogar sauer, dass ihr auf der Tour das komplette Album gespielt habt und nur 5 alte Songs. Ich meine, für Langzeitfans mag das ja in Ordnung sein, dass sie mal nicht „Number Of The Beast“ oder ähnliches hören mussten, aber Leute die euch zum ersten mal gesehen haben waren echt angepisst.

Jannick: Das kann ich nicht verstehen. Jeder wusste doch was ihn erwartet. Wir haben vom ersten Interview zur Platte klargemacht, dass wir das komplette Album spielen werden. Wie kann man dann was anderes erwarten?
Ja, aber zu dem Zeitpunkt waren die Shows schon ausverkauft.
Hm, dass stimmt nicht ganz. Als wir in den USA den Tourauftakt hatten und danach im Internet unsere Playlist veröffentlicht wurde, gab es für jede Show weltweit noch Tickets. Wir waren von Anfang an ehrlich zu unseren Fans was das betrifft. IRON MAIDEN ist eine Band, die immer sehr ehrlich zu ihren Fans ist und nie versucht hat sie abzuzocken auf irgendeine Art und Weise (na ja, die Frage nach den horrenden Merchpreisen habe ich mir hier verkniffen, Anm. d. Verfassers), denn das geht meistens nach hinten los. Wie gesagt, es war von Anfang an klar was die Fans erwarten dürfen. Und ich habe bislang auch nur positive Reaktionen darauf bekommen.

Eddy: Kommen wir noch mal auf das Album zu sprechen. Es war zwar, Charttechnisch gesehen, euer bisher Erfolgreichstes, aber ehrlich gesagt auch nicht gerade euer Stärkstes. Ich jedenfalls fand es sehr langweilig und vorhersehbar nach 2 –3 Songs.
Jannick: Das sagst du. Wir in der Band aber waren noch auf kein Album so stolz wie auf „A Matter Of Life And Death“, weil es genau das wiederspiegelt, was wir sind und wo wir als Band gerade stehen.

Eddy: Na ja, mir klingt auf dem Album alles zu konstruiert, zu gleich. Epischer Anfang, langer Mittelteil, alle Songs in Überlänge etc.

Jannick: Nun, das ist nun mal IRON MAIDEN im Jahre 2006. Das ist momentan unsere Art Songs zu schreiben. Und wenn du ehrlich bist, daran erkennt man uns sofort. Niemand klingt wie Adrian Smith, niemand klingt wie Dave Murray und kein Bassist der Welt klingt wie Steve Harris. Wir sind einfach wir und lassen uns da auch nicht verbiegen. Wir haben uns noch nie irgendwie angepasst oder wie andere Bands eine Coverversion aufgenommen, um einen Singlehit zu landen. Wir wollen gar keine Singlehits, wir sind eine Albumband. Wir schreiben Songs wie wir es für richtig halten und nicht um Kritiker zu befriedigen. Außerdem müssen wir ja mit dem Album glücklich ein und das sind wir.
Es gab mal in Brasilien im Radio eine Diskussion über die Kommerziallisierung von Heavy Metal. Der Radio DJ hat gesagt, jede Band aus dem Bereich hätte schon versucht, mit einer Ballade einen Hit zu landen. Ein Hörer hat ihn dann angerufen und gesagt, dass dies nicht stimmt. IRON MAIDEN hätte das nie gemacht und da hat er Recht. Werden wir auch niemals tun. Außerdem muss ich dir eh widersprechen. Die Songs mögen zwar alle typisch IRON MAIDEN sein, aber Songs wie „The Legacy“ oder „Brighter Than A Thousand Suns“ hatten wir noch nie und sind auch unvergleichlich. Unser Produzent achtet schon darauf, dass wir Abwechslung bieten.

Eddy: Das bringt mich zum nächsten Thema. Der Sound auf „AMOLAD“ ist ja auch nicht gerade berauschend.

Jannick: Findest du? Das ist der Sound, den die Band live besitzt. Wir haben das Album so aufgenommen, dass man uns sofort auch erkennt und wir auf der Bühne genauso klingen können. Viele Bands, ich will da gar nicht so ins Detail gehen und Namen nennen, nehmen heute Album auf mit einer Bombastproduktion, um dann live richtig dünn zu klingen. Wir wollen aber ein Album haben, wo die Fans sofort wissen was Sache ist. Ein Album, wo die Leute beim Anhören schon geistig die Band auf der Bühne sehen können. Nichts ist schlimmer als den Fans ein Album zu bringen, welches bei Liveshows dann komplett anders klingt. Das geht doch nicht.
Lass uns mal auf das Phänomen IRON MAIDEN zu sprechen komme.

Eddy:Ihr seid ja momentan populärer denn je. Woran glaubst du liegt das? Gibt es zuwenig gute neue Bands oder warum müssen die Kids heute auf die alten Bands ausweichen.

Jannick: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Ist mir auch egal. Ich kümmere mich nicht um andere Bands oder ob wir jetzt populärer sind denn je. Ich will raus auf die Bühne und Spaß haben. Vielleicht liegt es daran, dass wir den Fans immer ehrlich Arbeit und gute Liveshows bieten. Ich glaube nämlich nicht, dass es auf dieser Welt in diesem Genre irgendeine Band gibt, die live besser ist als wir. Das zahlt sich halt, auch nach vielen Jahren, immer noch aus.

Eddy: Aber auch ihr hattet ja mal eine etwas schwächere Phase. Warum glaubst du seid ihr jetzt wieder so groß geworden?

Jannick: Wie gesagt, keine Ahnung. Ich weiß auch nicht welche schwächere Phase du meinst. Selbst zu Zeiten als Blaze (Bailey, ex- Sänger. Anm. d. Verf.) in der Band war, haben wir auf Festivals mit 80 000 Leuten und in vollen Hallen gespielt. Zu der Zeit hatten wir auch mächtig Spaß und das alleine zähle ich unter Erfolg. Mir ist es ehrlich gesagt auch egal, wie groß die Hallen sind und ob jetzt 20 000 oder 200 Leute da sind. Solange diese IRON MAIDEN Fans sind wird Vollgas gegeben, um mit denen eine Heavy Metal Party zu feiern. Und nur das zählt.

Eddy: Was hältst du eigentlich von den üblen Gerüchten, dass du live gar nicht spielst bzw. deine Gitarre gar nicht eingesteckt ist.

Jannick: Haha, gibt’s diese Gerüchte? Das habe ich ja noch nie gehört.

Eddy: Nicht wirklich, oder? Selbst Steve Harris musste dazu schon mal in großen Magazinen Stellung beziehen. Woher glaubst kommen diese Gerüchte.

Jannick: Nee, mal ernsthaft, ich habe das nicht mitbekommen. Das amüsiert mich sehr. Warum sollten IRON MAIDEN einen Gitarristen wie mich auf die Bühne stellen und mich nicht spielen lassen. Jeder, der nur ein wenig Gehör hat, kann mich ganz klar bei jeder Show raushören. Außerdem spiele ich ja auch hier und da ein Solo Ich habe echt keine Ahnung wo das herkommt. Ich habe sowohl bei GILLAN als auch bei WHITE SPIRIT (Janicks alten Bands Anm.d. Verf.) die einzige Gitarre gespielt. Was sollte also meine Motivation sein, bei dieser Band auf die Bühne zu gehen und nur so zu tun als ob? Findest du das nicht auch reichlich dämlich?

Eddy: Klar finde ich das und ich habe das ja auch nie behauptet, aber dafür finde ich deine Bühnenshow alla „Prima Ballerina“ sehr amüsant. Auch dafür bekommst du ja in der Presse mächtig Gegenwind. Mich hat das allerdings noch nie gestört.

Jannick: Auch das ist mir egal, denn das ist nun mal meine Art, mich auf der Bühne zu bewegen und meine Show zu spielen. Ich kann da völlig aus mir rausgehen und mich zu Höchstleistungen treiben. Auch von Seiten der Fans habe ich da noch nie Klagen gehört. Sag bitte allen, die sich daran stören, dass sie zu den Shows nach Dubai kommen sollen. Ich habe mir nämlich das Knie stark verletzt und kann die nächsten Shows nur ganz ruhig stehend spielen, haha,

Eddy: Ihr habt ja vor Jahren eine Tour gemacht, wo ihr die Klassiker der ersten vier Alben gespielt habt, Kommt da bald ein zweiter Teil mit Album 5 –8?

Jannick: Hm, kann ich dir nicht sagen. 2007 werden wir auf jeden Fall die gebuchten Shows spielen mit dem Programm, was ich dir vorher gesagt habe. Was 2008 anliegt wissen wir noch nicht. Da lasse ich mich genau so überraschen wie du.

Eddy: Hm, okay. Dann wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg in Dubai.

Jannick: Ja, danke für das Gespräch. Vielleicht kommst du ja zur einer der Shows in Deutschland. Da wird nämlich richtig gerockt.

Eddy Freiberger







Debauchery - Interview mit Thomas von Debauchery


[b]Kurz nach seinem Auftritt stand Thomas von Debauchery uns Rede und Antwort.
Und sprach mit uns über die Pläne, Inspirationen und den vorhergegangenen Auftritt.[/b]

[b]Erst mal wie hat euch heute der Gig gefallen?[/b]

[b] Thomas: [/b]Der war super. Es war das zweite Konzert auf der Tour und echt cool. Das war unser bestes Konzert bisher in der Rockfabrik. Es waren viele Leute da und die haben mitgerockt- Super! Man kann sich also nicht beschweren.

[b]Habt ihr schon öfters hier gespielt?[/b]

[b] Thomas: [/b]Das war unser fünftes Konzert in der Rockfabrik. Wir haben einmal mit Kataklysm, Grave, Graveworm und mit noch mal jemanden gespielt, aber auch mal alleine. Aber das heute war das beste Konzert.

[b]Und von den Fans her?[/b]

[b] Thomas: [/b]Ja, auch. Ich meine, die sind ja das wichtigste und die haben heute alle mitgemacht, alle mitgerockt – Super!

[b]Zum Thema Festivals- habt ihr irgendwas geplant?[/b]

[b] Thomas: [/b]Es gibt ein paar Festivals, aber für die Großen sind wir leider noch zu klein. Festivals haben wir ein paar kleine geplant - die Namen weis ich leider nicht alle. Das Protzen Open Air ist sicher und das Deathfest und dann noch das Dong Open Air.

[b]Was habt ihr dieses Jahr noch so geplant?[/b]

[b] Thomas: [/b]Ich hoffe, dass es im Herbst noch eine Tour gibt. Weil die Tour mit Moonsorrow ist etwas komisch für uns, wegen dem Viking- und Paganmetal. Da passen wir einfach mit unserem Deathmetal nicht wirklich dazu. Deshalb hoffe ich, dass es noch eine zweite Tour im Herbst gibt.

[b]Spielt ihr jetzt die ganze Tour mit „Moonsorrow“ oder nur einzelne Gigs?[/b]

[b] Thomas: [/b]Wir spielen jetzt bis 20.4. die ganze Tour mit. Das einzigste Festival das ausgefallen ist, ist das Ragnarök- Festival. Da hätten wir auch noch weniger hingepasst als sonst. Dafür hatten wir aber ein anderes Konzert in Österreich, das war gestern und es war aber auch sehr fett. Bis 20.4. spielen wir jetzt jedes Konzert mit, mit Swallow the Sun und Moonsorrow. Bisher war’s cool. Wir hatten bis jetzt ein Konzert auf der Tour und das heute war das zweite. Beide waren sehr fett. Ich hoffe, dass das so bleibt.

[b]Zum Thema „Inspiration“ - ich habe gesehen du bist tattoowiert .Kannst du uns etwas dazu sagen?[/b]

[b] Thomas: [/b]Mein Tattoo ist von „Giger“ inspiriert, also Bio-Mechanik. Es ist über beide Arme bis hin zum Ellenbogen und über den ganzen Rücken. Leider darf ich nicht weiter runter tättoowieren, sonst wäre der ganze Arm voll und der Kopf auch. Aber ich will mal Lehrer werden und da ist das dann nicht so gut. Ich durfte das heute nicht so präsentieren, wir müssen etwas mit dem Blut sparen .Denn heute durften wir nicht so viel Blut benutzen, also wurde alles in Pulli und Jacke voll eingepackt.

[b]Was inspiriert eure Band?[/b]

[b] Thomas: [/b]Inspiration kommt vor allem bei der Musik von alten Heavymetal Bands wie Judas Priest, WASP, AC/DC, Accept - also eigentlich von den ganzen alten Bands. Vor allem AC/DC, die sind natürlich extrem fett. Aber auch noch von Deathmetal Obituary, Bolt Thrower, Six Feet Under. Sonst textlich inspiriert sind wir von Herr der Ringe, Warhammer. „Warhammer“ ist so ein Tabletop-Spiel. Ich weis nicht, ob ihr das kennt. Und dann gibt’s noch einige Romane dazu, die uns inspirieren und der Rest ist einfach Bullshit- also einfach nur irgendwelche Frauen schlachten, oder andere Leute Schlachten, oder über Deathmetal.

Christina Deiss






Moonsorrow - Interview mit Ville (v,b) und Marko (d)


[b]Ziemlich genau ein Jahr nach der Tour mit Primordial und Morning Beloveth sind Moonsorrow in die Rockfabrik zurückgekehrt.
Dieses mal spielen sie ihre eigene Headliner-Tour durch Europa.
Die Fragen werden von Ville Sorvali (Vocals,Bass) und Marko Tarvonen (Drums) tapfer beantwortet![/b]

[b]Hi, wie verlief die Tour bis jetzt?[/b]
[b]Ville:[/b] Hi, bis jetzt viel versprechend! Wir haben aber auch erst zwei Konzerte hinter uns gebracht und sind etwas müde. Vielleicht werden wir einfach nur langsam alt haha

[b]Wie lange wird die Tour andauern?[/b]
[b]Ville:[/b] Bis zum 21 April.07

[b]Bleiben die Bands auf der gesamten Tour konstant?[/b]
[b]Marko:[/b] Ja, drei. Swollow the Sun, Debauchery und wir.

[b]Wie kam es zu diesem Billing?[/b]
[b]Marko:[/b] Wir haben Swollow the Sun gefragt, da es Freunde aus Finnland sind. Debauchery kamen durch unsere Agentur als ein Support dazu.

[b]Ihr habt ja genau vor einem Jahr schon mal hier gespielt, damals als Support für Primordial und Morning Beloveth. Wie fandet/findet ihr es hier?[/b]
[b]Marko:[/b] Die Rockfabrik gefällt uns sehr gut, wer weiß vielleicht spielen wir mal in der großen Halle?!haha Aber der Club 2 ist auch sehr cool.

[b]Macht ihr gerade die Promotion-Tour für euer neues Album?[/b]
[b]Marko:[/b] Ja, kann man so sagen.

[b]Könnt ihr was zu eurem neuen Album sagen?[/b]
[b]Ville:[/b] Es ist genial (Gelächter) Ne, Spaß bei Seite es ist das beste Album, das wir bis jetzt gemacht haben! Manche denke es ist exzentrisch, weil nur 2 Lieder drauf sind aber so lief es damals eben. Es ergeben sich oft überraschende Dinge und dieses Mal geschah es eben so...

[b]Eure Texte sind nur auf Finnisch, wieso?[/b]
[b]Ville:[/b] Das ist eben ein Teil unserer Band. Seid unseren Demo-Tagen und wir wollten es nie ändern und es passt zum Konzept.

[b]Würdet ihr nie in Englisch singen wollen?[/b]
[b]Ville:[/b] Nein (Gelächter)

[b]Habt ihr ein Konzept in eurem Liedern?[/b]
[b]Ville:[/b] Immer. Das Oberste ist Pagan und die Überlegungen dahinter aber in den Neuen über das Ende der Welt. An sich nichts wirklich Fröhliches. Einfach die Dinge in unserer Welt sehen und das Resultat, das Ende von Allem rächender Weise.

[b]Wo habt ihr die CD aufgenommen?[/b]
[b]Ville:[/b] Tico Tico Studio in dem wir auch die letzten 5 Aufgenommen haben. Es ist eben sehr einfach es dort zu machen, da wir befreundet sind und es läuft immer gut und man weiß was man bekommt.
[b]Marko:[/b] Es ist in einem kleinen Städtchen und es gibt nichts was man dort machen kann, außer sich auf die Aufnahmen zu konzentrieren. Dieses Mal haben wir das erste Mal im Sommer aufgenommen Es war dadurch bisschen besser mit seiner Freizeit etwas anfangen zu können. Sonst sind wir immer im Winter dort und es ist einfach "Fuckin´ miserable"...

[b]Wer macht bei euch die Musik?[/b]
[b]Marko:[/b] Unser Mastermind Henri ist dafür zu 90% verantwortlich. Sonst jeder von uns mit seiner kleinen Beteiligungen für das Arrangement.
Ville ist für alle Lieder verantwortlich.
Bevor wir ins Studio gehen, machen wir eine 100% Vorproduktion also immer Demos bevor wir ins Studio gehen um das Beste herauszuholen.

[b]Könntet ihr was über die Finnische Szene sagen?[/b]
[b]Ville:[/b] Gut wie immer. Es ist ein kleines Land und Jeder kennt Jeden, die Bands sind Freunde und es besteht keine Konkurrenz.

[b]Gibt es viel versprechende neue Bands?[/b]
[b]Ville:[/b] hmm Insane Remedy, wer weiß vielleicht werdet ihr irgendwann etwas über die Band herausfinden?!
[b]Marko:[/b] Profane Omen haben grad ihr Debüt raus gebracht, Thrash Metal.

[b]Danke fürs Interview viel Glück und viel Spaß auf Tour!
Die letzten Worte sind Euer![/b]
[b]Marko:[/b] Danke, werden wir haben
[b]Ville:[/b] Ja, wir haben das immer haha
[b]Marko:[/b] Ja, besonders letzte Nacht (Jungs lachen)

[b]Was war da, wer A sagt muss auch B sagen...[/b]
[b]Marko:[/b] Letzte Nacht nach dem Ragnarök Festival gab es noch Wodka:-) und naja...ich fühle mich noch nicht ganz 100% aber das ist eben ein Teil des Tourlebens haha
Danke für das Interview!
[b]Ville:[/b] Ja, Danke

Chrisinfect






Metal Church - Interview mit Kurdt Vanderhoof (g) und Ronny Munroe (v)


[b]Kurdt & Ronny, heute Abend habt ihr die erste Show der „A Light in the Dark“-Tour gespielt, auf der ihr euer neues Album vorstellt, das am 16. Juni veröffentlicht wird, richtig?

Kurdt[/b]: Ja, hier am 16. Juni und in den Staaten am 27.

[b]Wie fühlt es sich an, wieder auf Tour zu sein? Seid ihr aufgeregt?

Ronny[/b]: Wir sind sehr aufgeregt. Wir haben einen neuen Drummer und es scheint so als wäre es jetzt ein bisschen anders. Und wir hatten nur ein paar Proben bis jetzt bevor wir uns auf die Tour begaben, aber eigentlich haben sich die Dinge heute wirklich zusammengefügt, meiner Meinung nach.
[b]Kurdt[/b]: Ja, absolut. Es ist großartig, jetzt jemanden wie Jeff Plate in der Band zu haben. Er ist genial für uns.
[b]Ronny[/b]: Er bringt uns auf das nächste Level.
Kurdt: Auf jeden Fall!

[b]OK. Aber eigentlich war es ja geplant, das Album noch direkt vor dem Tourstart zu veröffentlichen. Was ist da passiert?

Kurdt[/b]: Haptsächlich viele kleine Probleme im Studio. Verstärker, die durchbrennen oder schlechte Bänder weil wir immer noch alles analog aufnehmen. Solche Sachen halt. Wir müssen den Release-Date jetzt halt etwas nach hinten verschieben, wir sollten es ja schließlich fertigstellen, bevor wir es veröffentlichen. Es waren einige von diesen typischen Studio-Problemen.

[b]Aber ihr habt heute Abend trotzdem neue Songs gespielt. Wie schätzt ihr die Reaktionen des Publikums ein? Was denkt ihr?

Ronny[/b]: Gut, wenn man bedenkt, dass das Album noch nicht veröffentlicht ist. Wir starteten mit „A Light in the Dark“ und „Mirror of Lies“ vom neuen Abum haben wir auch gespielt und die Reaktion des Publikums war meiner Meinung nach großartig.
[b]Kurdt[/b]: Vor allem für Leute, die die Songs noch nicht gehört hatten war das... Das ist eine gute Methode es zu testen.Wenn du siehst, dass die Reaktionen gut sind, freust Du dich natürlich.
[b]Ronny[/b]:Ganz genau. „A Light in the Dark“ ist meiner Meinung nach ein bisschen härter als das Material von „The Weight of the World“, und es kam sehr gut an.

[b]Ihr habt vorhin schon Jeff Plate erwähnt. Wann ist er bei euch eingestiegen, und habt ihr das Gefühl, dass er sich zu Hause fühlt, wenn er mit euch auf der Bühne steht (bzw. sitzt)?

Kurdt[/b]: Ja, ich glaube, dass er das wirklich tut. Ich meine es ist erst seine dritte Show. Er muss noch die Bewegungsabläufe ausarbeiten und sich daran gewöhnen mit uns zu spielen, aber ich denke es macht ihm doch sehr Spaß. Es scheint jedenfalls so. Er stieg direkt vor dem Album bei uns ein, deshalb hat er eine Menge Arbeit sehr schnell zu erledigen.

[b]Noch ein paar Worte zum neuen Album?

Ronny[/b]: Bitte kauft es euch – und bitte ladet es nicht einfach aus dem Internet!

[b]Vielen Dank für das Interview, Kurdt und Ronny. Ein paar letzte Worte an die Fans!

Kurdt[/b]: Wir hatten viel Spaß hier. Wir waren schon einmal hier. Aber heute Abend war großartig, die Zuschauer waren phänomenal. Wir lieben es, hier zu sein. Vielen Dank, dass ihr da ward!
[b]Ronny[/b]: Deutschland rockt!

[b]Kurdt[/b]: Erhaltet den Metal am Leben. Unterstützt weiterhin eure lokale Metal-Szene und kauft weiterhin Alben da draussen! Wir lieben es hier in Deutschland! Vielen, vielen Dank!

[k]Dario[/k]






Keep of Kalessin - Interview mit Obsidian C. (V, G) und Thebon (V)


[b]Bei einem Glas Wasser oben an der Theke der Spielhalle erzählen Bandgründer und Satyricon - Gitarrist Obsidian C. und Sänger Thebon etwas über ihr aktuelles Album "Armada" und anderes.[/b]


[b]Hi Obsidian, wie läuft es mit der Tour bisher?[/b][bild1]

[b]Obsidian C.:[/b]Es war echt gut, und es gefällt uns ganz gut, mit CARPATHIAN FOREST und HATE zu touren. Die Bands kommen auch privat ganz gut miteinander aus. Für uns war es zwar ein wenig stressig, weil ich nach der ersten Tour - Woche nach Norwegen musste, um mit SATYRICON aufzutreten, was bedeutete, dass ich an einem Abend zwei Shows hätte spielen müssen, auf Tour mit Keep of Kalessin und abends in Norwegen mit SATYRICON. Also mussten wir eine zweiwöchige Pause einlegen, und sind vor ein paar Tagen zurückgekommen, um die Tour fortzusetzen. Es war ziemlich viel Fliegerei, hin- und zurück.
Aber es macht grossen Spass, und das Publikum ist super. Es scheint, als würden immer mehr Leute sich für Keep of Kalessin interessieren, und viele Leute kennen sogar die Texte auswendig.

[b]Das war genau, was ich Dich als Nächstes fragen wollte - wie sind die Reaktionen live, und wie kommt Euer neues Album "Armada" beim Publikum an?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b]Die Reaktionen auf "Armada" waren, ehrlich gesagt, überwältigend. Jedes Magazin hat uns Höchstpunktzahlen gegeben, und die Leute mochten es auch. Was wir gerne tun würden ist, die Band ein bißchen bekannter zu machen. Sie existiert ja schon seit einigen Jahren, aber man kennt uns nicht so richtig, einige haben vielleicht schon mal den Namen gehört. Ich hoffe sehr, dass sich das irgendwann ändern wird, und jetzt haben wir hier auch einige Leute getroffen, die die Lyrics kennen, und auch grosse Fans von uns sind.

[b]Hierzulande kennt man Keep of Kalessin vielleicht auch eher, als die Band, die mal mit Frost (Satyricon) und Attila (Mayhem) ein Projekt zusammen gemacht hat. Denkst du, dass sich das nun ändern wird?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b] Ja, ich denke schon, weil das aktuelle Album viel stärker ist, als alles, was bisher gemacht wurde. Wir brauchen Frost und Attila nicht, um ein gutes Album aufzunehmen. Es gab auch einige Besetzungswechsel, und das hier ist das beste Line-Up, das wir jemals hatten.[bild4] Ich denke, dass das Publikum das auch merkt und mehr Wert auf die Musik legt, als auf die Leute, die in der Band sind.

[b]Nach der ganzen Fliegerei und den Line - Up Änderungen, könnt ihr Euch untereinander immer noch ausstehen und jeden Tag auf Tour sehen, oder gibt es da keine Probleme?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b]Nein, dieses Line - Up ist wirklich toll, und wir haben viel Spass miteinander. Wir kommen sehr gut miteinander aus, wir streiten uns nicht..

[b]Thebon, stimmt das?[/b][bild2]

[b]Thebon:[/b][k](lacht)[/k] Ja, das stimmt. Wir sind gut befreundet.

[b]Du bist, glaube ich, ein guter Freund von Vyl, Eurem Schlagzeuger?[/b]

[b]Thebon:[/b]Ja, stimmt. Wir haben vor Jahren mal zusammen in einer Band gespielt, und als diese Band sich aufgelöst hat, ist er zu Keep of Kalessin. Und ich schliesslich auch.

[b]Und gefällt es Dir, jetzt bei Keep of Kalessin zu sein?[/b]

[b]Thebon:[/b]Ja, ich liebe es.

[b]Ist es Deine erste Tour mit KoK ?[/b]

[b]Thebon:[/b]Nein, das ist schon die Zweite.

[b]Und, gibt es vielleicht irgendwelche besonderen Erfahrungen oder Stories von der Tour, die es zu berichten wert wären?[/b]

[b]Thebon:[/b]Hmm, nein. Ich denke nicht. Vielleicht hat Obsidian welche?

[b]Obsidian C.:[/b]Ich weiss nicht...Ah, naja, im Dezember sind wir mit HYPOCRISY getourt, und das war für die Band die erste richtige Tour ausserhalb von Norwegen. Das war echt gut, und das ist jetzt unsere zweite Tour. Es gibt uns jetzt seit bald 10 Jahren, aber wir sind nie so viel live aufgetreten, doch unser neues Line-Up ist wirklich gut. Wir sind jetzt erst wirklich bereit zum Touren.

[b]Du hast sicherlich schon eine Menge Tour - Erfahrung, als Live - Gitarrist von SATYRICON? Und ich wette, da gibt es sicherlich auch eine Menge Geschichten zu erzählen?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b]Hmmm.

[b]Es gab da so Gerüchte, dass Du mit dem norwegischen Gesetz in Konflikt geraten bist? Ich weiss nicht genau, vielleicht möchtest Du die Geschichte ja selbst erzählen-?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b]Wie bitte? Ich weiss nicht genau, an welche Geschichte Du da gerade denkst.

[b]Vielleicht ist es einfach nur ein dummes Gerücht, aber ich habe gehört, dass man Dich wegen Vergewaltigung angezeigt hat.[/b]

[b]Obsidian C.:[/b]Ja, es gab da diese Sache in Kanada, und wir waren ziemlich angepisst deswegen. Es war alles kompletter Bullshit, total übertrieben, und es gab einen Medien - Hype deswegen, hat sogar für Schlagzeilen in Norwegen gesorgt. Aber mittlerweile sind wir von der Anklage freigesprochen worden, und es liegt alles hinter uns, worüber wir sehr froh sind, da wir nie etwas dergleichen getan haben.

[b]Es wurde mehr als eines Eurer Bandmitglieder wegen Vergewaltigung angeklagt?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b]Ja, ich und der andere Gitarrist. Aber wie ich schon sagte, es hat sich alles aufgeklärt und sich herausgestellt, dass die Anklage jeder Grundlage entbehrt.

[b]Also habt ihr den Kopf endlich frei für die Tour?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b] Ja, und endlich kann ich mich ausschliesslich auf die Musik und die Tour konzentrieren - das, was ich am liebsten tue.

[b]Euer aktuelles Album, "Armada", ist sehr episch geworden und erinnert vielleicht ein wenig an einen Film - Soundtrack. Schaust Du Dir gerne Filme an? Worum geht es auf "Armada"?[/b][bild3]

[b]Obsidian C.:[/b]Ich schaue mir sehr gerne Filme an, und es gibt etwas bei "Pulp Fiction" sowie anderen Filmen, das mich aus dieser Welt herausholt. Ich glaube, einen Film anzuschauen ist in etwa so, wie Musik zu hören. Ich suche meistens nach der Atmosphäre des Ganzen. Ich könnte mir einen Film vielleicht 300 x anschauen, solange er in der Lage ist, mir eine Stimmung und ein bestimmtes Gefühl zu vermitteln. ich denke, das ist eine der besten Sachen an einem Film - ein bestimmtes Gefühl, das in dem Film sozusagen eingebaut ist, aber das ist nicht ausschliesslich, wonach ich suche. Ich achte nur auf die Stimmung. Bei diesem Album bin ich sehr von vielen verschiedenen Filmen inspiriert worden, und es erinnert fast ein wenig an einen grossen, epischen Kriegsfilm wie beispielsweise "Troja" oder "Alexander", oder ähnliche. Die Musik ist sehr episch und sehr symphonisch, aber wir haben keine Synthesizer verwendet, um diesen Eindruck zu erzeugen, es ist alles ausschliesslich mit Gitarren eingespielt worden.

[b]Als Black Metal - Gitarrist geniesst Du einen sehr guten Ruf - ich habe gar gehört, dass es keinen schnelleren Gitarristen im Black Metal als Dich gäbe, stimmt das?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b](lacht laut)Na klar, das stimmt wahrscheinlich.(lacht wieder.) Ich habe keine Ahnung, ob das wahr ist, wahrscheinlich gibt es Schnellere als mich. Auf dem neuen Album haben wir bei einem der Songs eine Geschwindigkeit von etwa 1110 Anschlägen pro Minute, das macht in etwa 18,5 pro Sekunde.

[b]Wow, ist das wahr? Ich freue mich sehr, das Konzert heute abend zu sehen. Danke Euch für das Interview. Gibt es etwas, das ihr noch gerne loswerden möchtet?[/b]

[b]Obsidian C.:[/b]Schaut Euch einfach die Show heute an und hört in das neue Album rein, es ist ein grosses, episches Black Metal Album!

[b]Letzte Worte von Dir, Thebon?[/b]

[b]Thebon:[/b]Ich hoffe sehr, dass heute abend viele Leute kommen werden und sich das Konzert anschauen!

[k]Genia[/k]







Rage - Interview mit Peavy (V, B) und Victor Smolski (G)


[b]Während FREEDOM CALL oben den Club 2 schon mal vorwärmen, haben wir es uns mit Peavy im Backstage-Bereich gemütlich gemacht. Als wir gerade mit dem Interview anfangen wollen, schaut Mike Terrana (Drums) kurz herein, also zieh´ ich die Frage an ihn vor.[/b]

[b]Mike, Peavy schrieb in seinem Tour-Tagebuch, dass Du etwas am Daumen hattest. Wie geht es Dir denn inzwischen?[/b][bild2]

[b]Mike:[/b] Ich hatte eine Nagelentzündung und sie mussten einen kleinen Schnitt machen, um es zu verbessern. Aber ich habe weitergemacht - die Show ging weiter, wie ein richtiger Profi, weil ich ein starker Mann bin. Das ist nicht wirklich interessant... Dinge, die an einem Day-Off passieren... Es sollte mein Day-Off werden, aber dann war mein Daumen infiziert und ich dachte - OK, ich sitze hier im Hotel, vielleicht geht es ja weg. Und dann wurde mein Daumen immer dicker, dann ging ich zur Ambulanz und sie schnitten es auf. Aber: hier bin ich, immer noch am Leben. Eine sehr aufregende Geschichte. Das sind die Dinge, die „on the road“ passieren. Dinge, über die eigentlich niemand sprechen sollte.

[b]Peavy, euer neues Album hat zwei Teile. Zum einen die „Lingua Mortis Suite“, komplett von Victor komponiert. Zum anderen wieder klassische RAGE - Kracher, zu denen Du auch wieder deinen kompositorischen Beitrag geleistet hast. Kannst Du nach deiner langen Karriere noch irgendwelche musikalischen Einflüsse nennen, die Dich, vielleicht auch gerade für das neue Album, inspiriert haben?[/b][bild1]

[b]Peavy:[/b] Ich höre in den letzten Jahren verstärkt Progressive-Zeug wie SPOCK`S BEARD oder DREAM THEATER. Ich weiß aber nicht, ob mich das wirklich inspiriert oder beeinflusst, ich glaube, eher weniger. Ich meine, manche Leute haben jetzt über das neue Album geschrieben, dass meine Songs irgendwie frickeliger werden oder progressiver rüberkämen. Ich finde eigentlich, was ich da mache, ist ziemlich straightes Zeug. Ich denke, ich schreibe nach wie vor meine Sachen, so wie ich es früher auch gemacht habe. Ich mag Metal, der auf die Glocke geht und so arrangiere ich auch. Und die progressiveren Elemente oder Einflüsse bei unseren letzten Platten kommen eigentlich jetzt eher von Victor. So ein Ding wie die “ Suite“ ist halt ein bisschen progressiv angehaucht und aufwendiger gemacht, das sind seine Einflüsse.

[b]Gehen wir von der Musik zu den Texten. In der „Lingua Mortis Suite“ geht es um das klassische Thema „Der Tod und das Mädchen“, der Text zu „Be With Me or Be Gone“ dürfte hingegen eher von persönlichen Erlebnissen inspiriert sein?[/b]

[b]Peavy:[/b] Ja, der ist eher was Persönliches, wobei er noch nicht mal auf irgendeine spezielle Person gemünzt ist. Das ist einfach diese Erfahrung, die man so im Laufe seines Lebens macht. Man stellt fest, dass langjährige Freundschaften, wo man immer dachte, mit dem bist Du den Rest deines Lebens befreundet, dass so etwas zerbröselt im Laufe der Jahre und man dann irgendwann feststellt, man hat überhaupt nichts mehr miteinander zu tun. Das ist irgendwie deprimierend auf die eine Art und Weise, andererseits ist das einfach eine Tatsache, die anscheinend im Laufe des Lebens so passiert. Man kommt mal zusammen und irgendwann driftet man wieder voneinander ab wie Raumschiffe, die aneienander andocken und dann irgendwann wieder wegfliegen.

[b]Zwei weitere Tracks, „Kill Your Gods“ und „Speak of the Dead“, sind schließlich politische Statements, in denen Du ganz klar sagst, was Du von Krieg und religiösem Fanatismus hältst.[/b]

[b]Peavy:[/b] Ich denk mal, die Texte sind relativ eindeutig!

[b]Zu „No Fear“ gibt es auch einen Videoclip, eine Art Trailer zu dem Film „Ludgers Fall“. Kannst Du etwas darüber erzählen?[/b]

[b]Peavy:[/b] Ich kann gar nicht viel dazu sagen, weil der Film noch nicht fertig ist, der soll erst im Sommer fertig gestellt werden. Was ich bis jetzt mitbekommen habe ist, dass es ein Psycho -Thriller ist, eine deutsche Produktion. Der Regisseur ist ein alter Freund von mir, der rief mich letzten Herbst an und fragte, ob wir eine Nummer für seinen Soundtrack hätten. Daraufhin haben wir ihm „No Fear“ angeboten und er hat uns dann sozusagen als Gegenleistung einen Videoclip mit Material aus dem Film gemacht.

[b]Inzwischen hat sich auch Victor zu uns gesellt, der sich unermüdlich nebenher auf seiner Gitarre einspielt.
Victor, der Plan oder der Wunsch, wieder mit einem Orchester aufzutreten, wird der in der näheren Zukunft realisierbar sein, oder werden sich die Fans in dieser Hinsicht noch etwas gedulden müssen?[/b]

[b]Victor:[/b] Das hoffe ich sehr. Momentan bin ich mit einem Orchester im Gespräch und versuche, da finanziell irgendwie ein paar Sponsoren zu finden, die das möglich machen können. Vielleicht klappt das schon im Mai für die DVD, dass wir in Russland ein kleines Orchester kriegen, und wenn nicht, dann ist eventuell Richtung Weihnachten eine kleine einwöchige Tour realisierbar.[bild3]

[b]Willst Du noch etwas über die „Lingua Mortis Suite“ erzählen, ob Du irgendwelche kompositorischen Einflüsse nennen kannst?[/b]

[b]Victor:[/b] Ich höre und komponiere gerne klassiche Musik. Das hat vor ein paar Jahren schon angefangen...

[b]Du hast ja auch eine sehr gute Ausbildung in so gut wie allen Richtungen...[/b]

[b]Victor:[/b] Ja, Klassik habe ich reichlich studiert. 18 Jahre, das reicht schon!

[b]Aber auch Jazz- und Rock-Gitarre...[/b]

[b]Victor:[/b] (lacht) Ja, das auch.

[b]...und jetzt mit RAGE kannst Du beides auf geniale Weise verbinden...[/b]

[b]Victor:[/b] Das versuch ich!

[b]Peavy, gehen wir doch mal zurück in die Vergangenheit. Auf den frühen RAGE -Alben hast Du noch ziemlich hoch gesungen im Gegensatz zu heute.[/b]

[b]Peavy:[/b] Das war einfach Mode, damals mussten alle so hoch quietschen, das gehörte sich einfach.

[b]...und das hat sich einfach ganz natürlich entwickelt, dass Du heute in einer tieferen Stimmlage singst?[/b]

[b]Peavy:[/b] Ich habe eigentlich auch schon davor in der Lage gesungen, in der ich heute singe, also bevor wir RAGE aufgemacht haben. In meiner allerersten Combo habe ich noch nocht so hoch gequietscht. Wie gesagt, das hohe Gequietsche war damals Mode. Ich weiß nicht, wer mit diesem Scheiss angefangen hat, wahrscheinlich Rob Halford, der hat´s irgendwie populär gemacht und alle wollten plötzlich so singen wie er. Aber das ist eigentlich eine Unsitte, wenn ich mir das heute mal überlege, ist das eine unnatürliche Lage, damit macht man sich meistens nur die Stimme kaputt. Ausserdem klingt´s meistens scheisse, es gibt nur ganz wenige Sänger, wo das wirklich mit Eiern rüberkommt. So wie Rob Halford irgendwie, es gibt wirklich nur eine Handvoll Leute, die in dieser Lage wirklich noch Power haben. Die meisten Leute, die in der Lage singen, die klingen einfach nur whimpy. Also irgendwann habe ich mal darüber nachgedacht, so Anfang der Neunziger, und habe dann einfach für mich beschlossen, dass ich das scheisse finde und dass ich das nicht mehr mache.

[b]Gehen wir wieder zurück in die Gegenwart. Bei dieser Tour war der erste Gig ein ganz spezieller, da habt ihr auf einer Fähre gespielt. Wie kann man sich das denn vorstellen?[/b]

[b]Peavy:[/b] (lacht) Das war das pure Chaos, einfach nur Chaos. Ein ganzes Schiff voll besoffener Schweden, die waren alle inklusive des Veranstalters breit. Das haben wir noch nie gemacht, aber es war ganz witzig. Das ganze Meer war komplett zugefroren, das hatte ich noch nie gesehen. Also wirklich meterdicke Eisschollen, da ist ein Eisbrecher vor uns hergefahren, damit überhaupt eine Fahrrinne da war, wo wir durch konnten. Ich hätte nie gedacht, dass es so kalt sein kann. Das ist so wie eine Butterfahrt, nur mit Metal halt![bild4]

[b]Vielen Dank für die Zeit, Peavy...[/b]

[b]Peavy:[/b] Kein Thema, auf Tour ist so viel Langeweile...

[b]Dann werdet ihr jetzt gleich die RoFa zum x-ten Mal in Schutt und Asche legen...[/b]

[b]Peavy:[/b] Wenn wir das gemacht hätten, dann stände sie ja jetzt nicht mehr!

[b]Aber ihr werdet sie, wie gesagt zum x-ten Mal rocken...[/b]

[b]Peavy:[/b] Das wollen wir doch hoffen!

Dario

[k]Mehr Bilder vom Abend findet ihr im Fotoarchiv![/k]







Pro - Pain - Interview mit Tom (G) und Gary (G,V)


[b]Nach ihrem Gig im Club 2 sitzen mir Pro-Pain Gitarrist Tom Klimchuck und mit etwas Verspätung auch Sänger und Bassist Gary Meskil gegenüber, um einen kurzen Plausch zu halten.[/b]

[b]Seid ihr mit eurer heutigen Show zufrieden? Verlief alles nach Plan?[/b]

[b]Tom:[/b] Ja, es war eine tolle Show! Von der Zuschauerzahl her war es im mittleren Bereich. Manchmal haben wir größere Shows, manchmal kleinere. Ich mag aber die kleineren Shows. Da habe ich meistens einen besseren Sound auf der Bühne und es ist einfach eine bessere Atmosphäre - kuschelig, haha...[bild1]

[b]Spielt ihr eigentlich immer totale Best-of Shows? Die meisten Bands legen ja mit neuen Tracks los, aber ihr habt erstmal mit „Stand tall“ und „In for the kill“ begonnen.[/b]

[b]Tom:[/b] Wir versuchen jede Scheibe zu präsentieren und mit jeder Neuen wird das immer schwieriger. Wir haben mittlerweile über 100 Songs und wir versuchen die eben in eine 75-90 minütige Show zu packen. Dabei beginnen wir einfach mit alten Stücken, damit die Show gut in die Gänge kommt und spielen auch Stücke, die gut zueinander passen, um etwas Dynamik in den Gig zu bringen.

[b]Eure letzte Scheibe „Prophets of Doom“ ist ja mittlerweile auch schon ein Jahr alt, was habt ihr denn in der Zwischenzeit gemacht?[/b]

[b]Tom:[/b] Wir sind für dieses Album etwas mehr auf Tour, als für die Letzten. Es gab zwei US-Touren und jetzt sind wir gerade zum dritten Mal in Europa. Wenn das dann vorbei ist, fahren wir wieder nach Hause und beginnen die Arbeit am nächsten Album.

[b]Wird dieses nächste Album dann typisch Pro-Pain sein, oder probiert ihr mal etwas Neues aus? Mit „Round 6“ habt ihr ja z.B. schon mal Ausflüge zu melodischem Gesang gewagt.[/b]

[b]Tom:[/b] Man wird bestimmt keine großen Veränderungen bei unserm Zeug feststellen, harghhargh... Wir versuchen aber hin und wieder etwas mit anderen Dingen rumzuspielen, sind uns aber zur Zeit noch nicht sicher, in welche Richtung wir mit dem neuen Album gehen wollen.

[b]Habt ihr keine Angst, dass in Zukunft niemand mehr Pro-Pain CD’s kauft, weil sich jeder denkt, dass er doch schon fünf gleich klingende CD’s im Schrank hat und eigentlich keine weiteren fünf mehr braucht?[/b][bild2]

[b]Tom:[/b] Solche Meinungen stören uns eigentlich nicht. Es gibt immer Leute die etwas schlechtes finden, aber es spiegelt sich nicht an unseren Albumverkäufen wieder und auch nicht in den Besucherzahlen unserer Tourneen. Und MP3 Trading hat ja die ganze Musikindustrie beeinflusst, nicht nur uns.
[b]Jetzt mischt sich auch Fronter Gary ein:[/b]
Das lässt sich heutzutage einfach nicht vermeiden. Das ist eben etwas unglücklich und die fruchtbareren Zeiten sind vorbei, um’s mal so zu sagen. Nun zieht es die Bands eben etwas mehr auf die Straße, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Und weil du das mit den gleichklingenden CD’s vorher angesprochen hast: Das ist eben unser Stil. Es gibt ja auch noch andere Bands wie Motörhead, Slayer oder auch die Ramones, deren Stil wir da fortführen. Ich glaube, Fans von diesen Bands bleiben vom Anfang bis zum Ende Fans. Leute, die Pro-Pain früher nicht mochten, werden das wahrscheinlich mit dem nächsten auch nicht ändern, haha...

[b]Mal angenommen, dass die CD-Verkäufe weiter abnehmen. Wovon würdet ihr dann leben?[/b]

[b]Tom:[/b] Dann müssten wir mit der Acoustic-Tiki-Bar-Band anfangen und an den Stränden von Florida spielen...
[b]Gary:[/b] Tom ist da eher häuslich veranlagt, ich würde mich einfach umbringen, haha!

[b]Was für ne brillante Idee... Aber Metalcore ist ja zur Zeit gerade sehr im Trend. Fühlt ihr euch als Initiatoren dieser Szene, oder wollt ihr damit nichts zu tun haben?[/b]

[b]Gary:[/b] Ich persönlich will kein Teil davon sein, denn wenn man als Band zu einem Trend gehört, kann das die Lebenszeit der Band verkürzen! Wir haben über die Jahre alle Trends gemieden und deshalb sind wir jetzt auch noch da!

[b]Aber ihr wart ja eine der ersten Bands, die Hardcore Riffs mit melodischen Lead Gitarren gemischt haben?[/b]

[b]Tom:[/b] Wenn man anfängt zu glauben, dass neue Bands uns nacheifern, gehen wir einfach in eine ganz neue Richtung und machen von jetzt an akustische Musik. Mit Banjo und Geige!

[b]Was für Musik hört ihr denn dann, wenn ihr keinen Metalcore mögt?[/b]

[b]Gary:[/b] Ich mag eigentlich schon einige dieser Bands: GOD FORBID und LAMB OF GOD zum Beispiel – die sind echt gut. Ich bin eigentlich zur Zeit kein großer Konsument von Heavy Metal. Wenn mir etwas wirklich gefällt, dann kaufe ich es. Ich bin ein großer Fan der Anfangstage, damals wurden einfach noch Extreme ausgelotet. Aber ich höre viele verschiedene Sachen. Ich stehe einfach auf Extreme, sehr melodische Sachen einerseits, aber auch sehr harte Sachen. Nur das, was zwischendrin ist, interessiert mich nicht.
[b]Tom:[/b] Ich kann mich dem eigentlich anschließen. Ich bin auch kein großer Konsument von harter Musik. Mein Musikgeschmack geht meistens Richtung Popmusik oder gitarrenorientierte Musik. Aber ich möchte bei harter Musik schon auf dem Laufenden bleiben, auch wenn es nicht wirklich das ist, womit ich mein Haus beschalle. [bild3]

[b]Werdet ihr eigentlich für immer alle denselben „Haarschnitt“ haben?[/b]

[b]Gary:[/b] Das ist lustig, dass du das fragst, weil vor einigen Touren hatte Tom einen richtig fiesen Afro!
[b]Tom:[/b] Ja, den kann ich mir wachsen lassen!
[b]Gary:[/b] Wir nannten ihn dann „Afro-dite“, hahaha... Und unser Drummer JC bringt ja auch ein paar Haare mehr mit.
[b]Tom:[/b] Die Zeit ist also gekommen! Wir haben nicht mehr alle dieselbe Frisur!

[b]Wie läuft es eigentlich mit JC? Passt er gut zur Band?[/b]

[b]Gary:[/b] Ja, es ist großartig. Er macht einen tollen Job!
[b]Tom:[/b] Unsere Line Up Wechsel waren früher schwer zu kontrollieren, auch weil wir eine Band sind, die sehr viel tourt. Da ist es schwer sein Privatleben zusammenzuhalten und viele Leute kommen im Musikbusiness einfach nicht damit klar. Man weiß zwar nie, was in der Zukunft passiert, aber im Moment haben wir ein starkes Line Up. JC ist ja nun auch schon drei Jahre dabei, sieht sich aber immer noch als den „Neuen“. Und wir anderen sind jetzt schon seit acht oder neun Jahren zusammen.

[b]Gary, wird es eigentlich eine CRUMBSUCKERS(Pro-Pain Vorläufer) Reunion geben?[/b]

[b]Gary:[/b] Ja, wir machen tatsächlich eine und zwar am 3. August. An der 20sten Geburtstagsfeier von Life of Dreams im BB Kings, in New York City. Über weiteres sprechen wir noch. Andere in der Band haben persönlich sehr viel zu tun, Sachen, die sie nicht einfach sein lassen können. Vielleicht spielen wir noch ein paar Festivals, aber bestimmt keine Tour oder so was. Aber es wird eine geile Show und ein Riesenspaß, soviel ist sicher!

Stefan







Moonsorrow - Interview mit Ville (V, B) und Mitja (G)


[b]Hallo Leute, ich sitze hier mit Moonsorrow, die heute mit Primordial und Mourning Beloveth ein Konzert hier gespielt haben, und ich werde jetzt ein paar Fragen stellen an den Mitja und den Wille.

Also, Jungs, wie verlief die Tour bisher, Mitja?[/b]

[b]Mitja:[/b] Es war toll.

[b]Ville:[/b] Ja, es war toll. Wir sind jetzt etwa seit 8 Tagen unterwegs und alles läuft super, wir haben eine gute Zeit und auch viel Spass mit den Jungs von Primordial.Wirklich nett.[bild1]

[b]Ville, ich glaube, das Publikum war super heute und hat Euch ordentlich abgefeiert. Soweit ich weiss, existiert die Band seit 1995, aber Euer erstes Album, ist, glaube ich, 2001 erst erschienen? Das ist eine verdammt lange Zeit bis zum ersten Album. Was kannst du uns darüber erzählen?[/b]

[b]Ville:[/b] Ja, die Band gab es schon, aber nicht in dieser Form. Zuerst waren es nur mein Cousin und ich, und wir hatten ein Projekt, das 5 Jahre gedauert hat. Die eigentliche Band formierte sich erst 2000.

[b]Und wie ist es mit den anderen Bands? Wie seid ihr eigentlich an die Iren von Primordial geraten, Finnen und Iren, das ist ja eine ziemlich eigenartige Mischung. Wie seid ihr an das Package gekommen, Markus?[/b]

[b]Markus:[/b] Zuerst haben wir das Angebot für eine Show in Amerika bekommen, in Minneapolis gibt es ein Festival namens Heathen Crusade (www.heathencrusade.com) und wir waren einer der Headliner, zusammen mit Primordial und Thyrfing aus Schweden. So haben wir uns gegenseitig kennengelernt, und die amerikanischen Organisatoren haben uns ziemlich viel Support gegeben. So kam die Überlegung zustande, gemeinsam auf Tour zu gehen.

[b]Alan von Primordial hat mir erzählt, dass bei Euch im Bus eine Erkältung herumgeht, ihr seid ja beide Sänger, also wie erhaltet Ihr Euch die Stimme in diesen Tagen, Ville?[/b]

[b]Ville:[/b] Ja, es ist wahr, da gibt es so was wie eine Art Grippe. Aber wir versuchen uns in Form zu halten, indem wir viel Wodka trinken.

[b]Mitja:[/b] Ja, Wodka, Jägermeister und auch Apfelkorn.

[b] Das war die letzte Frage, die ich Euch stellen wollte, denn es gibt ja dieses Klischee, dass alle Finnen viel Wodka und all so was trinken, also ihr vergnügt Euch auch mit Wodka, wenn ihr auf Tour seid?[/b]

[b]Mitja:[/b]Ja, also das ist Ansichtssache, weisst Du. Man kann nicht mehrere Tage hintereinander Wodka trinken, das geht höchstens mit Bier die ganze Tour lang. Sechs Tage lang Wodka trinken, das ist einfach too much.

[b]Ville:[/b] Das ist einfach too much. Und wenn Du glaubst, dass Finnen viel Wodka trinken, dann denk nochmal nach und guck dir mal die Iren an. (Gelächter)

[b]OK, ich schätze, das trifft vor allem die Jungs von Mourning Beloveth, oder?[/b]

[b]Alle:[/b] Yes.

[b] Und, wird es heute abend im Bus auch eine Party geben?[/b]
[b]Mitja:[/b] Na klar, wie jeden Abend!

[b]Ich wünsche Euch viel Spass heute abend und trinkt nicht so viel! Vielleicht sieht man sich noch einmal?[/b]

[b]Ville:[/b] Na klar!

Robby







Mourning Beloveth - Interview mit Tim (V) und Darren (D)


[b]Hallo Leute, ich bin jetzt hier mit Tim und Darren von Mourning Beloveth, die haben heute für Moonsorrow und Primordial das Konzert eröffnet. Eine sehr geile Band, die einige von Euch vielleicht nicht kennen werden, aber das wollen wir jetzt mal ändern.

So, und - Darren, wie verläuft die Tour bisher?[/b]

[b]Darren:[/b] Sehr gut. Es sind zwei Pagan Bands dabei und eine Doom Band und GARDENS OF GEHENNAH, was uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Wir hatten bisher zwei Touren mit Doom und Doom/Death Bands, und es war immer sehr gut, das Publikum ist klasse und die Reaktionen auch.

[b]OK Tim, wie seid ihr denn an das Package gekommen? Es ist doch eigentlich relativ ungewöhnlich, dass eine Doom/Death Band mit Pagan Bands zusammen spielt?[/b]

[b]Tim:[/b] Ich denke, das haben wir vor allem Alan von Primordial zu verdanken. Seit dem Heathen Crusade Festival (ein Viking/Heathen/Pagan/Folk/Death Metal Fest in den USA, siehe auch http://www.myspace.com/heathencrusade) hatte er das so auf der Liste. Wir haben hier zwei Pagan Bands als Headliner, dann Mourning Beloveth und Gardens Of Gehennah als Opener. Aber ich denke, es funktioniert gut und ist ein gutes Package, 4 Bands, die nicht alle das Gleiche spielen, um den Abend nicht zu lang werden zu lassen und die Leute bei der Stange zu halten.

[b]Darren:[/b] Ausserdem haben wir ohnehin jedes Wochenende zusammen gesoffen.

[b]Das kann ich mir vorstellen![/b]

[b]Tim:[/b] Ja, weisst du, Alan ist ein sehr guter Freund von uns, seit etwa 10 Jahren. Früher sind wir jedes Wochenende nach Dublin gefahren und haben uns bei ihm zuhause betrunken. Also war es auch klar, das wir irgendwann mal zusammen auf Tour gehen.

[b]Darren:[/b] Ausserdem gibt es so auch keine Ego - Probleme. Auf Tour muss jeder irgendwie miteinander auskommen, und es ist ganz gut, wenn man 2 Wochen aufeinander hocken muss und es da keine Streitereien gibt. So gibt es auch keine Eifersüchteleien, weil wir eine Doom/Death Band sind und sie eine Pagan Band, also kann man gegenseitig die Musik des anderen ohne Neid geniessen, ohne sich denken zu müssen "Shit, könnte ich doch bloss diesen Riff spielen..." (Gelächter).

[b]Also, Jungs, ihr seid ja ziemlich lustig und gutgelaunt, was mich echt wundert - was ist denn mit dem Klischee, dass eine Doomband immer düster und sorgevoll daherkommen muss?[/b]

[b]Tim:[/b] Es gibt verschiedene Doom Bands. Wir sind eine Doom - Metal - Band, OK?! Also stecken alle unsere verdammten Sorgen in unserer Musik, und den Rest der Zeit haben wir einfach Spass. That´s it: drink, play Doom, have fun.

[b]Das ist wirklich klasse. Ich glaube, in Deutschland seid ihr noch nicht wirklich bekannt, euer hierzulande bekanntestes Album ist "Dust", und ihr habt ja auch schon ein neues Album draussen. Wie sind überhaupt bisher so die Reaktionen hier in Deutschland, Tim?[/b]

[b]Tim:[/b] Ja, die Reaktionen hier waren wirklich gut. Seit dem Doom Shall Rise - Auftritt 2004 (www.doomshallrise.de) haben wir etwa sieben Shows in Irland und einige hier in Deutschland gespielt, zwei in Belgien und Holland. Hier in Ludwigsburg sind wir sicherlich nicht ganz unbekannt, es ist unsere zweite Show hier in 2 Jahren. Wir haben in München gespielt, und auch im Headbanger´s Ballroom in Hamburg, und die Reaktionen des Publikums waren überwältigend. Ich denke, wir sind nicht so bekannt, aber hier in Deutschland kennt man uns schon. Sogar einige der Doom Shall Rise - Organisatoren sind heute abend gekommen, um sich die Show anzusehen und einige sind extra wegen Mourning Beloveth hier, vorhin haben wir Leute aus Hamburg wiedergetroffen, und dann noch Leute, die extra 300 Km mit dem Zug angereist sind, nur weil Mourning Beloveth hier spielen, und sie waren total traurig, dass wir nur drei Songs gespielt haben.

[b]Darren:[/b] Wir sind ja jetzt auch bei einem deutschen Label unter Vertrag, "grau", und unsere CDs findet man in Media - Märkten in ganz Deutschland, was es den Leuten natürlich erleichtert, sie zu finden. Wir haben viel getourt in Europa in den letzten Jahren, und viele Menschen kennengelernt. Alle können zu unseren Gigs kommen und sich betrinken (lacht).

[b]Ich hoffe, das hilft beim CD - Verkauf, gerade in Deutschland! Danke Euch für das Interview, lasst uns oben noch ein Bier trinken und Primordial anschauen, OK?[/b]

[b]Tim:[/b] Danke Dir.

Robby







Primordial - Interview mit Alan A. Nemtheanga (V)


[b]Hallo Alan, wie verlief die Tour bisher?[/b]

[b]Alan:[/b] Ja danke, es läuft ganz gut. Es ist gerade mal knapp eine Woche her seit Tourbeginn, und bisher war alles sehr positiv. Es ist zwar heutzutage hart, Leute zu Konzerten zu kriegen, aber bisher lief alles ziemlich gut. Sogar die Montage und Dienstage waren ganz gut, wir können uns also nicht beschweren.

[b]Ihr habt letztes Jahr ziemlich oft in Deutschland gespielt, im Vergleich zu früher. Was war der Anlass dafür?[/b]

[b]Alan:[/b] Als wir angefangen haben, 1993 - 94 etwa kam das erste Album, waren wir nicht wirklich darauf vorbereitet, auf Tour zu gehen. Wir haben unsere Labels gewechselt, und es kam irgendwie nie dazu. Es gab damals auch nicht besonders viel Kontakte zu der Szene, um das zu organisieren. 1999 haben wir dann begonnen, mehr und mehr aufzutreten. Es ist aber immer noch nicht besonders viel, wir spielen nicht andauernd. Ein Primordial - Gig findet an den meisten Orten ein oder höchstens zweimal im Jahr statt. Wir würden auch gern noch interessant für die Leute bleiben, nicht andauernd touren. Früher, da waren wir noch jung, weisst du, wir wussten nicht so genau, wie man das alles handhabt. Aber inzwischen haben wir ein grösseres Label, was uns auch mehr Möglichkeiten eröffnet.

[b]OK Alan, ich denke, du weisst schon, was ich dich gern fragen möchte. Ihr wart ja bei Hammerheart Records, und es gibt da einige seltsame Gerüchte darüber, dass ihr einfach verschwunden seid, und jetzt seid ihr bei einem grossen Label, wie sieht es damit aus? [/b]

[b]Alan:[/b] Es ist echt traurig, was Geld aus manchen Menschen machen kann, und das ist alles, was ich über Hammerheart Records sagen möchte. Ich bin froh, Abstand zu alldem gewonnen zu haben, was dort vor Jahren passiert ist. Ist zwar nach wie vor schade, dass wir nicht die Rechte an unseren eigenen Alben besitzen, aber es ist nun einmal so, und ausserdem sind sie bei Plastichead re-released worden. Und mit Metal Blade ist es einfach gut, dort arbeiten Musiker, die wissen, was es heisst, in einer Band zu sein. Sie halten ihre Versprechen, und sind sehr aufrichtige Leute, und das mag ich. Man muss sich wenigstens keine Sorgen machen, dass sie ihren Job nicht richtig erledigen.

[b]Wie kommt das neue Album beim Publikum an? Ich denke, dass die Reaktionen natürlich durchwegs positiv waren, aber es ist ja auch schon einige Zeit her, seitdem das Album veröffentlicht wurde, wie denkst du heute darüber? [/b]

[b]Alan:[/b] Ja, es ist soweit OK. Wir haben es geschafft, das Album genauso aussehen zu lassen, wie wir es uns vorgestellt haben. Es unterscheidet sich deutlich von den anderen Alben, und der Sound ist ein komplett anderer. Wir wollten, dass es genauso klingt, wie bei uns im Proberaum und nicht künstlich und einfach nur seelenlos, diese grauenvolle Plastik - Musik, wo Nichts auch für Nichts steht. Wir sind froh, diese Vorstellung mit einem grösseren Label verwirklicht haben zu können. Unsere Lyrics und unsere Musik stehen für etwas, und es klingt nicht mehr wie computergesteuert. Für uns war es ein weiteres Kapitel in unserer Geschichte, und wir wissen noch nicht, wie das nächste Album sein wird, wir haben da aber auch keine Eile, sondern lassen uns noch Zeit. Wir wollten natürlich, dass es perfekt wird, aber wir waren nicht auf Perfektion aus, sondern nach etwas Echtem, mit Charakter.

[b]Alan, du musst jetzt los, dich auf das Konzert gleich vorbereiten. Ich danke Dir für das kurze Interview und wünsche viel Spass gleich beim Auftritt![/b]

Robby







Korpiklaani - Interview mit Jonne (G, V) und Jarkko (B)


[b] Hi, ihr habt gerade ein ziemlich gutes Konzert hier in der Rockfabrik, im Süden Deutschlands gegeben. Wie war´s und was war das für ein Feeling?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Müde, aber glücklich.

[b]Jonne:[/b] Yep. Du, sie hat vielleicht von dem Konzert geredet?

[b]Jarkko:[/b] Dasselbe. Es war ein gutes Konzert.

[b]Janno:[/b] Yep. Es war gut, zu spielen. Gute Stimmung in der Luft. Das deutsche Publikum überrascht uns immer wieder. Enthusiastisch. Für einen Sonntag war es wirklich gut. Naja, eigentlich für jeden Tag. Gutes Konzert.

[b]Und für dich?[/b]

[b]Cane:[/b] Yeah. Gute Show.

[b]Für dich auch?[/b]

[b]Juha:[/b] Eine der allerbesten Shows.[bild2]

[b]Ihr habt einige Songs von Eurem neuen Album, „Tales Along The Road“ gespielt, das am 21. April bei Napalm Records erscheint. Was unterscheidet dieses Album von den vorherigen?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Es sind mehr ausgereifte Songs auf dem Album. Und sie sind schneller, mehr Folk.

[b]Jonne:[/b] Nein, es ist nicht mehr Folk, sondern mehr Metal.

[b]Alle:[/b] (durcheinander) Yep. Nein. Aber es ist auch mehr Folk. Mehr Metal.

[b]Wollt ihr uns etwas über Folk Metal erzählen? Worum geht’s da eigentlich?[/b]

[b]Jonne:[/b] Es geht eigentlich um... Los, Hittavainen, erzähl etwas.

[b]Jarkko:[/b] Es ist gute Laune, Glück.

[b]Also seid ihr ziemlich glückliche Leute, oder?[/b]

[b]Jonne:[/b] Yep.

[b]Jarkko:[/b] Ja, vor allem wenn wir betrunken sind.[bild1]

[b]Jonne:[/b] Der Begriff Folk Music ist ziemlich verrufen und eigentlich auch nicht ganz richtig. Folk Music, das sind vor allem Leute wie Bob Dylan und akustische Gitarren. Hier geht es aber um traditionelle Folk Music, wie sie seit Jahrhunderten in unserem Land und vielen anderen Ländern gespielt wurde. Und wir haben sie mit Metal kombiniert. Das ist Folk Metal. Yep.

[b]Ihr spielt ausschliesslich echte Instrumente, keine künstlich erzeugten Klänge wie Keyboards oder Synthetizer. Wieso eigentlich, wäre es nicht viel einfacher, auf Tour zum Beispiel?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Diese Instrumente sind was für Kinder. Real men, real instruments.

[b]Jonne:[/b]Nein, bitte nicht diese digitalen Plastikschachteln.[bild3]

[b]Echte Männer, echte Instrumente...Jonne, du hast fünf Jahre mit den Saami – Leuten in Finnland gelebt, ist das wirklich wahr?[/b]

[b]Jonne:[/b] Yep. Es ist wahr.

[b]Und haben diese Erfahrungen deine Musik beeinflusst?[/b]

[b]Jonne:[/b] Ja, diese Zeit schon. Sie prägt die Musik, die ich gemacht habe und die ich mache. Yep.

(Kurze Unterhaltung in Finnisch)

[b]Also, was würdet ihr sagen, ähnelt sich Volksmusik auf der ganzen Welt irgendwie?[/b]

[b]Jonne:[/b] Sie ist schon stark ähnlich. Aber Hittavainen hier ist Experte für dieses Zeug, also, Hittavainen, sag bitte etwas dazu.

[b]Hittavainen:[/b] Ja, zumindest in Europa ist Folk Musik relativ ähnlich.

[b]Und was erwartet uns auf eurem bald erscheinenden Album?[/b]

[b]Jonne:[/b] Wir erwarten mehr Touren und Auftritte.

[b]Ihr habt in ganz Europa gespielt. Gibt es Pläne bezüglich einer Tour in Japan, oder vielleicht Australien?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Es hat einige Gespräche über eine Tour in Japan gegeben, aber die gibt es schon seit einigen Jahren, und wir waren immer noch nicht dort. Wir trauen dem also nicht so ganz. Aber wir bekommen viele Anfragen und Emails, ob wir nicht da oder dort spielen möchten, allerdings ist es nicht allein unsere Entscheidung, wo wir spielen.

[b]Jonne:[/b] Wir würden überall spielen.

[b]Jarkko:[/b] Ja, wir würden wirklich gern überall hinfahren. Aber es sind auch zum Beispiel finanzielle Gründe, wir können es uns nicht wirklich leisten, für einen Auftritt oder mehrere nach Japan zu fliegen. Wenn jemand eine Tour oder so etwas in die Wege leiten würde, würden wir sehr gerne kommen.

[b]Gibt es einen besonderen Ort, wo ihr gern auftreten würdet, Südamerika vielleicht?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Ich habe noch nie wirklich darüber nachgedacht, ob es diesen Ort gibt. Aber wir waren bisher an jedem Ort, wo wir gespielt haben, ziemlich glücklich. Wir haben einige wirklich tolle Leute getroffen, bei unseren Konzerten und auch ausserhalb. Es ist immer schön, neue Gesichter zu sehen, ganz egal, aus welchem Land sie stammen. Denke ich.

[b]Jonne:[/b] Ich auch.

[b]Jonne, du hast schon mit einigen anderen Bands gespielt, wie Shaman und Finntroll. Gibt es Unterschiede zu Korpiklaani? Was zeichnet Korpiklaani aus?[/b]

[b]Jonne:[/b] Der Hauptunterschied ist, dass es meine eigene Musik und meine eigene Band sind. Es sind mein Herz und meine Seele, die in dieser Band stecken.

[b]Ihr habt jetzt einige Line – Up Wechsel hinter euch, habt ihr inzwischen feste Mitglieder gefunden?[/b]

[b]Jonne:[/b] Wir werden versuchen, dieses Line – Up zu erhalten. Es ist das bisher beste Line – Up und es gefällt uns allen ziemlich gut.[bild4]

[b]Jarkko:[/b] Ja, es hat beim vorherigen Album einige Veränderungen gegeben. Zwei Leute haben die Band aus persönlichen Gründen verlassen, Familie, Studium. Juho kam neu dazu bei den Aufnahmen zum neuen Album und ist jetzt fest dabei. Vor etwa einem Jahr kam ich dazu, als Ersatz für den früheren Bassisten, der sich entschlossen hatte, nicht mehr mit der Band weiterzumachen. Es ist jetzt etwa ein Jahr her, seit ich dabei bin, und ich denke, es sieht ziemlich gut aus. Es sind ziemlich gute Leute.

[b]Jonne:[/b] Ich denke, es sind diese zwei Dinge und diese Jungs hier.

[b]Was hat Korpiklaani in nächster Zeit vor? Touren, oder zurück ins Studio?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Wir werden einige Konzerte geben, im Mai in Russland spielen, dann einige Sommerfestivals, das Wacken Open Air zum Beispiel. Dann wird es noch einige Gespräche über eine Tour in Mitteleuroipa geben, und im Oktober geht’s dann wahrscheinlich zurück ins Studio, um am nächsten Album zu arbeiten. Es wird ein ziemlich ausgefülltes Jahr.

[b]Eure Songtexte sind meistens in Englisch, und nicht in Finnisch. Wieso eigentlich, und worum geht es da?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Auf dem letzten Album waren sie fast alle in Englisch, auf diesem sind so gut wie alle in Finnisch. Einige davon haben wir selbst geschrieben, und auf dem neuen Album haben wir einen Gastautor, der viele Texte verfasst hat.

[b]Jonne:[/b] Und es geht vor allem um Biertrinken und Leben im Wald.

[b]Jarkko:[/b] Nein, das ist nicht ganz richtig. Es geht viel um frühere Zeiten in Finnland, die sich vom durchschnittlichen europäischen Mittelalter ziemlich stark unterscheiden und das Leben der Menschen damals. Sie haben die Wikinger bekämpft, die aus Norwegen und Schweden rüberkamen. Heute ist in Finnland, bzw Lappland, kaum noch Wald übrig. Wir hoffen, dass das Album den Leuten gefällt und sich auch einigermassen verkauft.

[b]Ist es eigentlich nicht schwierig, mit so vielen Leuten im Studio aufzunehmen?[/b]

[b]Jarkko:[/b] Das ist das Problem des Tontechnikers. Aber es ist nicht so ganz einfach, denn die Instrumente übertönen sich gegenseitig, das Akkordeon zum Beispiel steht sehr im Vordergrund. Deswegen spielen wir auf der Bühne nie Flöte oder andere Pfeifeninstrumente, sie würden schlicht und einfach untergehen. Live spielen wir nur Violine und Akkordeon. Wir hatten mal vor, eine Mandoline einzusetzen, aber auch sei ging einfach unter, also haben wir diese Idee ziemlich schnell wieder verworfen.

[b]Das Bandlogo von Korpiklaani ist ein alter Mann, der auf einer Trommel spielt. Woher kommt das?[/b]

[b]Jonne:[/b] Das ist so etwas wie ein Schamane. Diese Zeichnung findet man auf vielen Felswänden und in Höhlen oder alten Baumschnitzereien in Finnland, an ziemlich vielen Orten.

[b]Jarkko:[/b] Auch ausserhalb von Finnland, bis nach Russland hin. Es ist ein Schamanensymbol.

[b]Jonne:[/b] Auf unserem neuen Albumcover haben wir daraus einen echten Mann gemacht, eine reale Person sozusagen. Das alte Logo hatte ausgedient, also haben wir es ein wenig verändert.

[b]Gibt es noch etwas, das ich vergessen habe, Euch zu fragen? Würdet Ihr gern noch etwas loswerden?[/b]

[b]Jonne:[/b] Nicht wirklich.

(kurze finnische Unterhaltung)

[b] Vielen Dank an Euch für das Interview![/b]

Genia













Kataklysm - Interview mit Jean - Francois Dagenais (G)





[b]Hi, wie geht es Dir? Wie war die Tour bisher? Ging alles glatt?[/b]

[b]J-F Dagenais:[/b] Yeah, danke. Wir haben gestern gerade begonnen, und unsere erste Show hatte eine Killer – Resonanz, wie meistens, wenn wir in Deutschland spielen. Für uns, Kataklysm, ist es wie ein zweites Zuhause hier. Und die Show gestern war perfekt. Wir hatten aber einige Probleme auf dem Weg hierher, die Fluggesellschaft hatte unsere Gitarren und unser gesamtes Gepäck verloren. Wir kamen hier an und hatten nichts, kein Equipment, fuck! Aber pünktlich vor Beginn des Auftritts kam dann noch alles an und wir hatten ziemlich viel Spass. Die Leute von den anderen Bands sind supernett und total relaxt, also bisher war die Tour klasse.

[b]Also gefällt es Euch gut, mit Cannibal Corpse unterwegs zu sein?[/b]

[b]J-F:[/b] Ja, na klar! Es ist schon unsere vierte oder fünfte Tour mit Cannibal und wir sind gute Freunde, haben früher schon Busse geteilt. Es ist auch deswegen gut, weil wir ansonsten kaum Chancen haben, uns zu treffen, also ist die Tour mit ihnen auch jedesmal eine echt gute Party. [bild1]

[b]Euer neues Album, „In The Arms Of Devastation“, wurde als Euer bisher bestes Album bezeichnet. Wie kam es live an, bei den Fans?[/b]

[b]J-F:[/b] Bisher...naja ich kann das nicht so ganz glauben. Normalerweise ist es so, dass wenn wir ein neues Album rausbringen, die Leute mehr zu den alten Songs abgehen. Das neue Album ist halt noch neu, und es dauert im Schnitt etwa ein Jahr, bis man sich daran gewöhnt hat. Gestern, als wir die neuen Songs gespielt haben, war es eine sehr energiegeladene Stimmung und die Leute sind total abgegangen. Das war eine wirklich tolle Erfahrung.

[b]Welcher ist, Deiner Ansicht nach, der beste Song auf „In The Arms Of Devastation“? Und weshalb? Könnte es vielleicht „The Road To Devastation“ sein?[/b]

[b]J-F:[/b] Ich liebe „The Road To Devastation“. Es ist ein klassischer Metalsong, sehr melodisch, und ich stehe total auf diese Art von Songs. Stefano, unser Bassist, hat den Song geschrieben, und er hat ein ziemlich gutes Gefühl für diese Art von Musik. Mein Lieblingssong ist allerdings der Erste auf dem Album, „Angels Weeping In The Dark“. Zuerst, als wir ihn geschrieben und im Studio eingespielt hatten, haben wir gedacht, dass er als siebter oder achter Titel auf dem Album auftauchen würde. Aber als wir dann das Resultat gehört haben, habe ich gesagt, dass ich den Song wirklich mag und dass er der erste Track auf dem Album sein wird. Es ist mein Lieblingssong.

[b]Normalerweise produzierst Du alle Kataklysm Alben selbst, aber bei diesem Album habt ihr euch entschieden, das anders zu handhaben, wie kam das?[/b]

[b]J-F:[/b] Ja, gewöhnlich mache ich die Aufnahmen in meinem Studio. Diesmal waren wir allerdings etwas spät dran mit dem Aufnahmeprozess, und eine andere Band sollte ebenfalls im Studio aufnehmen. Ich musste mich entscheiden, ob wir weitermachen oder ob ich der Band absage. Also ob wir unsere Albumaufnahmen beenden oder ob ich es jemand anderem zusende, um es abmischen zu lassen. Es war nicht einfach, das zu tun, aber ich denke, dass es schlussendlich eine gute Entscheidung gewesen ist. Was Tue Madsen gemacht hat, gefällt mir wirklich gut, und ich finde auch, dass es gut klingt. Anders, als die Alben davor. Wenn ich es wieder übernommen hätte, hätte es genauso geklungen, wie das Vorherige (Serenity In Fire, 2004), und wir wollten etwas anderes.

[b]Ihr habt vor 15 Jahren bei Nuclear Blast unterschrieben, und seid heute noch beim gleichen Label. Das ist ziemlich ungewöhnlich, oder?[/b]

[b]J-F:[/b] Ja, langsam ist es fast wie eine Familie. Wir kennen jeden, der dort arbeitet, und sie waren echt nett zu uns und haben uns sehr gut behandelt. NB haben ziemlich viel in Kataklysm investiert, und es war wirklich gut. Bei der Art von Musik, die wir spielen, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgend ein anderes Label das Gleiche getan hätte. Naja, es ist jetzt 15 Jahre her und sie unterstützen immer noch extreme Musik. Nuclear Blast ist jetzt unser Zuhause, und ich denke, wir werden bei diesem Label bleiben, bis..naja, bis zum Ende:).

[b]Hoffen wir mal, dass der Tag niemals kommt! Gefällt Euch Touren überhaupt? Steht ihr auf europäisches Bier?[/b]

[b]J-F:[/b] Ja, klar. Es ist ein super Lifestyle. Ich meine, überall anders zu sein ist so viel besser als arbeiten. Wir haben das jetzt während der letzten Alben gemacht, Nonstop – Touring. Zwischen den Touren fahre ich heim und arbeite in meinem Studio, mit anderen Bands. Wenn ich nur touren müsste, würde ich die Studioarbeit vermissen, und umgekehrt ist es genauso. Neulich während einer Tour hat mich Peter Tägtgren von Hypocrisy gefragt, ob ich mit ihnen auf Tour gehen möchte, und ich habe sie auf der Amerika – Tour begleitet, also noch einen Extra – Monat eingelegt. Das war eine ganz neue Erfahrung, als Soundingenieur anstatt als Gitarrist unterwegs zu sein. Das Reisen wird mir fehlen, wenn es einmal aufhören sollte.

[b]Und ihr habt auch die Einladung von Bolt Thrower angenommen, mit ihnen zu touren, gleich im Anschluss an die No Mercy – Festivals?[/b]

[b]J-F:[/b] Yeah, das wird der nächste Killer! Bolt Thrower sind einer der wichtigsten Einflüsse für uns – das haben wir früher gehört, als wir noch jung waren. Und es ist ziemlich aufregend. Wir haben in 15 Jahren nicht ein einziges Mal die Gelegenheit gehabt, mit ihnen zu spielen. Es wird eine total geile Tour. Und ausserdem kommen wir das erste Mal nach Skandinavien – ich war noch niemals in Schweden oder Finnland, und ich freue mich sehr darauf.

[b]Was würdest du sagen, da du ja die meisten Songs geschrieben hast, wenn auch nicht alle auf „In The Arms Of Devastation“ - ist dieses Album vielleicht eine Fortsetzung von „Shadows And Shades“?[/b]

[b]J-F:[/b] Das ist von Album zu Album unterschiedlich. Manchmal schreibt Stefano etwas, manchmal Maurizio, und manchmal sind sie auch anderer Ansicht als ich. Dieses Jahr war ganz gut, es gab einiges an Inspirationen. Ich weiss nicht -auf „Shadows And Dust“ habe ich nicht so viel gemacht, das waren vor allem Maurizio und Stefano, dafür habe ich einiges an diesem hier getan. Jeder von uns tut etwas dazu, das macht uns schliesslich zu einer Band, und es gibt halt auch Differenzen. Beim letzten Album z.B. hatten wir einen anderen Drummer, und es war nicht das Gleiche, mit einer fremden Person Songs zu schreiben. Einige der Emotionen fehlten halt einfach.

[b]Du sagst, euer Drummer ist gegangen – was war eigentlich der Grund dafür?[/b]

[b]J-F:[/b] Naja, unser alter Drummer ist zurückgekommen. Der Grund dafür war, dass wir nach den Aufnahmen zum vorigen Album viel auf Tour waren, und er dann einige private Probleme bekam – Häuser, Frauen und so was alles. Er wollte eine Pause einlegen, und wir wollten weitermachen. Wenn ich mir das jetzt so im Rückblick anschaue, dann denke ich, wir hätten auf ihn warten sollen und ihm ein Jahr freigeben. Wir hatten Martin auf dem letzten Album, aber er war einfach ein Fremder in der Band, und es ist irgendwie komisch, mit jemandem in einer Band zu sein, den man nicht wirklich kennt. Wir kamen mit Martin auf der Bühne gut klar, aber hinter der Bühne hatte es etwas von Kataklysm und Martin. Als er die Band verlassen hatte, haben wir Max zufällig in irgendeinem Club beim Biertrinken getroffen, und er sagte, dass ihm das Schlagzeugspielen fehlt. Tja, und dann sagten wir: let´s do it again! Bei uns kann er Beides machen, sich betrinken und Schlagzeug spielen.

[b]Also ein echtes Multitalent! Wie sieht es eigentlich aus, du hast ja die Aufnahmen des aktuellen Disparaged Albums (Blood Source, 2006) gemacht. Wie war es, mit Disparaged zu arbeiten? Darf man dich danach fragen?[/b]

[b]J-F:[/b] Was mit Disparaged passiert ist, war Folgendes: sie haben die Aufnahmen in der Schweiz gemacht und uns zugeschickt. Es war ziemlich witzig, sie hatten ja die Aufnahmen zuhause gemacht und ich habe sie abgemischt - ich hatte sie zuhause auf meinem Messenger am PC und habe ihnen immer Samples geschickt, und sie meinten dann, ob ich dies oder jenes machen kann. Auf Entfernung so mit jemandem zu arbeiten war schon eine interessante Erfahrung. Es ist klasse, mit europäischen Bands zu arbeiten. Eine andere Band, mit denen ich auch gearbeitet habe, heisst Deadsoil, sie kommen aus Deutschland, habe ich gerade für Lifeforce Records gemacht.

[b]Und Euer Album, „In The Arms Of Devastation“, ist in den deutschen Charts? Was sagst du dazu?[/b]

[b]J-F:[/b] (lacht)Das ist ziemlich crazy. In Kanada wäre so etwas unvorstellbar. Metal wird dort zwar grossgeschrieben, aber es ist immer noch Underground und es ist unmöglich, dass es jemals in den Charts landen würde. Ich war so überrascht, als wir diese Liste bekommen haben, ich denke, ich werde sie einrahmen und mir an die Wand hängen, und werde sie eines Tages meinen Kindern zeigen und sagen: „ich war einmal in den deutschen Charts“.

(Alle, die ab hier weiter an schriftlichen Teilen des Interview - Mitschnittes interessiert sind, wenden sich bitte an folgende E-Mail Adresse: genia@h3c.de)

Genia
















Cannibal Corpse - Interview mit Paul Mazurkiewicz (D)


Das Interview wurde mit einem sehr gut gelaunten und entspannten Paul Mazurkiewicz, Stöckeschwinger bei CANNIBAL CORPSE geführt. Nach einem lecker Bierchen ging es dann auch gleich los.

[b] Hi Paul. Hoffe es ist alles klar und es geht Dir so weit auch gut?[/b]

[b]Paul:[/b] Hi. Danke ja, alles OK! Hoffe, bei Dir auch.[bild1]

[b]Wie verlief die Tour bisher?[/b]

[b]Paul:[/b] Wir haben gestern die erste Show gespielt und es lief sehr gut.

[b] Wie lange bleibt ihr hier, in Europa?[/b]

[b]Paul:[/b] Ich glaube, bis zum 1 Mai, es sind um die 30 Konzerte. Die meisten in Westeuropa.

[b] Wie ist es für euch, hier in Deutschland zu spielen, ihr spielt hier ja desöfteren. Wie beispielsweise hier, in der RoFa, wo ihr ja praktisch schon Stammgäste seid. Seid ihr immer noch aufgeregt?[/b]

[b]Paul:[/b] Ja, natürlich, aber wir freuen uns auch sehr, mal wieder hier spielen zu können. Es gibt eine sehr gute Anlage mit dem entsprechenden Sound. Wir sind auch froh, wieder hier zu spielen und das neue Album den Fans präsentieren zu können.

[b] Wer legt die Clubs fest, ihr oder das Management?[/b]

[b]Paul:[/b] Metallysee entscheidet es für Europa. Wir sagen, wir wollen auf Tour kommen und sie laden uns dann ein und erledigen die ganzen Angelegenheiten wegen der Tour.

[b] Habt ihr Länder, in denen ihr besonders gerne spielt?[/b]

[b]Paul:[/b] An sich überall. In Osteuropa ist es besonders gut, da dort nicht so oft Touren stattfinden und die Leute sehr gut abgehen! Aber eigentlich macht es überall Spaß.

[b] Wird es eine CANNIBAL CORPSE Tour geben, auf der ihr euer neues Album "Kill" promoted?[/b]

[b]Paul:[/b] Ja, natürlich. Wir werden in Amerika eine machen, die „Sounds of the Underground“ heißen wird. Es wird eine Art Mini - OZ - Festival werden. Wir werden nicht als Headliner auftreten, sondern in der Mitte spielen. Bands wie BEHEMOTH, IN FLAMES, GWAR oder AS I LAY DYING sind dabei, also eine gute Mischung aus verschiedenen Bereichen. Australien werden wir auch bereisen.

[b] Wie findest Du das aktuelle Package (Psycroptic, Grimfist, Legion Of The Damned, Kataklysm)?[/b]

[b]Paul:[/b] Sehr gut! Alle Bands gefallen mir.
Es wird dann noch eine zweite Tour mit PROSTITUTE DISFIGUREMENT und AEON geben.

[b] Wie hältst Du von Nu - Metal?[/b]

[b]Paul:[/b] Naja, ist nicht so mein Ding. Ich hör eher die alten Sachen, mit denen ich aufgewachsen bin. Aber es ist gut, dass überhaupt eine Art von Metal populär ist!

[b] Hast Du Lieblingsbands?[/b]

[b]Paul:[/b] Wie gesagt, die, mit denen ich aufgewachsen bin wie - SLAYER, KREATOR, DARK ANGEL...

[b] Das klingt ja eher thrashig...[/b]

[b]Paul:[/b] Damals gab es diese Bands und erst gegen später kam der Death Metal.

[b] Gibt es auch im Death Metal welche?[/b]

[b]Paul:[/b] Ja, Alex zB. mag NECROPHAGIST, mit denen wir eine USA - Tour im November machen werden. Oder auch PSYCROPTIC, SPAWN OF POSSESION, AEON.

[b] Kannst Du mir etwas über das neue Album erzählen? Gibt es Unterschiede, Differenzen zum letzten Album, z.B.?[/b][bild2]

[b]Paul:[/b] Vielleicht, dass wir Erik Rutan genommen haben. Es war praktisch, dass wir es in Florida machen konnten, in unser Heimatstadt und uns dadurch auch mehr Zeit lassen konnten.
Das gab uns Zeit, die wir vorher nie hatten, als wir noch in Texas aufgenommen haben. Ich denke, es ist das stärkste Album bisher. Es bekam auch bis jetzt sehr gute Reviews.

[b] Was war der Grund, Erik Rutan zu nehmen?[/b]

[b]Paul:[/b] Wir wollten einfach einen Wechsel. Wir hörten einige Sachen, die er produziert hatte, und fanden es sehr gut, was er so gemacht hat.

[b] Denke, dass es ist auch kein Fehler war, jemanden von HATE ETERNAL und MORBID ANGEL zu nehmen.[/b]

[b]Paul:[/b] Ja, das stimmt! Er ist ein Death Metal Gitarrist, der sich in diesem Bereich perfekt auskennt, das auch lebt und weiß, wie es zu laufen hat. Das machte auch für uns Sinn.

[b] Etwas zu Jack Owen. Er meinte in einigen Interviews, dass er nicht mehr so im Death Metal wäre, aber vor paar Wochen sah ich ihn mit DEICIDE auf Tour? Was sagst Du dazu?[/b]

[b]Paul:[/b] Das ist wirklich etwas verwirrend. Es war sicher nicht sein Plan, dort zu spielen. Anscheinend muß er auch schauen, wie er sein Geld verdient. Er muß genauso Essen, Rechnungen, Miete etc zahlen. Dafür haben wir aber Rob wieder!

[b] Wie kam es denn, dass ihr Rob wieder genommen habt?[/b]

[b]Paul:[/b] Jeremy Turner (Ex-ORIGIN) hat die letzten 2 Jahre mit uns getourt. Danach mußten wir schauen, wie es weiter geht. Rob rief uns an und meinte, er hätte Interesse, fest einzusteigen und er wohnt in Tampa, wie wir auch. Wir waren sehr erstaunt und mußten überlegen, und umso mehr wir überlegten, machte es auch alles mehr Sinn. Es war praktisch wie wieder in die Familie zurückgeholt.

[b] Hat Rob die Band damals von sich aus verlassen?[/b]

[b]Paul:[/b] Ja, er verließ die Band. Deswegen war die Entscheidung so schwer, ob wir ihn noch mal nehmen sollten, da er uns schon einmal den Rücken zugewandt hatte. Wir wollten ihn nicht aus den falschen Gründen drinhaben. 10 Jahre sind vergangen, und er hat sich verändert.

[b] Hat er etwas für „KILL“ beigesteuert?[/b]

[b]Paul:[/b] Ein Lied hat er geschrieben! „Barbaric Bloodgeonics“ Wir dachten, es muß langsam angehen.

[b] Steht ein Konzept hinter dem Album?[/b]

[b]Paul:[/b] Nein, das machen wir nie so. Wir nehmen einfach die Songs, die uns am besten gefallen.[bild3]

[b] Ist da nicht jemand, den ihr vielleicht killen möchtet?[/b]

[b]Paul:[/b] Nein, nein, neee :-) (Gelächter)

[b] Viele Leute fragen mich, ob ihr von eurer Musik leben könnt?[/b]

[b]Paul:[/b] Wir sind in der glücklichen Lage, mit einer Handvoll anderer Death Metal Bands, von Musik leben zu können. Noch dazu mit etwas, das wir lieben.

[b] Habt ihr noch Nebenprojekte?[/b]

[b]Paul:[/b] Alex macht was mit Ron Jarzombek von WATCHTOWER, George singt bei PATH OF POSSESION. Das ist alles, soweit ich weiß.

[b] Stimmt es, das ihr eure ersten drei Alben wieder spielen dürft?[/b]

[b]Paul:[/b] Ja, es ist etwas verwirrend, aber wie es aussieht, dürfen wir wieder die alten Sachen spielen! Bei Metal Blade wird etwas dazu erzählt.

[bild4][b] Gibt es ein Video zu „Kill“?[/b]

[b]Paul:[/b] Es wurde eines gemacht für „Make Them Suffer“. Wir waren letzten Monat für einen Tag in L.A. Denke, dass es das Beste ist, was wir bisher gemacht haben. Vielleicht werden wir noch eines machen, wenn wir zurück kommen.

[b] Wer hat es gemacht?[/b]

[b]Paul:[/b] Sein Name ist Dan Dobie. (Hoffe, der Name ist richtig geschrieben.)

[b] Ist es auch schön blutig?[/b]

[b]Paul:[/b] Wir haben zwei Versionen machen müssen, da es sonst nicht im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Wir werden sie im Internet oder auf DVD rausbringen. Beide sind sehr gut...aber die blutige Version ist besser, haha.

[b] Bist Du vielleicht an Fußball interessiert?[/b]

[b]Paul:[/b] Nein!(wie aus der Pistolle geschossen). Ich mag Sport, aber lieber spiele ich selbst, als zuzusehen. Ich spiele selber Eishockey und liebe American Football.

[b] Danke und die letzten Worte gehen an Dich![/b]

[b]Paul:[/b] Vielen Dank, und danke an alle, die CANNIBAL CORPSE unterstützen!

Chrisinfect







Mystic Prophecy - Interview mit Mystic Prophecy


Inter - view mit Lia (Vocals), Martin A. (Bass), Martin G. (Gitarre), Markus (Gitarre) und Mathias (Drums) von MYSTIC PROPHECY, in dem ihr nachlesen könnt, warum man nicht mit IRON MAIDEN tourt, wozu die Fans gut sind und was den Jungs vor dem Abschluss - Gig der Savage Forces - Tour noch so durch den Kopf ging.


[b]Hallo, na, wie geht’s euch? Wo kommt Ihr gerade her?[/b]

[b]Martin A.:[/b] Wenn Du es genau wissen willst, aus der Umkleide. Aber eigentlich aus der Schweiz...(schaut sich um)..wann waren wir in der Schweiz?
[b]Lia[/b]: Freitag!
[b] Martin A.:[/b] Freitag, naja, Samstag waren wir auch noch in der Schweiz, genaugenommen.

[b]Und ihr seid jetzt hier, im Süden. Wie findet ihr es hier?[/b]

[b]Martin A.:[/b] Puh, heut´noch RoFa, und dann...
[b]Martin G.:[/b] Naja, genaugenommen ist das heute unser Abschlussgig.

[b]Und was haltet ihr davon, den hier und heute zu spielen? Mathias, ich glaube, du bist hier DJ, oder?[/b]

[b]Mathias:[/b] Ja, was soll ich sagen..ich arbeite hier, meistens dann dort hinten, in diesem Glaskasten, und leg´ Platten auf, gute Metal – Musik, jeden Donnerstag. Und jeden letzten Samstag oben, im Club. Ist also quasi Heimspiel heute, und ich find´s echt gut, dass wir unseren letzten Gig in der RoFa haben.
[bild1]
[b]Wie fandet Ihr die Tour bisher? Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden? Euer letztes Album „Savage Souls“ hat ja ziemlich hohe Wellen geschlagen.[/b]

[b]Martin G.:[/b] Joah, also die Kritiken sind ja, wie gesagt, sehr gut. Eigentlich besser, als wir gedacht haben. Und die Besucherzahlen sind auch sehr gut, hoffe, auch heute wird es wieder richtig voll. Macht richtig Laune, mit der Band auf Tour zu gehen und live zu spielen, weil wir nicht nur im Studio gut sind, sondern vor allem auch live.
[b]Martin A.:[/b] Donnerwetter. Das hast Du aber gut gesagt.
[b]Martin G.:[/b] Ja, eben. Und das sagt er! (zeigt auf Martin A.).

[b]Wie kommt es eigentlich, dass ihr von Nuclear Blast weggegangen und zu Massacre Records gegangen seid? Gibt es dafür einen bestimmten Grund?[/b]

[b]Lia:[/b] Das ist das berühmte Problem zwischen Labels und Bands, man hat andere Interessen, der eine will nicht wie der andere, und so entscheidet man sich halt, getrennte Wege zu gehen, gell.
Will auch nicht mehr oder weniger sagen, weil es jetzt unfair wäre, ein Label schlecht zu machen, weil man vorher bei einem anderen Label war und jetzt halt bei einem Neuen. Interessiert auch, glaub ich, keinen. Die Musik interessiert die Leute, wenn die steht und passt, dann ist alles andere an Palaver eigentlich uninteressant.

[b]Also ihr seid jetzt nicht im Streit mit Nuclear Blast auseinander gegangen?[/b]

[b]Alle 5:[/b] Nein!

[b]Es hat ja auch einige Line-Up Wechsel bei Euch gegeben, Leute sind hinzugekommen und weggegangen. Bisher seid Ihr ja auch ein ziemlich internationales Projekt gewesen, habt die Leute aus der Schweiz eingeflogen?[/b]

[b]Lia:[/b] Schweiz?! Nee, Schweden. Schweden und Griechenland.
[b]Martin A.:[/b] Das Wort Projekt hat mich schon immer etwas gestört. Wenn man drei CDs in derselben Besetzung rausbringt, da glaube ich nicht, dass man noch von Projekt reden kann. Es war schon immer eigentlich eine Band gewesen. Und Line-Up Wechsel, tja, die gab es jetzt halt. Aber ich denke, wir sind jetzt stärker als je zuvor. Die Jungs haben einen hervorragenden Job gemacht im Studio, songtechnisch. Und livetechnisch auch. Wir haben uns eindeutig verbessert, ganz klar.[bild4]
[b]Lia:[/b] So ein Tapetenwechsel tut auch mal gut, auf jeden Fall. Und vor allem – ich kenne keine oder kaum eine Band, in der es keine Line-Up Wechsel gegeben hat. Ist sehr selten. Es ist nunmal so, es sind fünf Leute und jeder hat verschiedene Charaktere, entweder passt es oder es passt nicht. Man muss ja nicht immer streiten und all so was, die entscheiden sich so.

[b]Ihr werdet ja auch öfter mal mit Bands wie ICED EARTH oder NEVERMORE verglichen.. Wie findet ihr diesen Vergleich?[/b]

[b]Lia:[/b] Der Vergleich ist OK.
[b]Martin A.:[/b] Ehrenwert, eigentlich. Aber wir sind ja auch ein bisschen anders. Wir haben eine eigene Nische, unsere eigene Duftnote. Klar, ist ja immer so, wenn du eine einigermassen gute CD ablieferst, wirst du in irgendeinen Topf geschmissen. Was mich halt freut, ist dass ein paar immer noch ihre Probleme damit haben. Das heisst, du wirst uns mit Sicherheit schon raushören.

[b]Lia:[/b] Wir haben den Metal nun mal nicht erfunden. Vergleiche gibt es immer. Die Szene gibt es schon etwa 25 - 30 Jahre, und man findet auch immer Ähnlichkeiten zwischen der einen Band und der anderen. Letztendlich entscheidet der Fan, was gut ist und was nicht. Uns interessiert das eigentlich persönlich nicht, wir kommen halt gut an, und das ist uns das Wichtigste. Der Fan entscheidet, was nach vorne geht und was nicht.

[b]Wie wichtig ist euch der Kontakt zu euren Fans?[/b]

[b]Lia:[/b] Sehr wichtig. Ohne Fans ist eine Band nichts, einfach null, hat keinen Wert mehr. Klar, jeder Anfang ist schwer. Aber man muss seine Fans auch pflegen und darf sie nicht vergessen, was leider sehr viele Bands tun, sobald sie einen bestimmten Status erreichen. Ich glaube, das ist der falsche Schritt nach oben. Man soll die Fans nie vergessen.

[b]Mathias:[/b] Und was auch wichtig ist, selber immer Fan bleiben. Wenn ich so mitbekomme, dass Bands irgendwann die Musik, die neu rauskommt, nicht kennen, keine neuen Bands mehr kennen, selbst nie auf Konzerte gehen, dann verstehe ich das nicht so. Jemand, der Musik macht, muss auch selber Musik gern hören und muss auch selber Fan sein.

[b]Was sind denn, eurer Ansicht nach, die wichtigsten und besten Songs auf eurem neuen Album?[/b]

[b]Lia:[/b] „Evil Empires“ und „Masters Of Sin“, für mich.

[b]Markus:[/b] Für mich sind alle gut. Ich würde jeden einzelen Song noch einmal nehmen und auf Platte pressen, so, wie er ist. Eine Platte muss man immer im Zusammenhang ansehen, und ich finde, in dem Fall rockt die ganze Platte. That´s it.

[b]Gibt es zeitliche Schwierigkeiten mit Euren anderen Bandprojekten, wie
VALLEY´S EVE, zum Beispiel?[/b]

[b]Lia:[/b] VALLEY´S EVE ist zur Zeit auf Eis. Wird auch weiterhin so bleiben. Wir haben hier viel zu tun mit MYSTIC, haben demnächst noch 15 Gigs zu spielen und einige Open Airs, also erstmal noch genug zu tun. Es ist wichtig, die Band auch mal zu präsentieren.

[b]Mit welchen Bands würdet Ihr denn gern einmal live spielen?[/b]

[b]Lia:[/b] Naja, eine Band, die im Moment gut zu uns passen würde, wäre ICED EARTH...Ja und von den älteren..IRON MAIDEN vielleicht. Die Kohle fehlt, ansonsten würden wir mit allen spielen :).

[b]Wie lief es bisher so, mit MAJESTY? Seid Ihr mit denen zufrieden?[/b]

[b]Lia:[/b] Bisher haben wir mit den Jungs überhaupt keine Probleme gehabt. Absolut gar kein Thema.
[b]Markus:[/b] In dem Fall muss man auch betrachten, dass man das Ganze ja auch als Package verkaufen muss. Und das Package verkauft sich gut – wir ziehen die Frauen ab, und die können solange auf die Bühne gehen :)

[b]Seid ihr Fussbal – Fans? Werdet Ihr euch die WM anschauen?[/b]

[b]Martin A.:[/b] Ja, warum denn nicht?[bild3]
[b]Lia:[/b] Griechenland rules!

[b]Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt für dieses Interview! Die letzten Worte gehen an Euch![/b]

[b]Martin G.:[/b] Wir reissen heute die Bude ein!
[b]Martin A.:[/b] Das klingt gut.
[b]Mathias und Markus:[/b] Genau.
[b]Martin A.:[/b] Hoffen wir erstmal, dass wir heute einen geilen Gig hinlegen und die Leute zufrieden sind. Das ist das Allerwichtigste!


Genia







Majesty - Interview mit Tarek (V)


[b] Value for money!! - MAJESTY rocken die Rockfabrik Ludwigsburg, wo
Tarek, Björn und Michael uns über die Hellforces, Ehrlichkeit, das "MS" und einiges mehr aufklären.
Im Gegenzug dafür bekommen sie eine kleine Info zu ihrem Bandbestehen:-)[/b]
[bild1]
[b] 1.) Hi, Tarek, wie gehts?[/b]

[b] Tarek: [/b] Hallo, danke, gut!

[b] 2.) Spielt ihr hier in der Rock Fabrik zum ersten Mal heute Abend?[/b]

[b] Tarek: [/b] Nein, es ist heute das vierte Mal. Das erste Mal war im Club 2, dann haben wir noch den 3 Platz beim Nachwuchs Wettbewerb erzielt und noch ein Mal mit U.D.O. 2004. Heute wird es also der vierte Auftritt werden.

[b] 3.) Seid ihr heute genau so nervös wie beim ersten Mal?[/b]

[b] Tarek: [/b] Heute etwas nervöser, da meine Stimme total im Arsch ist. Es wird aber auf jeden Fall Rock´n Roll oben im Club2 geben! Denke, die Fans werden auch mitsingen.

[b] 4.) Freut ihr euch schon?[/b]

[b] Tarek: [/b] Immer!! Es ist immer geil, in der RoFa zu spielen, weil die Stimmung fantastisch ist. Wie gesagt, wir haben hier angefangen und immer wieder gespielt und es ist einfach ein geiler Laden. Ich komme auch selber öfters privat her, um zu feiern, abzubangen:-)

[b] 5.) Als süddeutsche Lokalmatadore - ist es einfacher oder schwerer hier zu spielen?[/b]

[b] Tarek: [/b] Ich komme 1 ½ Stunden von hier weg, also nicht ganz lokal und an sich ist es egal ob hier, in Hamburg oder Schweden. Es ist einfach so: wenn die Leute gut abgehen, Spaß haben, dann haben wir auch oben Spaß. Wir feiern praktisch alle eine Party und das ist das Wichtigste für uns!
[b] Michael: [/b] Ich seh es genau so!:-)

[b] 6.) Euer neues Album HELLFORCES ist seit kurzem draußen. Die CD scheint sehr gut anzukommen, erzähl mal was darüber.[/b]

[b] Tarek: [/b] Das Album ist fantastisch angekommen. Wir sind auch das erste Mal in den Charts, was als Metal Band auch nicht ganz einfach ist. Jeden Tag kommt auch Fanpost aus ganz Europa dazu.
Wir werden auch versuchen, so oft wie möglich in Europa zu spielen und vielleicht auch Südamerika, da wir dort eine große Fangemeinde haben.

[b] 7.) Was ist der Unterschied zum letzten Album?[/b]

[b] Tarek: [/b] Ich als Songwriter kann schwer was dazu sagen...
[b] Björn: [/b] Ich finde, es ist straighter! Das viele Live - spielen hat dazu geführt. Die Songs sind kürzer und es ist auch nicht mehr ganz so episch. Es ist einfach mehr auf die Fresse.
[bild2]

[b] 8.) Wer sind die HELLFORCES? Ihr, die Fans?[/b]
[b] Tarek: [/b] Beides! Es gehört etwas Rebellentum im Heavy Metal dazu. Man soll für seine Freiheit, den Weg zu leben, den man führt, kämpfen.

[b] 9.) Die Single „Sons of a new Millennium“ wurde desweiteren auch auf den Markt geworfen, was sehr ungewöhnlich im Metal ist. Wie kamt ihr auf die Idee, auch eine Single mit rauszubringen?[/b]

[b] Tarek: [/b] Wir wollten den Fans einen Vorgeschmack auf das Album machen. Haben aber auch darauf geachtet, dass die Single für nur 4 oder 5 € im Laden steht und dass die 5 Tracks auch "unreleased" sind = "Value for money". Sie kam einen Monat vorher raus und sollte praktisch ein Appetizer sein.

[b] 10.) Es ist ja auch eine kostspielige Angelegenheit, den Leuten so etwas zu bieten.[/b]

[b] Tarek: [/b] Das stimmt, aber die Fans wollten nach 2 ½ Jahren endlich was von uns hören. Wir verdienen an der Single auch praktisch nichts.


[b] 11.) Ihr habt auch dieses Mal mit Stefan Kaufmann zusammengearbeitet, (Ex-Accept, U.D.O.). Warum habt ihr euch wieder für ihn entschieden?[/b]

[b] Tarek: [/b] Wir haben schon die letzte Platte bei ihm aufgenommen und waren sehr zufrieden. Durch die gemeinsame Tour mit U.D.O. sind wir ins Gespräch gekommen und haben angefragt, ob er sie produzieren kann und er war sofort begeistert. Man merkt, dass die CD druckvoller ist, besonders am Gesang. Er hat mir im Studio in den Arsch getreten, so dass ich bis dato die beste Arbeit abgeliefert habe:-) Er ist für mich auch einfach eine Metallegende.


[b] 12.) Manowar, Judas Priest oder Accept sind Bands, mit denen ihr oft verglichen werdet - wie seht ihr diesen Vergleich?[/b]

[b] Tarek: [/b] Find ich gut:-) Wir sind selber große Metal Fans dieser Bands und es ist auch eine große Ehre für uns, mit ihnen verglichen zu werden. Denke, dass wir auf dem neuen Album einen eigenen Stil gefunden haben und man hört aber auch, sobald man den Gesang hört, dass wir nach MAJESTY klingen.

[b] 13.) Ihr macht ja bekanntlich „True Metal“ - wieso gerade diesen Stil und würdet ihr vielleicht auch mal was Anderes versuchen wollen?[/b][bild4]

[b] Tarek: [/b] Also, für mich bedeutet der Begriff True=Ehrlich. Es ist einfach wichtig, dass man als Band zu dem steht, was man macht und es von Herzen kommt. Wir sagen, wir sind Heavy Metal.
Etwas anderes - eigentlich nicht, ich bin mit der Musik aufgewachsen. Mit neun bekam ich meine erste AC/DC Platte. Wir wollen auch die Musik spielen, die wir selber hören. Soll ja auch ehrlich sein.


[b] 14.) Ihr hattet ja einige Line-Up Wechsel bei MAJESTY, wie kam es denn zu diesem großen Kommen und Gehen? Wirft das nicht die Band ein ganzes Stück zurück, oder bekommt man doch eher wieder frisches Blut in die ganze Sache?[/b]

[b] Tarek: [/b] Ist schwer zu sagen, da ich praktisch alle Songs selber schreibe. Die Grundidee stammt oft von mir, aber im Proberaum wird dann doch alles zusammen ausgearbeitet. Wir sind einfach eine Familie geworden.

[b] 15.) Ist MAJESTY die einzige Band, oder gibt es Nebenprojekte?[/b]

[b] Tarek: [/b] Das DAWNRAIDER Projekt, in dem ich mit vielen Leuten gearbeitet habe wie Ross Boss, James Riviera, Rob Rock.
[b] Björn: [/b] R:I:P: heißt die Band bei mir. Es ist etwas extremer, der Drummer von MIDNATTSOL ist mit dabei. Im Sommer kommt was raus!

[b] 16.) Fast jeder von euch hat sehr viel mit Musik zu tun - ob Label, Studio, Festival....wie nimmt man sich bei so viel Arbeit die Zeit für die Band?[/b]

[b] Tarek: [/b] Ich bin ein Mensch, der es hasst, nix zu tun. Ich muß einfach immer was machen, on the road sein, Spaß haben, Heavy Metal machen!
Bei DAWNRAIDER steht auch bald eine zweite Platte an.

[b] 17.) Nächstes Jahr kommt es zum 10 jährigen Bandbestehen, kann man da als Fan auf was Großes gespannt sein?[/b]

[b] Tarek: [/b] Wie? Wirklich? Haben wir schon 10 Jahre?? (Schaut sich fragend um). Aber die Fans können auf jeden Fall was Großes erwarten! :-)

[b] 18.) Was bedeutet das MS in Deinem Namen?[/b][bild3]

[b] Tarek: [/b] Das bedeutet "Metal-Son". Die Fans haben mich am Anfang so gerufen. Hab´ es sogar im Perso eintragen lassen:-)

[b] 19.) Die letzten Worte gehören euch.............[/b]

[b] Tarek: [/b] Besucht die Page www.majesty-metal.de , um die neuesten Daten anzusehen. Wir versuchen möglichst viel live aufzutreten und ich hoffe, wir können in vielen Ländern Heavy Metal Partys feiern!


Chrisinfect